Anzeige

TUD CAMPUS FESTIVAL

Saubere Stadt – doch wie lange noch?

Sie sammeln Müll, pflegen Beete und halten die Stadt sauber. Hinter dieser Arbeit steckt ein soziales Projekt, das weit mehr leistet als die öffentliche Pflege. Für viele ist es eine Chance, ihr Leben zu stabilisieren – doch genau diese droht jetzt wegzubrechen.

Gründer Rainer Pietrusky mit Nasira, Mario, Daniel und David – Foto: Mercedes Braun
Gründer Rainer Pietrusky mit Nasira, Mario, Daniel und David – Foto: Mercedes Braun

Das Projekt „Chancen für die Chancenlosen“ gibt Menschen eine Perspektive, die oft durchs Raster gefallen sind. Hier finden unter anderem Personen mit Suchtproblemen, ohne festen Wohnsitz oder mit psychischen Erkrankungen etwas, das ihnen sonst oft fehlt: Struktur und Anerkennung.

Im Jahr 2025 waren 72 Teilnehmende aktiv, insgesamt wurden seit Projektbeginn über 240 Menschen erreicht. Viele von ihnen leisteten hunderte Stunden Arbeit im öffentlichen Raum – Arbeit, die sonst eher liegen bleiben würde.

Einsatz für die Stadt – Halt für die Menschen

Die Tätigkeiten des Projekts sind vielfältig: regelmäßige Reinigung des Alaunparks, Pflege von Spielplätzen, Begrünung von Straßen oder Unterstützung im Zoo. Die Einsätze erstrecken sich über viele Stadtteile Dresdens. Künftig könnten auch weitere Standorte hinzukommen, etwa die Louisenstraße in der Neustadt.

Anzeige

teilAuto

Anzeige

Blitzumzug

Anzeige

Semper Oberschule Dresden

Anzeige

Villandry

Anzeige

Filmfest Dresden

Anzeige

tranquillo

Anzeige

Make it Pop Hellerau

Anzeige

Louisenstraße im Wandel

Anzeige

Blaue Fabrik

Anzeige

Societaetstheater

Anzeige

Deutsches Hygiene-Museum

Anzeige

Lehrstellenbörse

Anzeige

Dominic Jozwiak in der Schauburg

„Die Aufgaben sind alle wichtig, das Projekt Seestraße / Pfarrgasse ist aber aktuell das sichtbarste und es ist in höchstem Maße von unserer Arbeit abhängig“, erklärt der Gründer der Initiative Rainer Pietrusky.

Die Seestraße in der Altstadt grünt bereits – bald könnte auch die Louisenstraße in der Neustadt folgen – Foto: Mercedes Braun
Die Seestraße in der Altstadt grünt bereits – bald könnte auch die Louisenstraße in der Neustadt folgen – Foto: Mercedes Braun

Doch der Kern des Projekts ist ein anderer: Für viele Teilnehmende bedeutet es Stabilität. Einige befinden sich in einer schwierigen Lebenslage und kämpfen mit sozialen oder gesundheitlichen Herausforderungen. Ein geregelter Tagesablauf, zwischenmenschliche Kontakte und positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung stärken das Selbstwertgefühl der Helfer*innen.

Existenz in Gefahr

Trotz seiner Erfolge steht die Initiative aktuell vor einer existenziellen Krise. Die Förderung durch das Sozialamt wurde deutlich gekürzt, gleichzeitig brechen wichtige Einnahmen weg, weil städtische Aufträge aufgrund von Haushaltskürzungen entfallen.

Das bedeutet konkret: Ein großer Teil der bisherigen Finanzierung fällt plötzlich weg, bei gleichbleibender oder sogar wachsender Nachfrage, was die Zukunft des Projekts gefährdet.

Anzeige

Make it Pop Hellerau

Anzeige

Dominic Jozwiak in der Schauburg

Anzeige

Semper Oberschule Dresden

Anzeige

Kieferorthopädie Dr. Manuela Beltz

Anzeige

Lehrstellenbörse

Anzeige

teilAuto

Anzeige

Deutsches Hygiene-Museum

Anzeige

Kieferorthopädie

Anzeige

Louisenstraße im Wandel

Ein Wegfall hätte spürbare Folgen – für die Teilnehmenden wie für die Stadt: „Es würden circa 30 Menschen einen wichtigen Teil ihres Lebens verlieren, der ihnen Halt geboten hat und die Gefahr, in alte Verhaltensmuster zurückzukehren, ist dann schon groß“, so Rainer.

„Der Alaunpark würde ganz schnell wieder vermüllt sein, der Platz am Bahnhof Mitte wieder in seinen Ausgangszustand verfallen. Die Begrünung auf der Seestraße und der Pfarrgasse wären innerhalb von zwei Wochen vertrocknet und viele andere Aufgaben, die wir für die Stadt realisieren, würden nicht erledigt.“

Müll wird Montag, Mittwoch und Donnerstag gesammelt und dann von Stadtreinigung abgeholt - Foto: Jonas Breitner
Dank des Projekts bleibt auch der Alaunpark sauber – Foto: Archiv/Jonas Breitner

Die Träger des Projekts wünschen sich vor allem eines: eine stabile Finanzierung, die es ermöglicht, die Arbeit langfristig fortzuführen.

Aktuell zählt jedoch jede Unterstützung. „Helfen kann man uns im Moment am wirksamsten mit Spenden“, erklärt Rainer. „Und generell kann jeder dazu beitragen, dass es in dieser Stadt weniger Müll im öffentlichen Raum gibt.“

Wer „Chancen für die Chancenlosen“ unterstützen möchte, leistet also nicht nur einen Beitrag für die Stadt, sondern auch für die Menschen, die sie gestalten.

Spendenkonto

  • Ostsächsische Sparkasse Dresden
  • IBAN DE25 8505 0300 0221 1051 40
  • BIC OSDDDE81XXX
  • Verwendungszweck: Chancen für die Chancenlosen
  • Alternativ: Spendenseite oder gofundme

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert