Die Freie Alternativschule Dresden präsentiert am Dienstag, den 27. Januar 2026, den Film „Das schweigende Klassenzimmer“. Die Vorstellung beginnt um 17.30 Uhr in der Schauburg. Der Eintritt ist frei.

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte von DDR-Jugendlichen in den 1950er-Jahren. Er erzählt, wie Schule, Mut und Zusammenhalt in einer besonderen historischen Situation erlebt wurden.
Im Herbst 1956 strebten die Ungarn danach, den Warschauer Pakt zu verlassen. Die Sowjetunion reagierte hart und schnell. Die Menschen in der DDR empfanden diese Machtdemonstration besonders schmerzhaft.
Die Schüler einer brandenburgischen Abiturklasse sitzen aus Empörung und Unverständnis schweigend im Unterricht. Diese Solidaritätsbekundung wird schnell zu einem folgenschweren Politikum. Theo und Kurt stehen noch unter dem Eindruck der Wochenschaubilder aus Budapest. Sie sahen diese in einem Westberliner Kino. Sie probieren die Idee der Schweigeminute mit ihren Klassenkameraden aus.
Die Aktion lockt den Volksbildungsminister persönlich in ihre Schule. Die Schüler setzen sogar ihr Abitur aufs Spiel. Der Minister droht ihnen und will sie zur Preisgabe der Rädelsführer zwingen. Die Enttäuschung lässt die Schüler weiter schweigen. Ihr Zusammenhalt gerät unter Beschuss. In nahezu jedem Elternhaus fehlt die Rückendeckung.
Tags werden sie in der Schule verhört. Abends werden sie daheim von den Eltern zusammengestaucht. Ihre Hoffnung auf ein glimpfliches Ende schwindet. Wenn sie wirklich vom Abitur ausgeschlossen werden, stellt sich die Frage: Wie soll es für sie in diesem Land weitergehen?
Lars Kraume inszeniert ein spannendes Kapitel deutscher Geschichte. Er verarbeitet dabei die Erinnerungen des heute 78-jährigen Dietrich Garstka. Der pensionierte Lehrer und einstige Schüler der Kurt-Steffelbauer-Oberschule in Storkow bestaunte die Premiere seiner deutsch-deutschen Geschichte auf der Berlinale 2018.
Eintritt frei
Die Veranstaltung ist öffentlich. Die Freie Alternativschule empfiehlt einen Drei-Generationen-Kinoausflug. Es ist eine Gelegenheit, generationsübergreifend ins Gespräch zu kommen. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Ein Trailer ist auf Youtube zu sehen.



















