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Krimtataren und Transnistrien

Am Freitag um 20 Uhr wird in der Galerie „Neuropa“ auf der Bautzner Straße eine Ausstellung mit Werken des moldauischen Fotografen Ramin Mazur eröffnet.

Mazur vermittelt mit seinen Fotografien vom Leben der Krimtataren einerseits Gefühl der Suche nach Identität unter Fremdherrschaft, andererseits spürt er in seiner Serien „Am linken Ufer“ in Transnistrien seinen eigenen Wurzeln nach.

Frauen versammelten sich in der Nähe der Moschee des Bezirks 6 von Bachtschissaraj. Krim; aus der Serie "Ausdehnung" Foto: Ramin Mazur
Frauen versammelten sich in der Nähe der Moschee des Bezirks 6 von Bachtschissaraj. Krim; aus der Serie „Ausdehnung“ Foto: Ramin Mazur

In einer Zeit der Nachrichtenflut bietet der moldauische Fotograf Ramin Mazur einen ruhigen Blick in den Alltag europäischer Regionen, die sonst ungesehen blieben. „Er konzentriert sich auf die Ruhe nach dem politischen Sturm“, beschreibt der Kurator Matthias Schuhmann. Seine Bilder zeigen das Innehalten, das Durchatmen. „Er visualisiert die leisen eher unspektakulären Töne, die aber das Leben in diesen eingefrorenen Konfliktzonen oft treffender beschreiben als eine dramatisch zugespitzte Berichterstattung“, so Schuhmann.

Mazur porträtiert Regionen, welche durch politische Ausnahmezustände und dem damit verbundenen Identitätsverlust geprägt sind. Ihm geht es nicht um klare Antworten, sondern ein Gefühl für das Leben vor Ort zu vermitteln.

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Die Ausstellung zeigt zwei Serien

„Am linken Ufer“ entstand nach einer Rückkehr des Fotografen in seine Heimatstadt Rybnitza in Transnistrien, ein durch russische Unterstützung de facto unabhängiger Teil der Republik Moldau. Er wollte ursprünglich das geteilte Land und die Suche nach der Identität der Menschen darstellen. Dabei wurde ihm bewusst, dass er zuerst nur an der Oberfläche kratzte. Er beschloss öfter in seine Heimat zu fahren. Den Alltag der Menschen zu dokumentieren, die dort geblieben sind, Erinnerung an seine Kindheit wiederzufinden und ein Gefühl für den Ort zu bekommen, welcher auch bedingt durch die politische Situation mit einer starken Abwanderung zu kämpfen hat.

Für „Ausdehnung“ reiste Ramin Mazur 2014 wenige Wochen nach der russischen Annexion mehrmals auf die Krim, um ein Gefühl für die Stimmung auf der Halbinsel zu bekommen. Dabei galt seine besondere Aufmerksamkeit den Krimtataren, deren Kultur nicht nur seit Jahrhunderten das Leben auf der Krim geprägt hat, sondern welche ihnen auch immer wieder durch Fremdherrschaften streitig gemacht wurde.

Alexander starrt auf eine Brücke über den Fluss Dniester. Ribnita, Region Transnistrien, Republik Moldau; aus der Serie "Am linken Ufer" Foto: Ramin Mazur
Alexander starrt auf eine Brücke über den Fluss Dniester. Ribnita, Region Transnistrien, Republik Moldau; aus der Serie „Am linken Ufer“ Foto: Ramin Mazur

Ramin Mazur ist ein Dokumentarfotograf. Er verbindet einen klassischen Ansatz mit neuen Formen der Bildsprache in der Kunst der Fotografie. Ramin Mazur lebt und arbeitet als Fotograf in Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau. Er studierte u.a. in Chisinau und New York, ist bereits mehrfach ausgestellt worden und realisiert immer wieder eigene dokumentarische Langzeitprojekte.

Die Galerie „Neuropa“ präsentiert fotografische Themen und Fotograf*innen aus Mittel- und Osteuropa. Sie ist ein Projekt des Vereins „Kultur Aktiv“.

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Ramin Mazur – Am linken Ufer / Ausdehnung

  • Fotografie aus Transnistrien und von der Krim
  • Galerie „Neuropa“, Bautzner Straße 49, Dresden
  • 18. November 2022 bis 15. Februar 2023, Montag bis Freitag: 10 bis 16 Uhr
  • Vernissage: Freitag, 18. November 2022, 20 Uhr
  • www.kulturaktiv.org
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