Großes Gedränge am Mittwochvormittag in der Kuppelhalle der Sächischen Staatskanzlei in Dresden. Rund 350 Sternsingerinnen und Sternsinger waren zu Gast. Die Kinder kommen aus den Bistümern Dresden-Meißen und Görlitz und gehören zur Sternsingergruppe der Pfarrei „Heilige Mutter Teresa“ aus Chemnitz.

Die diesjährige Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Ziel ist es, auf die Lebenssituation von Kindern aufmerksam zu machen, die unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen.
Der Empfang begann um 11 Uhr. Nach der Begrüßung durch die Ministerinnen Regina Kraushaar (Infrastruktur und Landesentwicklung), Constanze Geiert (Justiz) und Barbara Klepsch (Kultur und Tourismus) stellten die Kinder das aktuelle Motto vor. Ins Licht gerückt wurde insbesondere das Schicksal eines jungen Mädchens aus Bangladesh, das mit Hilfe der Sammlungen der Sternensinger nun zur Schule gehen kann. Es folgten eine Lesung des biblischen Leittextes, ein Segenslied sowie die Segnung der Staatskanzlei. Teil des Programms sind auch die Einführung zum Vater Unser und die Segnung des Hauses.

Staatsministerin Kraushaar dankte den Kindern und Jugendlichen für ihren Einsatz. Sie sagte: „Ihr seid ein Segen und ein großes Vorbild, weil ihr zeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen.“ Zudem äußerte sie den Wunsch nach einem guten Ergebnis der Spendensammlung. Im Anschluss an den Empfang in der Staatskanzlei besuchten kleinere Sternsingergruppen weitere sächsische Ministerien.
Die Aktion Dreikönigssingen wurde 1959 ins Leben gerufen. Sie gilt heute als größte Solidaritätsaktion weltweit, bei der sich Kinder für Kinder engagieren. Beim Sternsingen ziehen Gruppen, meist Kinder, in der Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar durch Gemeinden. Sie bringen Segen an Türen an, singen, sprechen Segenssprüche und sammeln Spenden. Dabei sind sie dem als die heiligen drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar ) verkleidet. Der Brauch des Sternsingens ist seit dem 16. Jahrhundert belegt. In Sachsen haben die Sternsingerinnen und Sternsinger im vergangenen Jahr knapp eine halbe Million Euro an Spenden gesammelt.
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