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Sex, Selbstbefriedigung, Sexspielzeug – „inme“ klärt auf

Wie geht eigentlich guter Sex? Das fragen sich viele – und zu Recht. Denn Sex ist heute allgegenwärtig: in Filmen und Büchern, in Partnerschaften und Freundschaften, zu Hause und im Club. Mit ihrem Projekt „inme“ beschäftigt sich Helena mit Fragen rund um Sexualität, Kommunikation und Intimität – und damit, warum guter Sex nicht erst im Bett beginnt.

Foto: Helena/ Archiv inme
Foto: Helena/Archiv inme

Workshops für sexuelle Aufklärung und Austausch

„Sex hat so viele Facetten und ist viel mehr als nur Penetration“, meint Helena. Die Neustädterin ist 24, studiert Sozialpädagogik und Medienforschung und arbeitet ehrenamtlich bei der Aidshilfe. Vergangenes Jahr hat sie das Projekt „inme“ gegründet. Damit will sie Räume schaffen, in denen offen über Sexualität gesprochen werden kann. „Dabei könnte es unfassbar viel verbessern, Grenzen und Bedürfnisse zu kommunizieren“, sagt Helena.

Mit „inme“ will sie Denkanstöße geben und Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Dafür arbeitet sie mit Fragen. Bei ihren Workshops mit dem Titel „Karten auf den Tisch“ sitzen sich zwei Leute gegenüber und beantworten Fragen, die auf Karten stehen. Themen sind zum Beispiel Fantasien, Vorlieben, Toys und Verhütung. „Wo holst du dir sexuelle Inspiration? Inwiefern spielt Pornografie eine Rolle?“, steht auf einer der Karten.

„Es gibt viele Frauen, die noch nie masturbiert haben“, sagt Helena. Aufklärung über Toys und Selbstbefriedigung könne helfen, Hemmungen abzubauen und die eigenen Bedürfnisse besser kennenzulernen.

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Wie Pornos Vorstellungen prägen

Pornos werden nach wie vor überwiegend von Männern konsumiert. „Wenn man wegkommt vom Visuellen, kann man anfangen, sich selber zu entdecken“, meint Helena. Vorlieben und Fantasien seien oft deutlich vielseitiger als das, was in Mainstreamproduktionen gezeigt werde.

Foto: Helena/ Archiv inme
Foto: Helena/Archiv inme

Gedreht werde meist das, was sich gut klickt – und das könne problematische Vorstellungen verstärken. Frauen würden in vielen Produktionen sehr jung, teilweise nahezu kindlich inszeniert: möglichst glatt rasiert, manchmal mit Zöpfen oder Schulmädchen-Outfit. Beliebte Kategorien seien etwa „Teen“ oder „Stepsister“. Solche Darstellungen könnten Erwartungen an Körperbilder, Rollenverteilungen und Sexualität prägen – bei Männern wie bei Frauen.

Risiken und Nebenwirkungen

Was man in Mainstreampornos ebenfalls selten sieht, sind Kondome. Dabei steigen die Fallzahlen sexuell übertragbarer Infektionen (STI) seit Jahren an. Helena klärt mit „inme“ auch über Kondome und Safer Sex auf, will gesundheitliche Themen aber hauptsächlich den Fachstellen überlassen. Der Fokus ihres Projekts liege stärker auf sozialpädagogischen Aspekten und persönlichem Austausch als auf medizinischer Aufklärung zu Schwangerschaftsabbrüchen oder Geschlechtskrankheiten.

Eine Anlaufstelle für Beratung zum Thema Schwangerschaft ist beispielsweise pro familia. Bei der Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Infektionen in der Neustadt kann man sich regelmäßig und kostenlos auf STIs testen lassen und wird ärztlich beraten.

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Tabus brechen mit „inme“

Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte Helena 2025 beim Bunten Sommer Neustadt. Es folgten weitere Veranstaltungen beim Firlefanz-Festival sowie im Café Peckerl in Kooperation mit dem Dresdner Puzzle-Kollektiv. Erst kürzlich gab sie einen Workshop gemeinsam mit dem Sexshop „Secret Eden“ auf der Bautzner Straße.

Das Interesse sei groß, erzählt Helena. Vor allem Menschen zwischen 20 und 40 Jahren nähmen teil. Viele wollten im Anschluss die Fragekarten kaufen, die bislang allerdings noch nicht erhältlich sind.

Das nächste Event ist bereits geplant: Ende Mai findet „tabulos“ im objekt klein a statt. Ab 20 Uhr gibt es einen Workshop, anschließend folgt eine Party zusammen mit dem Künstlerkollektiv „Traum Waers“. Begleitet von Musik soll der Club zu einem bunten Erlebnisdorf werden, in dem Besucher:innen verschiedene Aufgaben und Stationen ausprobieren können.

Sexualität ausprobieren - Foto: Helena/Archiv inme
Sexualität ausprobieren – Foto: Helena/Archiv inme

Sexualität kunstvoll inszeniert

Auch künstlerisch setzt sich Helena mit dem Thema Sexualität auseinander. Sie fotografiert und gestaltet selbst, denn „inme“ soll sich auch ästhetisch präsentieren. Ihre Bilder sind abstrakt und zeigen Sexualität, ohne pornografisch zu wirken.

Auch Poster, die Helena gestaltet hat, stoßen bei den Workshops auf Interesse. Geld verdienen will sie mit dem Projekt derzeit allerdings nicht. Langfristig möchte sie als Sozialpädagogin arbeiten. Der Weg über Weiterbildungen könne jedoch schwieriger werden. „Rechte und konservative Kräfte in der Politik halten wenig von sexueller Emanzipation und Aufklärung“, sagt Helena. Politische Entscheidungen hätten direkten Einfluss darauf, welche Beratungs-, Bildungs- und Präventionsangebote künftig gefördert werden.

„inme“

Ein Kommentar

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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