Kunsthof im Wandel

Schluss: keine Bücher mehr.
Schluss: keine Bücher mehr.
Die Buchhandlung im Kunsthof ist zu. Offenbar hat auch der Umzug in den kleineren Laden nichts genützt. Aus gut informierten Kreisen war zu erfahren, dass Angela Reitz demnächst in den Räumen ihre Keramikwerkstatt „Poterie AnReitz“ eröffnen will. Sie residiert schon im Kunsthof, bislang jedoch noch nicht ebenerdig.
Das große Rauschen?
Das große Rauschen?
Etwas unklarer ist die Gerüchteküche bezüglich des kleinen Lädchens in der Passage. Früher war hier mal momoki drin. Der Kinder-Zubehör-Spezialist ist vor einer Weile auf die Görlitzer Straße umgezogen (Neustadt-Geflüster vom 25. Mai 2012). Nun soll, so die Nachbarn, ein Teeladen einziehen. Aber was hat das mit dem Rauschen auf sich? In den Räumen drinnen steht ein Fernseher, der die 25. Folge von „Kampf der Grieskörner“ zeigt. Na, im Oktober soll jedenfalls eröffnet werden. Es bleibt spannend.

8 Kommentare zu “Kunsthof im Wandel

  1. Tja, das gute alte Buch ist eben immer weniger gefragt. Leider. Und solange schon ein Nachfolger für den Laden gefunden ist, es also keine leeren Schaufenster im Touri-Magnet der Neustadt gibt, ist doch eigentlich auch alles in Ordnung…

  2. Ehrlich gesagt fand ich den Buchhändler nicht sonderlich freundlich oder aufgeschlossen gegenüber hereinspatzierenden oder Fragen stellenden Buchneugierigen. Ein Buchhändler sollte auch über Bücher reden können. Erstaunlich, dass er dann doch so lange da war..es gibt wirklich bessere Bücherläden in der Neustadt! (trotzdem wünsch ich ihm alles Gute!)

  3. Es ist wohl weniger ein NICHTSCHWINDENDES Interesse an LeserInnen ursächlich, denn auch mich hat der indignierte Mensch vergrault und ich habe dort eine wirkliche Leidenschaft für Bücher UND Menschen vermisst.
    Und für ein „Original“ war er wiederum nicht kauzig genug.
    Es gibt vielerlei Möglichkeiten auf dem riesig-individuellen Buchmarkt, das Interesse durch phantasievolle Aktionen zu wecken und zu erhalten.
    Dresden hat dankenswerterweise viele kleine, löblich-beste Gegenbeispiele!
    Ich werde nur leider nie allumfassend Buch-Geld unterstützend zur Verfügung haben und eine private Tausch-Bibliothek wäre möglicherweise existenzbedrohend für die Händler, statt alternativ..(wenn auch resourcenschonend).

  4. @notenlegastheniker: Wenn Du nicht helfend in die Buchbranchenunterstützung eingreifend tätig werden kannst, wer soll dann die verantwortungsvoll-obsessive, vom Pöbel wenig Dank einbringende Arbeit auf sich nehmen? Wohin mit all dem mäanderndem Deutsch, gefrorenem Brokkoli gleich in der Druckereien Lagerhallen glänzend?

  5. @Peter Macheli
    …a-l-l-u-m-f-a-s-s-e-n-d…“schrub“ ich. ;-)
    Die buchhungrige Unterstützung sprengt regelmäßig mein monetäres Budget.
    Links,-und rechtselbisch unterstütze ich wechselwirksam rege reihum die kleinnen, großartigen BuchhändlerInnen.
    Auch wundersam-literarisches Gemüse ist dort vergnüglich zu ernten.
    Zumal mir als Kind die Literatur prägend die Seele und wohl auch den Leib rettete.
    Doch Eltern-Kind-Verstörungs-Literatur à la „Körper-Sensibilisierung mit Kartoffelmus. Gönnen Sie ihrem Kind das lauwarme Brei-Sitzen.“, wirkt bisweilen beängstigend ernsthaft als ur-komisch.
    In diesm Fall sollte zum Kinds-Schutz für mancherlei Elternschlag statt Literatur ein satirisch-esoterisches Kabarett zum Eltern-Führerschein angeboten werden. ;-)

  6. Ich fand den Buchladen im Kunsthof sehr angenehm auch, weil es dort möglich war, in Ruhe zu stöbern – dazu brauche ich in der Regel keine Hilfe und kein Schwätzchen. Kurz: Ich fand die Atmosphäre dort immer angenehm und finde es schade, dass er nun zumacht.

  7. @ claudia: von Schwätzchen ist keine Rede gewesen, ganz im Gegenteil. Ein Buchhändler hat einfach Kennerschaft und Liebe zum Buch, wenn das nicht aus ihm heraussprudelt, dann kann er auch würste verkaufen, weist Du? ;)

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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