Ausverkauf im Marineblau

Ausverkauf im Marineblau
Ausverkauf im Marineblau
Jetzt brummt es im „Marineblau“ auf der Alaunstraße. Denn mein Lieblings-Männer-Mode-Laden macht leider demnächst zu und kündigt das mit großen Ausverkaufs-Schildern an. „Jetzt haben wir die Umsätze, die wir uns vor einem halben Jahr gewünscht hätten“, sagt Betreiber Felix Hüttig. Auf meine Frage, wo ich mir denn nun künftig eine Hose kaufen soll, höre ich ihn am Telefon nur mit den Schultern zucken. Schade. Einen Nachmieter gibt es wohl auch schon, ein Tapas-Imbiss sei geplant, erzählt Hüttig. Der genaue Termin steht aber noch nicht fest. Er wird sich jetzt wieder auf Damen-Mode im Lindegruen und im Xanadu konzentrieren.

9 Kommentare zu “Ausverkauf im Marineblau

  1. nirgends machen läden so schnell wieder zu, wie in der neustadt..
    muss schon sagen, die neustädter sind einfach eine sehr eigenartige – also wortwörtlich eigene art von konsumenten.
    wenn ich mir dann aber auch solche läden angucke, wie den gummibärchenladen auf der rothenburger(?) oder die am samstag eröffnete patisserie auf der kamenzer, wundere ich mich, mit was die leute hier versuchen geld zu machen. man sollte das publikum schon kennen, welches man seine kunden nennen möchte. und solche läden machen meist nach 1 1/2 jahren schlapp. traurig aber wahr :-(

  2. @fräulein meier höchstpersönlich:

    Ich dachte auch zunächst: „Gummibärchen, die gibt’s doch auch im N***o & Co., wrum soll man für so einen schnickschnack Geld ausgeben“. Aber ich könnte mir vorstellen, dass z. B. Touristen beim Neustadtbummel, die noch ein Mitbringsel suchen, hier fündig werden. Oder Kinder so etwas liebend gern verschenken/geschenkt bekommen. Es macht jedenfalls mehr her, als eine schnöde Tüte H****o.

    Bei der Patisserie sehe ich nun gar keine Schwierigkeiten. Bis vor wenigen Jahren gab es kein Café im herkömmlichen Sinn, das sich auf hauseigenes Gebäck spezialisiert hatte. Die Blechkuchen der diversen Bäckerfilialen hat man doch schnell durch (und über). (Bitte von Shitstorms à la „Wie kannst Du es wagen, den Pflaumenkuchen vom Bäcker XYZ so zu dissen!“ abzusehen.)

    Zum Glück wurde diese Lücke inzwischen durch die fleißigen KuchenbäckerInnen in Etablissements wie dem England, England oder dem tanteleuk und vielen anderen Cafés geschlossen. Ganz klar, die Neustädter haben einen süßen Zahn, und insofern sollte die Patisserie ihr Auskommen finden.

    Dass Klamottenläden es in der Neustadt schwer hben, überrascht mich viel weniger. Guten Kuchen bestellt man sich eben nicht mal schnell im Internet, ’ne Jeans schon.

  3. Ich vermute mal, dass die Neustädter nur einen (kleinen?) Teil der Kundschaft in den Bekeleidungsläden ausmachen, beim Bäcker und Naschwerk sieht das sicher etwas anders aus.
    Trotzdem schade, dass sich so ein Laden nicht halten kann, etwas mehr Vielfalt wäre in der Neustadt schon nicht schlecht.
    Da hätte ich wohl auch mal was kaufen sollen, habs mir schon lange vorgenommen – zu spät :-(

  4. @Muyserin und @fräulein meier höchstpersönlich: Meines Erachtens macht der Gummitier-Laden den größten Teils seines Umsatzes im Versand. Dies ist meiner Meinung nach auch eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes Geschäft, zumindest wenn man versandgeeignete Produkte anbietet.

  5. Wenn der „Neustädter“ so offen für Neues wäre wie Ihn Außenstehende halten könnte so mancher Laden noch da sein. Vom erst einmal ein Jahr vorbei gehen kann keiner die Horrormieten erwirtschaften.

  6. ja gut, das mit dem Versand wusste ich nicht und macht dann auch Sinn. Ist auch nicht dumm.
    Denke aber dennoch, dass es schwer ist in der Neustadt einen Laden zu öffnen.
    Und der Patisserie gebe ich trotzdem nicht viel Zeit. So Leid es mir tut, aber soetwas hätte einfach mehr Chancen (und wahrscheinlich auch durchaus gute) in der Altstadt.
    An der Ecke nie und nimmer. Aber dennoch wünsche ich ihnen, dass ich Unrecht habe. Immerhin reden wir drüber, das ist ja schonmal was ;-)

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