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Toleride am 9. Mai 2026

Straßenfest für mehr Bäume

Am vergangenen Sonnabend fand auf der Prießnitzstraße ein Straßenfest für mehr Stadtgrün statt. Anlass war der Wunsch nach zusätzlichen Grünflächen im Quartier. Auch das „Fahrgärtchen“ war Thema. Noch steht es auf der Prießnitzstraße, wurde aber schon mit einem roten Zettel versehen. Könnte sein, dass es in naher Zukunft ebenso entfernt wird wie sein Geschwisterkind auf der Sebnitzer Straße (Neustadt-Geflüster am 14. April 2026).

Einfach mal einen Bau(m)-Antrag stellen - Foto: Victor Smolinski
Einfach mal einen Bau(m)-Antrag stellen – Foto: Victor Smolinski

Auf dem Straßenfest verteilte die Initiative „Prießnitzallee“ Bau(m)anträge. „Damit kann man bei der Stadt beantragen, einen Baum auf die Straße zu pflanzen“, sagt ein Sprecher der Initiative. Um zu zeigen, wie die Straße mit Bäumen aussehen könnte, wurden rund um das Fest entsprechende Bäumchen aufgestellt.

Straßenfest auf der Prießnitzstraße - Foto: Anton Launer
Straßenfest auf der Prießnitzstraße – Foto: Anton Launer

Erneut roter Aufkleber für Fahrgärtchen in der Prießnitzstraße

In der Prießnitzstraße sorgt ein bepflanzter Fahrradanhänger weiterhin für Auseinandersetzungen mit dem Ordnungsamt. Das sogenannte Fahrgärtchen erhielt am 9. April und am 13. April erneut rote Aufkleber mit der Kennzeichnung „Abfall“. Bereits am 16. Juni 2025 hatte die Stadt einen solchen Aufkleber angebracht und das Parkrecht infrage gestellt (Neustadt-Geflüster vom 5. Juli 2025).

Die Bürgerinitiative Prießnitzallee verweist auf § 12 der StVO. Demnach seien Fahrradanhänger reguläre Fahrzeuge und dürften auf ausgewiesenen Parkflächen stehen, sofern sie den Verkehr nicht unzumutbar behindern. Das Gespann habe im Juni 2025 gerade einmal sechs Tage auf einem Parkplatz gestanden. Trotzdem sei der Anhänger als Abfall markiert worden.

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Ein Schreiben mit mehreren Fragen an das Ordnungsamt blieb nach Angaben der Initiative unbeantwortet. Darin fragte sie unter anderem, warum der Anhänger als Gegenstand eingestuft werde, obwohl er mit einem verkehrssicheren Fahrrad verbunden sei. Zudem wollte die Initiative wissen, weshalb ein platter Reifen zur Einstufung als Abfall geführt habe und wo ein zweispuriger Anhänger mit Zugfahrzeug parken solle.

Fahrgärtchen in der Prießnitzstraße - Foto: Anton Launer
Fahrgärtchen in der Prießnitzstraße – Foto: Anton Launer

Offener Brief an mehrere Ämter

Im April 2026 richtete die Initiative einen offenen Brief an das Ordnungsamt, das Straßen- und Tiefbauamt sowie das Amt für Stadtplanung und Mobilität. Auch die zuständigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wurden angeschrieben.

Darin beschreibt die Initiative, dass das Fahrrad mit Anhänger seit fast einem Jahr zwischen den Autos parke. Das Fahrzeug sei betriebstüchtig und entspreche den Vorgaben der StVO. Alle beschädigten Reifen habe die Initiative immer wieder repariert. Inzwischen seien Vollgummireifen montiert.

Die Initiative widerspricht der Einschätzung, es handle sich um eine Sondernutzung oder um Abfall. Sie vermutet, dass die Bepflanzung des Anhängers Anlass für die Maßnahme sei. Der Anhänger sei von Anwohnenden gepflegt und regelmäßig gegossen worden. Während der Blütezeit habe er Früchte getragen, die verzehrt wurden. Nach Angaben der Initiative gab es positive Rückmeldungen aus der Nachbarschaft. Auch für neue Reifen hätten sich Spender gefunden. Allerdings gefällt nicht allen das Fahrgärtchen, denn immerhin fällt dadurch einer der ohnehin schon knappen Parkplätze auf der Straße weg.

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Verweis auf Mobilitätsplan

Die Initiative kritisiert die Gestaltung des Straßenabschnitts zwischen Louisenstraße und Bischofsweg. Dort gebe es rund 100 Parkplätze, aber keine Grünflächen oder Bäume. Sie verweist auf den Mobilitätsplan 2035+ der Landeshauptstadt Dresden. Dort sei als Leitziel formuliert, Verkehrsflächen für Begrünung zu nutzen. Das Fahrgärtchen solle einen Beitrag dazu leisten.

Fahrgärtchen mit Infotafel - Foto: Anton Launer
Fahrgärtchen mit Infotafel – Foto: Anton Launer

Nach Darstellung der Initiative führte das abgestellte Gespann zu Diskussionen mit Autobesitzern. Um über die Rechtslage zu informieren, habe sie ein Hinweisschild angebracht. Zudem werde der Anhänger regelmäßig bewegt und auf unterschiedlichen Parkplätzen abgestellt.

Fragen zur Gleichbehandlung

In ihrem Schreiben fragt die Initiative erneut, wo Fahrräder mit Anhänger in der Prießnitzstraße parken sollen. Sie möchte wissen, ob Parkplätze ausschließlich Autos vorbehalten seien und wie die Stadt die Verteilung des öffentlichen Raums bewertet. Nach ihrer Darstellung teilen sich Fußgänger, Rollstuhlfahrer, abgestellte Fahrräder und Mülltonnen den schmalen Gehweg, während Autos den Großteil der Fläche nutzen.

Zudem kritisiert die Initiative, dass in städtischen Fahrradabstellanlagen zahlreiche defekte Räder stünden, ohne dass dort rote Aufkleber angebracht würden. In einer Kunstaktion wurden vor Jahresfrist etwa rote Aufkleber an offensichtliche Schrotträder angebracht, diese stehen immer noch dort. Im Vergleich dazu erscheine das Vorgehen gegen das fahrbereite Gespann widersprüchlich.

Die Bürgerinitiative kündigt an, das Fahrrad mit Anhänger weiterhin auf ausgewiesenen Parkflächen abzustellen, bis die Rechtslage geklärt ist. Sollte das Gespann entfernt oder beschädigt werden, werde Anzeige erstattet. Eine Beantwortung der offenen Fragen steht weiterhin aus.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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