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Handstreicher • 19.01.26 POP & SINGER-SONGWRITER • GrooveStation

Die Laster kommen zurück auf die Stauffenbergallee

Zwischen Stauffenbergallee und Fabricestraße befindet sich an der Hartmut-Dost-Straße das Dresdner Hauptzollamt (Dresden-Stadtplan). Als es angelegt wurde, war eigentlich mal geplant, dass es eine separate Zu- und Abfahrt gibt. Das wurde aber nie realisiert.

Zwei Brummis verlassen über die schmale Straße "Zum Reiterberg" das Areal auf dem sich auch das Zollamt befindet. Foto: Anton Launer
Zwei Brummis verlassen über die schmale Straße „Zum Reiterberg“ das Areal auf dem sich auch das Zollamt befindet. Foto: Anton Launer

In den vergangenen Jahren hatte der Andrang an der Zollabfertigung immer mehr zugenommen. Vor drei Jahren eskalierte die Situation mit genervten Anwohnern und genervten Truckern. Auf der kleinen Hellerschanze entstanden unerträgliche Situationen (Neustadt-Geflüster vom 1. März 2022). Einen groben Eindruck der Lage vermittelt das Google-Maps-Luftbild, zum Zeitpunkt der Aufnahme stauten die Laster die komplette Hellerschanze zu.

Die Stadtverwaltung reagierte, erst mit einer besseren Beschilderung des Halteverbots, dann mit einer Sperrung der Straße „Zum Reiterberg“ an Wochenenden. Richtige Entlastung kam jedoch erst mit der Sanierung der Stauffenbergallee. Seit November 2024 gibt es eine Übergangslösung. Am Hammerweg 25 befindet sich jetzt eine Vorabfertigung und ein ausreichend großer Parkplatz für LKW, die dann nur noch einzeln zum Hauptzollamt fahren müssen. Nun ist die Sanierung der Stauffenbergallee aber bald abgeschlossen und die Sachsen-Energie braucht die Fläche des Interimsparkplatzes, weil sie am Hammerweg eine Müllverbrennungsanlage errichten will. Die Arbeiten werden im kommenden Jahr beginnen und voraussichtlich bis 2030 andauern.

Vorabfertigung des Zollamtes mit Parkplatz am Hammerweg - Foto: Archiv Anton Launer
Vorabfertigung des Zollamtes mit Parkplatz am Hammerweg – Foto: Archiv Anton Launer

Interimslösung endet im kommenden Jahr

„Der Parkplatz war von Beginn an als vorübergehende Lösung konzipiert. Die Sachsen-Energie benötigt das Grundstück ab Ende des ersten Quartals 2026 für eigene Baumaßnahmen“, sagt Stadtsprecherin Diana Petters. Die Baumaßnahmen im Straßenraum der Stauffenbergallee sollen dann abgeschlossen sein. Der Parkplatz hat derzeit eine Kapazität von 37 LKW, außerdem gab es dort eine Zollvorabfertigung und Toiletten für die Brummi-Fahrer*innen.

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Künftig werden die Laster dann also wieder auf der Stauffenbergallee warten, vorrangig auf dem stadteinwärtigen Parkstreifen in dem knapp einen Kilometer langen Bereich zwischen „Zum Reiterberg“ und dem Hammerweg, eine Toilette und eine Vorabfertigung findet dann wieder nicht statt. Stadtsprecherin Petters sagt auf Nachfrage: „Die Zufahrtsregelung zur Straße ‚Zum Reiterberg‘ für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen nur zu den Öffnungszeiten des Zollamtes bleibt erhalten.“

Wartende Laster auf der Stauffenbergallee im Mai 2024 - Foto: Archiv Anton Launer
Wartende Laster auf der Stauffenbergallee im Mai 2024 – Foto: Archiv Anton Launer

Heike Wilsdorf, Sprecherin des Hauptzollamtes teilte auf Nachfrage mit, dass der Zoll (und das zuständige Bundesamt für Immobilienaufgaben) im regelmäßigen Austausch mit der Stadt Dresden stehen. Ansonsten verweise man darauf, dass der Stadtratsentscheid ausstehe. Das Zollamt hat zur Betreuung der Zollvorabfertigung am Hammerweg derzeit einen erhöhten Personalaufwand.

Stadtsprecherin Petters befürchtet, dass mit dem Ende des Interimsparkplatzes wieder die Zustände wie vor dessen Einrichtung zu erwarten sind. „Das Zollamt liegt weiterhin in einer Sackgasse und es sind keine ausreichenden Parkmöglichkeiten für wartende LKW vorhanden“, so Petters. Damit sei mit zeitweise großen Beeinträchtigungen des Verkehrsablaufes entlang der Stauffenbergallee und in den zum Zoll führenden Straßen Zum Reiterberg, Hellerschanze und Hartmut-Dost-Straße zu rechnen. „Der Neubau einer Toilettenanlage war nicht Teil der Sanierung der Stauffenbergallee und ist auch nicht Teil des vom Stadtrat beschlossenen Toilettenkonzepts“, so Petters. Eine grundlegende Verbesserung der Situation sei nur mit einer Verlagerung des Zolls mit einem direkt angrenzenden Parkplatz möglich, wie es an der Washingtonstraße vorgesehen ist.

