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Einzigartig unbestimmt: Das Hole of Fame wird 14

Das Hole of Fame ist ein einzigartiger Ort in der Dresdner Neustadt. Zu dessen Besonderheiten gehört, dass die Vereinsmitglieder auf diese Einzigartigkeit keinen Wert legen. Wenig anfangen können sie daher mit der Frage, was das hier eigentlich nun genau sei. Aber was der Lyriker Erich Fried der Liebe andichtete, trifft eben sehr auf das Hole of Fame zu: Es ist, was es ist. Und das seit nunmehr 14 Jahren.

Die meisten aktiven Mitglieder treffen sich montags zum Plenum im Hole of Fame. Foto: Victor Franke
Die meisten aktiven Mitglieder treffen sich montags zum Plenum im Hole of Fame. Foto: Victor Franke

Vom Spieleladen zum Wohnzimmer und zum Co-Working-Space

Vom Spiele-Geschäft, das zuvor hier war, zeugt heute noch die Werbung auf der Markise. Die Magie des Hole of Fame begann, nachdem der Laden schließen musste und die Räume leer standen. Sie wurden zum Co-Working-Place und gemeinsamen Wohnzimmer von Anwohner*innen und deren Freundeskreis.

„Weil darunter viele Künstler*innen waren, zeigten sie Ausstellungen im Keller und in den leerstehenden Räumen des Hinterhofs“, erzählt Tommy. Er ist seit Gründung des Vereins 2014 dabei. Den Ort, das Konzept, den offenen Raum mit Kunst und Austausch, gab es aber bereits vorher. Diese Anfänge beschreibt er heute als „Kultur-Guerilla“.

Vom Co-Working- zum Off-Space und zum Verein

Nach und nach verschob sich der Fokus vom privaten zum öffentlichen Raum. „Als auch der Laden für Ausstellungen genutzt wurde, war das Arbeiten hier irgendwann nicht mehr gut möglich“, sagt Marie. Sie ist seit acht Jahren aktives Mitglied. „Ich hänge aber schon länger hier rum.“

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Auch Guerillas brauchen irgendwann Strukturen. „Mit der Vereinsgründung wollten wir den Organisationsaufwand in geordnete Bahnen lenken“, erinnert sich Tommy. Der Aufwand wurde größer, weil die Macher*innen mit ihrem Konzept nicht nur sich selbst überzeugten, sondern auch immer mehr Publikum.

Marie beschreibt das Konzept, dass nie fixiert wurde, damit, verschiedene Künstler*innen, Genres und Künste zusammenzubringen. Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Workshops, Filmabende, Diskussionsrunden, Theateraufführungen, Performances, Jamsessions, Lesebühnen, Kunstmärkte, Plattenbörsen – Der Kunst- und Kulturbetrieb kennt wenig Formate, die noch nicht im Hole of Fame stattgefunden haben.

Vom ehemaligen Spielzeugladen ist noch die Markise übrig. Foto: Victor Franke
Vom ehemaligen Spieleladen ist noch die Markise übrig. Foto: Victor Franke

Als Verein in den Lockdown und wieder heraus

Der Freundeskreis gründete den Verein auch, um Förderungen bekommen zu können. Damit war es möglich, mehr Künstler*innen eine Plattform zu bieten. Mit dem Geld wuchsen aber auch die Ambitionen und die Notwendigkeit, sich zu professionalisieren. Bis zu einem Grad, der den Verein damals zu überfordern drohte.

„2019 wurde uns eine Förderung von der Kulturstiftung des Bundes zugesprochen.“ Marie betont, dass es für das Hole of Fame eine erhebliche Summe war. Dafür entwickelte der Verein ein umfangreiches Jahresprogramm unter dem Motto „Alles jetzt! Time, Space and its Contents“.

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Für 2020 sollte „Nach dem Jetzt das Nichts“ folgen. Doch mit dem ersten Lockdown bewahrheitete sich das neue Jahresmotto auf bittere Weise. Corona war auch für das Hole of Fame eine Zäsur. Das ständige Bangen um Besucher*innen, um Hygieneregeln und Geld hat sehr viel Kraft gekostet.

Das anfängliche Gefühl der Kultur-Guerilla spürt man nach 14 Jahren immer noch. Die beabsichtigte Unbestimmtheit auch. „Sobald jemand diesen Ort hier definiert“, da ist sich Marie sicher, „würde er nicht mehr funktionieren.“ Also lassen wir das lieber sein.

14 Jahre Hole of Fame – Geburtstagsparty

9. Mai, 15 Uhr
Königsbrücker Straße 39, 01099 Dresden
Eintritt frei
www.holeoffame.de/veranstaltungen/14-jahre-hole-of-fame

Programm

15 Uhr Soft Opening mit Kaffee, Waffeln & Bastelspaß für alle
17.15 Uhr Park Walker (solo)
18.15 Uhr Florac
19.40 Uhr Another Friend of Mine
21.10 Uhr Ivy Island and the Shiver Shakes
22.10 Uhr Crushingswans
23.10 Uhr DJ-Set von anna.amora & ballerina nicotina

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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