Die multidisziplinäre Künstlerin Loulou Omer zeigt die Performance „HiStorieS – Angelus Novus“. Im Zentrum steht eine wandelbare Figur zwischen Mensch und Engel. Sie bezieht sich auf den Engel der Geschichte. Walter Benjamin beschrieb diese Figur nach Paul Klees Bild „Angelus Novus“.

Die Gestalt durchquert Erinnerungen, Orte und Sprachen. Sie verbindet verschiedene künstlerische Ausdrucksformen. Tanz, Sprache, Musik, Archivmaterial und animiertes Filmmaterial greifen ineinander. Vergangenes und Gegenwärtiges treten in einen Dialog.
Verbindung von Biografie und Geschichte
Ausgangspunkt ist eine Hommage an die Wiener Avantgarde-Choreografin Gertrud Kraus. Sie floh vor dem Nationalsozialismus nach Israel. Ihre Biografie ist eng mit jener von Loulou Omer verknüpft. Die Figur des Angelus Novus verbindet persönliche Erinnerung mit kollektiver Erfahrung.
Die Performance thematisiert die Vergangenheit Europas. Sie benennt deren Schrecken und tragisches Erbe. Diese Geschichte spiegelt sich im aktuellen Grauen in Israel und Palästina. Daraus entsteht eine neue Tragödie für eine andere Bevölkerung.
Das Stück schafft einen Raum für gemeinsame Wahrnehmung. Es macht die Resonanz von Geschichte in der Gegenwart sichtbar. Verbundenheit, Hoffnung und gemeinsames Handeln treten in den Vordergrund.
Musikalische Beiträge und Förderung
Loulou Omer dankt ihren Söhnen für ihren musikalischen Beitrag. Sie nennt zudem Bears in the Park, Tanzcompany Gervasi und Liquid Loft. In „HiStorieS – Angelus Novus“ erklingen zwei Kompositionen ihres Großvaters. Auch ein Gedicht ihres Vaters fließt ein.
Die Vorstellung wird durch das Programm Tacheles der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert. Sie steht im Kontext des Jahres der jüdischen Kultur.
HiStorieS – Angelus Novus im Projekttheater
- Freitag und Sonnabend, 20. und 21. März 2026, jeweils 20 Uhr
- Eintritt: 18 Euro, 12 Euro ermäßigt, 4 Euro Teilhabe-Ticket, Tickets im Vorverkauf und an der Abendkasse
- Projekttheater, Louisenstraße 47, 01099 Dresden


















