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Nach SEK-Einsatz im Hecht: Ermittlungen dauern an

Am Nachmittag und Abend des 19. Oktober hatte ein Großeinsatz der Polizei die Anwohner*innen des Dresdner Hecht-Viertels und vor allem der Rudolf-Leonhard-Straße in Atem gehalten. Ein junger Mann hatte mit einer Schreckschusspistole herumgefuchtelt, später mit einer Anscheinswaffe, die einer Maschinenpistole zum Verwechseln ähnlich sah. Die Polizei hatte die Straße abgeriegelt. Kurz vor Mitternacht brach in der Wohnung des Mannes ein Feuer aus, die Polizei stürmte die Wohnung. Der 26-Jährige konnte jedoch nur noch tot geborgen werden.

Spezialeinsatzkommando auf der Rudolf-Leonhard-Straße - Foto: xcitepress
Spezialeinsatzkommando auf der Rudolf-Leonhard-Straße – Foto: xcitepress

Mehr als eine Woche nach dem Einsatz ist noch vieles unklar. Polizeisprecher Marko Laske sagt gegenüber dem Neustadt-Geflüster, dass zu einem möglichen Motiv die Ermittlungen noch andauern. Der Mann sei mit hoher Wahrscheinlichkeit an einer Rauchgasvergiftung gestorben. Während des Einsatzes hatten Verhandlungsspezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) den Kontakt zu dem Mann aufnehmen können. Laut Laske war die Kontaktaufnahme jedoch nicht zielführend.

Ob der Mann zu der Zeit unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, ist bislang noch nicht ermittelt. Laske: „Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.“ Ebenso dauern die Ermittlungen zu den Verletzungen des Mannes an. Augenzeugen hatten beobachtet, dass er sich im Laufe des Nachmittags selbst verletzt und später auch bandagiert hatte.

Im Einsatz waren an dem Tag mehr als 140 Polizeibeamte, darunter auch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen, dazu noch 60 Feuerwehrleute. Beim Einsatz sind sechs Polizisten durch das Einatmen von Brandrauch verletzt worden. „Meines Kenntnisstandes nach, befinden sich alle auf dem Weg der Besserung“, sagt Laske. Details liegen ihm jedoch nicht vor.

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2 Ergänzungen

  1. Ich komme immer noch nicht klar mit der Anzahl der Polizisten und Feuerwehrsoldaten, die sich einen halben Tag die Beine in den Bauch gestanden haben. Der Amokläufer hat nur eine Schreckschusspistole, aber die MP soll dann echt sein? Bei soviel Effizienz der Polizei muss ich an Uvalde denken. Zum Glück ist nicht das Haus abgebrannt…

  2. @Daniel
    Im Nachgang ist es immer leicht, die Sachlage anders einzuschätzen, als konkret vor Ort in der Situation. Wäre sofort gestürmt worden, wäre es Ausdruck staatlicher Gewalt und Überreaktion. Wäre es nicht ernst genommen worden und andere wären zu Schaden gekommen, wäre es das Versagen der Einsatzkräfte gewesen. „Feuerwehrsoldaten“ konnte ich nicht sehen, dass jedoch die Feuerwehr vor Ort war, kann ich jedenfalls nicht kritisieren.
    Ich habe den Eindruck die Polizei hat hier die richtigen Entscheidungen getroffen, verschiedene Teams in Einsatzbereitschaft zu haben, da bleibt es nicht aus, dass nicht alle zur gleichen Zeit agieren. Lieber so, als anders.
    Die Motivation des Täters würde mich im Nachgang interessieren, war es Psycho, Rausch oder was?

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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