Zollamt an der Hartmut-Dost-Straße - Foto: Anton Launer
Zollamt an der Hartmut-Dost-Straße – Foto: Anton Launer

Umstrittener Standort in Kaditz

Diese Umzugspläne gibt es nun schon seit Jahren. Auf der letzten Sitzung im Dezember sprachen sich die Neustädter Stadtbezirksbeiräte noch einmal fast einstimmig dafür aus, dass der Zollhof nach Kaditz umziehen solle. Fast ebensogroß ist im Stadtbezirk Pieschen der Widerstand gegen eine Ansiedlung an der Washingtonstraße, obwohl die Pläne in der Zwischenzeit angepasst wurden. So soll dort der P+R-Platz erhalten bleiben, auch sind mehr (bis zu 60) Stellplätze für die LKW vorgesehen. In Kaditz wird befürchtet, dass mit den bis zu 200 täglich abgefertigten LKW das Verkehrschaos auf den Straßen zwischen Hornbach und Elbepark größer werde.

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Die Entscheidung liegt nun beim Stadtrat, einen Termin gibt es dafür noch nicht.

Auf dieser Wiese an der Washingtonstraße in Dresden-Kaditz soll künftig der Zollhof und Stellplätze für rund 60 LKW entstehen. Foto: Anton Launer
Auf dieser Wiese an der Washingtonstraße soll künftig der Zollhof und Stellplätze für rund 60 LKW entstehen. Foto: Anton Launer

9 Kommentare

  1. Super, da habe ich ja richtig Bock drauf, dass das Chaos zurückkommt… nicht.

  2. All die Maßnahmen haben nichts gebracht – am Ende stehen die Brummifahter (die nun auch echt nichts dafür können) trotzdem Nachts auf der Hellerschanze. Und dank der tollen Akkustik fühlen sich deren laufende Klimaanlagen im Sommer an, als würde man neben einer schleudernden Waschmaschiene liegen. Das Ordnungsamt verweist übrigens seit Jahren darauf, dass die Fahrer am Zoll „anstehen“ (Ja auch Nachts im Park- und Halteverboterbot) und greift daher nicht ein. Meine Lieblingsaussage ist des Ordnungsamts: Ich müsste ja nicht hier wohnen und der Zoll war schon vorher da. Mit Corona wurden die mobilen Kontrollen eingestellt und dadurch ist der LKW Verkehr übermäßig angestiegen. Also nein, war nicht schon immer so.

    Für das regelmäßige Verlehrschaos ist die Polizei zuständig aber die kann die LKW halt auch nicht weghexen. Wenn die einzige Zufahrtstraße wenigstens nicht zugeparkt wäre (mit LKWs), dann könnte auch der Verkehr halbwegs fließen.

    Und über den Müll und Pipiflaschen im Hechtpark wollen wir mal gar nicht reden.

  3. Das zeigt doch aber, daß die Verantwortlichen für die Planung völlig überfordert und ihnen die Sorgen und Nöte der Anwohner egal sind.
    Bei sorgfältiger und vorausschauender Planung wird sich doch wohl ein geeigneter Ort sowohl für die Brummis mit Toilettenanlagen, als auch für das Zollamt finden.

  4. Und mal wieder ein Armutszeugnis der Stadt Dresden. Dies war und ist doch eine absehbare Sache gewesen. Man kann doch die Menschen nicht für dumm verkaufen.Dieser Stadtrat ist mit dilettantischen Menschen besetzt, ohne Weitblick in die Zukunft. Das fängt mit der Stauffenberg Allee Strasse und endet mit der Anbindung des Dresdener Nordens an den ÖPNV Tram ( Neues Wohngebiet , Chipwerke) leider macht der völlig Insuffiziente Baubürgermeister mal wieder keine gute Figur. Das waren meine Worte zu Freitag

  5. Früher (vor 10jahren) war der Zollhof am Wochenende nicht mit Schranken versperrt und es gibt dort auch eine Toilette, welche am WE geöffnet hat. Warum auch immer, musste man den Platz sperren und die Probleme auf der Hellerschanze nahmen zu.
    Gab es irgendwo ein offizielle Erklärung für die Sperrung des Zollhofs?

  6. Seltsam daß Brummifahrer erst in Pipi-Flaschen machen, um dann genau diese Flaschen den Hechtparkhang hinunter zu werfen. Da sollten sie doch gleich draußen Pipi machen, aber ok, die Flaschen stammen vermutlich von anderswo, wo man eben im Stau stand oder so.
    Schlimmer sind aber die wahnsinnig stinkenden Plastebeutel. Lange dachte ich an einen Idioten mit riesigem Hund, der seine Kottüten im Park verklappt. Aber nein, das ist Menschenkot – und zwar jener von manch Brummimannerl. Die Scheiße vergammelt wochenlang im zugebundenen Beutel. Wer sie entsorgen möchte, muß stark die Luft anhalten.

  7. Es gab vor einigen Jahren ein Anwohnerbegehren, gegen die Brummis auf dem Zollparkplatz.( zu laut und Abgase) Diese Beschwerde hatte zur folge ,das der Parkplatz für die Fahrzeuge gesperrt wurde und sie auf die Straße verbannt wurden. –> wer anderen eine Gtube gräbt….

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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