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Wie weiter mit dem Augustusmarkt?

Die Stadtverwaltung möchte die Konzessionen für Weihnachtsmärkte in Dresden für die Jahre 2027 bis 2031 (mit Verlängerungsoption bis 2033) neu ausschreiben. Die aktuelle Vergabe endet in diesem Jahr. Dabei werden unter anderem die Flächen leicht angepasst, die Münzgasse kommt neu hinzu, die Laufzeit wird verlängert und die Preise steigen.

Augustusmarkt auf der Hauptstraße - Foto: Archiv Anton Launer
Augustusmarkt auf der Hauptstraße – Foto: Archiv Anton Launer

Eine Vertreterin des Amtes für Wirtschaftsförderung stellte die Pläne am Montagabend im Stadtbezirksbeirat vor. Die verschiedenen Märkte seien analysiert und bewertet worden, daraus ergäben sich nun die geplanten Anpassungen. Für die Beiräte stand vor allem der Weihnachtsmarkt auf der Hauptstraße – der Augustusmarkt – im Fokus.

Deutliche Gebührenerhöhung geplant

Die Marktfläche umfasst rund 17.000 Quadratmeter. Vorgesehen ist eine Erhöhung der Gebühr von derzeit 25.000 Euro auf 102.000 Euro. Zur Begründung hieß es, die bisherige Summe liege etwa auf dem Niveau des Marktes am Taschenbergpalais, obwohl dieser nur rund ein Viertel der Stände habe. Auf dem Augustusmarkt waren in der vergangenen Saison etwa 115 Stände vertreten.

Nach der Präsentation erklärte Stadtbezirksamtsleiter André Barth, dass die Konzessionsabgabe für die Hauptstraße nur schwer mit der Altstadt zu vergleichen sei. „Die Neustadt ist touristisch seit Jahren abgehängt, das muss man berücksichtigen“, so Barth. Bei einer so starken Erhöhung bestehe die Gefahr, keinen Betreiber mehr zu finden.

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Der bisherige Konzessionsnehmer ist die Plan de Saxe GmbH. Deren Geschäftsführer Holger Zastrow und Matteo Böhme sind zugleich Stadträte für Team Zastrow. Zastrow wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Plänen äußern. Ob sich das Unternehmen trotz der deutlich höheren Gebühr erneut bewirbt, ist daher offen.

Augustusmarkt - Foto: Archiv Anton Launer
Augustusmarkt – Foto: Archiv Anton Launer

Kontroverse Diskussion im Beirat

Annegret Gieland (Die Linke) betonte, der Markt auf der Hauptstraße sei bislang stets gut besucht gewesen. Sie halte die Erhöhung für vertretbar und fragte nach Beschwerden von Anwohner*innen. Laut Barth und der Vertreterin des Wirtschaftsförderungsamtes ist die Beschwerdelage gering.

Julia Sasse (Team Zastrow) widersprach: Die Hauptstraße sei nicht mit der Altstadt vergleichbar, der Handel habe dort größere Schwierigkeiten. „Wenn wir eine gewisse Vielfalt haben wollen, sollte die Gebühr im Rahmen bleiben“, sagte sie. Andernfalls drohe eine Entwicklung hin zu einer reinen Glühwein- und Bratwurstmeile. Die Händler*innen entlang der Hauptstraße sind allerdings vom Weihnachtsmarkt auch nicht zu hundert Prozent begeistert, sie wünschen sich größere Lücken zwischen den Ständen, damit die Besucher*innen auch die Läden wahrnehmen könnten.

Sascha Möckel (Grüne) äußerte grundsätzliche Kritik an der Vielzahl der Märkte. Die Verlängerung bis in den Januar sei zudem für viele Händler*innen problematisch. „Wir haben 25 Weihnachtsmärkte in Dresden, das ist zu viel“, so Möckel. Johannes Schwenk (CDU) hob dagegen die wirtschaftliche Bedeutung hervor: Die Märkte generierten hohe Umsätze, von denen auch die Stadt profitiere. Er regte an, bargeldloses Bezahlen in die Mindestanforderungen aufzunehmen. Dies sei bislang nicht vorgesehen. Hans-Jürgen Zickler (AfD) zeigte sich skeptisch, ob mobile Händler Kartenzahlung umsetzen könnten.

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Abschließend nannte die Verwaltung weitere Vergleichswerte: Für den Neumarkt sind künftig 65.000 Euro statt bisher 45.000 Euro vorgesehen, für den Markt am Taschenbergpalais 29.000 statt 25.000 Euro. Die Vorlage wird noch im Stadtbezirksbeirat Altstadt beraten und am 20. Mai erneut im Ausschuss für Wirtschaftsförderung behandelt. Änderungen sind möglich. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 4. Juni.

Schwenk brachte zudem einen Ergänzungsantrag zur bargeldlosen Zahlung ein, der ebenso wie die gesamte Vorlage mehrheitlich angenommen wurde.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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