Vom 4. bis 6. Februar 2026 veranstalten der „Spielen gegen Antisemitismus e.V.“ und die Jüdische Kultusgemeinde Dresden ein Wochenende mit Rabbi Amichai Lau-Lavie. Er ist international bekannt und der 39. in einer Dynastie von Rabbinern. Dabei ist er der in der Dynastie, der offen queer ist.

Rabbi Lau-Lavie ist der spirituelle Gründer des experimentellen Zentrums für jüdische sakrale Begegnungen Lab-shul. Das Zentrum wird von Künstler*innen geleitet.
Das Wochenende beginnt am Freitag mit einem offenen Schabbat-Gottesdienst und einem Essen. Es endet am Sonntag mit der Vorführung des Films „Sabbath Queen“. Regisseurin Sandi Dubowski hat den Film gedreht. Der Film begleitet das Leben von Rabbi Lau-Lavie über zwei Jahrzehnte. Er wird zum Dragqueen-Rebellen, zum queeren Bio-Papa und zum Sozialunternehmer. Er bewegt sich zwischen Ablehnung und Akzeptanz seines Schicksals.
Die Veranstaltungen sind offen für alle. Sie sind kostenlos. Eine Spende wird empfohlen. Alle Veranstaltungen finden in der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden in der Eisenbahnstraße 1 statt. Die Landeshauptstadt Dresden fördert die Veranstaltungen.
Die Veranstaltungen im Einzelnen
Freitag, 6. Februar, 19.30 bis 22.30 Uhr: Kabbalat Schabbat und Kiddusch
„The Sabbath Queen’s Friendly Feast“: Rav Lau-Lavie und Rabbi Akiva Weingarten leiten gemeinsam den Gottesdienst. Danach folgt ein Essen. Die Werte des Schabbats werden gefeiert. Rav Lau-Lavie leitet das Essen. Es gibt eine rituelle und poetische Pause. Die Teilnehmenden singen und lernen. Sie denken über die vergangene Woche nach. Sie sammeln Energie aus der Gemeinschaft.
Sonnabend, 7. Februar, 10.30 bis 13.30 Uhr: Shacharit-Gottesdienst und Kiddusch
„Sabbath SoulSpa“: Rabbi Lau-Lavie leitet einen meditativen und interaktiven Besinnungskreis für Körper und Seele. Er ist von der jüdischen Sabbat-Liturgie inspiriert. Der Kreis bietet Heilung und Hoffnung für eine mitfühlendere und friedlichere Welt.
Sonntag, 8. Februar, 16 bis 17.30 Uhr: Forum
Rabbi Amichai Lau-Lavie trifft sich mit lokalen Aktivisten aus der queeren, jüdischen und antifaschistischen Gemeinde. Sie diskutieren über die Notwendigkeit eines persönlichen Dialogs in Zeiten von Konflikten und Spaltung. Er vermittelt die jüdische Perspektive auf moralische Wiedergutmachung und Resilienz.
Sonntag, 8. Februar, 17.30 bis 19.30 Uhr: Filmvorführung „Sabbath Queen“
Rabbi Amichai Lau-Lavie ist bei der Vorführung anwesend. Sandi Dubowski hat den Film über 21 Jahre hinweg gedreht. Der Film folgt Rabbi Amichai Lau-Lavie auf seiner Reise als Erbe von 38 Generationen orthodoxer Rabbiner. Der Film stammt aus den USA und wurde 2024 produziert. Die Sprachen sind Englisch, Hebräisch und Jiddisch mit englischen Untertiteln. Der Film hat mehrere Auszeichnungen erhalten. Die New York Times wählte ihn zur „Critics‘ Choice“. Das Tribeca Festival nahm ihn in die „Official Selection“ auf. Beim DOK-Leipzig gewann er 2024 den Publikumswettbewerb.Rabbi Amichai Lau-Lavie besucht die Dresdner Neustadt





















