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Lösung für den Zollhof in Sicht?

Am Montag wurde im Stadtbezirksbeirat ein interfraktioneller Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und Team Zastrow vorgestellt. Ziel ist eine Lösung für das Zollhof-Problem an der Stauffenbergallee. Denn die zuständige Bundesanstalt hat nach den langwierigen Planungen der Stadt das Handtuch geworfen und will nun nicht mehr umziehen (Neustadt-Geflüster vom 27. Februar 2026).

Der LKW-Parkplatz am Hammerweg steht voraussichtlich ab Mai nicht mehr zur Verfügung. Foto: Archiv Anton Launer
Der LKW-Parkplatz am Hammerweg steht voraussichtlich ab Mai nicht mehr zur Verfügung. Foto: Archiv Anton Launer

Voraussichtlich im Mai droht nun ein Rückfall in alte Zeiten. Denn der Platz, auf dem derzeit die Vorabfertigung stattfindet, wird dann für Leitungsarbeiten am Fernwärmenetz benötigt. Damit müssten die wartenden Laster wieder auf die Stauffenbergallee zurückkehren (Neustadt-Geflüster vom 18. Dezember 2025).

Der Antrag schlägt vor: SachsenEnergie erhält den südöstlichen Teil zweier Grundstücke westlich der Stauffenbergallee, rund 6.000 Quadratmeter (30/28 und 162/7), hier im Dresden-Stadtplan eingezeichnet. Dort könnten vorübergehend die Zoll-Vorabfertigung und ein Warteplatz für Lkw eingerichtet werden. Später, also in den 2030er Jahren, wenn die Müllverbrennungsanlage am Hammerweg fertiggestellt ist, soll der Zollhof vollständig an den Hammerweg verlagert werden. Auf der Fläche westlich der Stauffenbergallee könnte dann ein Umspannwerk entstehen.

Bedenken des Geschäftsbereichs Stadtentwicklung und Bau

In der Stadtbezirksbeiratssitzung verlas Stadtbezirksamtsleiter André Barth die Stellungnahme des Geschäftsbereichs 6 (Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften) der Stadtverwaltung. Darin wird auf zehn Sitzungen des Bauausschusses verwiesen; seit 2022 wurden 13 mögliche Standorte untersucht. Die aus Sicht der Verwaltung geeignetste Variante an der Washingtonstraße wurde im Bauausschuss jedoch nicht beschlossen.

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Folgende Bedingungen liegen aktuell vor:

  • Auf den Grundstücken bestehen mehrere Ausgleichsmaßnahmen aus Bebauungsplänen und einem Planfeststellungsverfahren. Eingriffe würden nicht nur einen „Ausgleich vom Ausgleich“ erfordern, sondern auch Änderungen bestehender Verfahren sowie geeignete Ersatzflächen.
  • Die Flächen sind vollständig als Wald festgesetzt. Eingriffe – etwa aus überwiegendem öffentlichen Interesse – benötigen eine Waldumwandlungsgenehmigung der oberen Forstbehörde, verbunden mit konkreten Ersatzaufforstungen. Entsprechende Flächen stehen im Stadtgebiet Dresden derzeit nicht zur Verfügung und müssten außerhalb gesichert werden.
  • Für den geplanten Ausbau der Stauffenbergallee liegt eine Studie vor, die ebenfalls Eingriffe in die betroffenen Grundstücke vorsieht. Zudem gehört der nordwestliche Teil zum geplanten Gedenkort Hellerberge, zu dem Bauvorhaben Abstand gehalten werden muss.
  • Die im Antrag genannten 6.000 Quadratmeter stehen im Widerspruch zur Größe des bestehenden Interimsparkplatzes (ca. 9.000 Quadratmeter) und zum Bedarf von etwa 13.000 Quadratmetern für 60 Lkw-Stellplätze. Aufgrund der Hanglage ist die Umsetzbarkeit ohne konkrete Planung unklar.
  • Ein Vorstauparkplatz erfordert zudem Infrastruktur für den Zoll (Arbeitsplätze, Versorgung, Sanitäranlagen) sowie Einrichtungen für Lkw-Fahrer.
  • Sowohl für einen Parkplatz als auch für ein Umspannwerk ist ein Bauantrag erforderlich, in dem diese Fragen zu klären sind. Angesichts der Rahmenbedingungen erscheint eine kurzfristige Umsetzung unwahrscheinlich.
  • Auch die Finanzierung ist bislang unklar. Neben vagen Angaben sind erhebliche Kosten für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie für die notwendige Infrastruktur zu erwarten.
Könnte hier erst der LKW-Parkplatz und später ein Umspannwerk entstehen? Das soll nun geprüft werden. Foto: Anton Launer
Könnte hier erst der LKW-Parkplatz und später ein Umspannwerk entstehen? Das soll nun geprüft werden. Foto: Anton Launer

Eine schnelle Genehmigung ist nach Ansicht des Geschäftsbereichs nicht zu erwarten, so Barth. Anschließend präsentierten die Grünen einen Ersetzungsantrag, der vor einem möglichen Verkauf der Grundstücke an SachsenEnergie eine vertiefende Prüfung vorsieht.

Ersetzungsantrag der Grünen

Mit dem Ersetzungsantrag soll die Stadtverwaltung prüfen, ob die Flurstücke für einen Vorstauparkplatz und ein späteres Umspannwerk geeignet sind. Untersucht werden sollen unter anderem:

  • Kosten der Errichtung eines Lkw-Abfertigungsplatzes unabhängig vom Verkauf,
  • Flächenbedarf für Umspannwerk und Parkplatz sowie die ausreichende Größe der Flurstücke (inkl. Abstand zum Gedenkort),
  • erforderliche Ausgleichsmaßnahmen und verfügbare Ersatzflächen,
  • weitere Restriktionen, Genehmigungen, Kosten und Fristen,
  • die Bereitschaft von SachsenNetze bzw. SachsenEnergie zur zeitnahen Einrichtung eines Vorstauparkplatzes,
  • die Übertragbarkeit der Konditionen vom Standort Hammerweg 25,
  • mögliche alternative Standorte für das Umspannwerk.

Die Ergebnisse sollen dem Bauausschuss vorgelegt werden. Parallel dazu soll der Verkauf vorbereitet werden. Die Stadtbezirksbeiräte stimmten mit knapper Mehrheit für den Ersetzungsantrag.

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Am Mittwoch, 15. April, passierte der Original-Antrag von CDU, SPD und Team Zastrow den Bauausschuss und fand dort Zustimmung. Am 24. April wird sich der Finanzausschuss damit befassen, am 29. April soll der Stadtrat darüber entscheiden. Die Unterlagen zu dem Antrag finden sich im Ratsinformationssystem der Stadt Dresden.

Hauptzollamt Dresden - Foto: Archiv Anton Launer
Hauptzollamt Dresden – Foto: Archiv Anton Launer

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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