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Laufen gegen Depression: Dresdner Bündnis engagiert sich für den Kampf gegen psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen haben in Deutschland binnen der letzten zehn Jahre stark zugenommen. Häufig ausgelöst durch Stress, Unzufriedenheit oder in Kombination mit einem körperlichen Mangel kann eine Depression vorübergehend sein oder sich über einen längeren Zeitraum hinwegziehen. Ein Großteil der depressiven Menschen schafft es ohne Hilfe von außen eher selten allein wieder in die Welt der positiven Gefühle. Das Dresdner Bündnis gegen Depression macht sich in seiner Region stark, bietet Betroffenen Unterstützung und schafft in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit für das Thema.

Hohe Zahlen in der Schattenwelt

Laut offiziellen Berichten der Gesundheitsforschung beträgt die Anzahl der Menschen, die weltweit unter Depressionen leidet, derzeit bei etwa 350 Millionen. Das sind mehr als viermal so viele Menschen, die in Deutschland leben. In Deutschland selbst sind derzeit rund fünf Millionen Erkrankungen bekannt, eine Zahl, die seit der letzten Jahre stetig zunimmt. Experten sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal im Leben an einer starken Depression zu leiden, bei 16 bis 20 Prozent liegt. Umso wichtiger ist es deshalb, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen, um kritischen Zuständen vorzubeugen und zu wissen, wie man Betroffenen helfen kann.

Depressionen nicht ignorieren - Foto: Pixabay
Depressionen nicht ignorieren – Foto: PDPics,Pixabay

Eine Depression oder andere psychische Erkrankungen sind absolut nicht zu ignorieren. Immerhin sind diese vermehrt auch Grund für eine frühzeitige Berufsunfähigkeit. Nachweislich sind über drei Millionen Menschen von insgesamt 11,5 Millionen Berufsunfähigen aufgrund einer psychischen Krankheit nicht mehr in der Lage, einem normalen Arbeitsalltag nachzukommen. Das bedeutet, dass man keineswegs wegsehen sollte, wenn beim Gegenüber depressive Symptome auftreten.

Jährliche Veranstaltung: Laufen gegen Depression

Zwölf Aktionstage hat das Dresdner Bündnis unter dem Namen „Lauf gegen Depression“ bereits veranstaltet. An diesen Tagen finden nicht nur Vorträge und Diskussionen rund um die Themen Depression und Ängste statt, auch einen mehrstündigen Lauf. Mit diesen Aktionen soll hauptsächlich die Aufmerksamkeit zum Thema verstärkt werden. So werden nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige und alle anderen, die sich dafür interessieren, eingeladen. Normalerweise findet die Veranstaltung einmal im Jahr statt.

Laufen kann glücklich machen - Foto: Pexels.com
Laufen kann glücklich machen – Foto: Pexels.com

Abgesehen davon, die Aufmerksamkeit auf psychische Erkrankungen zu lenken, soll das gemeinsame Laufen Betroffenen natürlich auch helfen. Bewegung ist etwas, das sich in der Behandlung psychischer Krankheiten als sehr erfolgreich erwiesen hat, weshalb auch immer häufiger sogenannte Lauftherapien bzw. Bewegungstherapien in Anspruch genommen werden.

Weitere Angebote vom Dresdner Bündnis

Das Dresdner Bündnis gegen Depression verfolgt das Ziel, die Situation von Betroffenen zu verbessern, indem Aktivitäten angeboten und ein soziales Umfeld in der Region geschaffen wird. Darüber hinaus setzt sich der Verein aber auch grundsätzlich für das Thema und ein steigendes Bewusstsein für dieses ein. So werden zum Beispiel viele verschiedene Vorträge und Workshops angeboten, darunter mit den Themen „Depression aus Sicht von Betroffenen und Angehörigen“ und „Behandlungsansatz bei chronischer Depression“.

In enger Zusammenarbeit und Kooperation mit Vereinen aus anderen Regionen werden auch Fortbildungen für Ärzte und Psychotherapeuten gefördert und regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt. Selbstverständlich findet man auf der Seite vom Dresdner Bündnis gegen Depressionen auch viele Möglichkeiten zur Selbsthilfe und wichtige Adressen für weiterführende Unterstützung. Ein Verein, der für die Zukunft und die Gesundheit unserer Mitbürger unwahrscheinlich wichtig ist und große Hilfe leistet!

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