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Verschärfte Corona-Regeln ab Montag

Ohne das Wort Lockdown zu verwenden, hat die sächsische Regierung heute Abend starke Einschränkungen ab Montag, dem 22. November verkündet. Das Ziel: Kontakte minimieren, um die Lage in den Krankenhäusern beherrschbar zu halten.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei der Kabinets-Pressekonferenz - Foto: Tino Plunert
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei der Kabinets-Pressekonferenz – Foto: Tino Plunert

Folgende Maßnahmen wurden in der Pressekonferenz verkündet, kleinere Details können sich noch ändern. Die entsprechende Corona-Schutz-Verordnung wird im Laufe des Wochenendes veröffentlicht.

  • Handel nur mit 2G, Ausnahme Grundversorgung 1
  • Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen
  • Gastronomie mit 2G und Öffnungszeiten von 6 bis 20 Uhr
  • Ausschank und Alkoholkonsum verboten in der Öffentlichkeit
  • Weihnachtsmärkte werden abgesagt
  • Hotelübernachtungen nur für Dienstreisen
  • Demonstrationen bzw. Versammlungen dürfen nur stationär stattfinden mit maximal zehn Personen
  • Absage Sportveranstaltungen, Sporteinrichtungen (z.B. Schwimmhallen) werden geschlossen
  • Verbot von körpernahen Dienstleistungen, Ausnahme medizinisch notwendig, Ausnahme Friseur mit 2G
  • Kitas und Schulen bleiben offen, Freizeitangebote für Kinder bis 16 Jahre sollen weiterhin stattfinden
  • Absage von Weiterbildungen, Tanz- und Musikschulen
  • Kirchenbesuche sind mit 3G möglich
  • 3G am Arbeitsplatz
  • Ausgangsbeschränkung zwischen 22 und 6 Uhr in Hotspots mit einer Inzidenz von 1.000 und mehr: Dann darf man nur mit 2G bzw. triftigem Grund raus.
  • Kontakte: Es gilt weiterhin die Regel der Überlastungsstufe, es darf sich ein Haushalt mit einer Person treffen, Geimpfte bzw. Genesene werden nicht mitgezählt

1 Zur Grundversorgung zählen laut der Ansage der Gesundheitsministerin Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Getränkemärkte, Tierbedarf, Optiker, orthopädische Schuhmacher, Sanitätshandel, Babyfachgeschäfte, Hörgeräte-Akustiker, Großhandel, Zeitungsverkäufer, Tankstellen. Möglicherweise wird in der schriftlichen Verordnung da noch einmal nachjustiert.

Die von der Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) verkündeten Maßnahmen zum Nachhören auf Youtube.

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Erste Reaktionen

Auf Instagram erklären die Veranstalter des Augustusmarktes auf der Hauptstraße, Holger Zastrow und Matteo Böhme, dass sie erschüttert und entsetzt von der Entscheidung der Landesregierung sind. Dies sei ein noch nie dagewesener Vertrauensbruch und gefährde die Existenz des Weihnachtslandes Sachsen.

Augustusmarkt ist abgesagt
Augustusmarkt ist abgesagt

Das Thalia-Kino postet, ebenfalls auf Instagram, „Cut. Dicht. Ab Montag. Wir kommen wieder, keine Frage…“. Das Madness sagt per Facebook: „Na vielen Dank…“ und verlinkt auf den Song von The Specials – „Ghost Town„.

Die Pressesprecherin des Staatsschauspiels hatte schon heute Nachmittag mitgeteilt, dass die Theater den Spielbetrieb einstellen. „Die unüberschaubare Infektionslage, die momentan alle Teile der Bevölkerung bedroht, zwingt uns, den Spielbetrieb vorübergehend einzustellen. Bereits gekaufte Karten für die entfallenden Veranstaltungen werden durch den jeweiligen Besucherservice erstattet.

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16 Ergänzungen

  1. Die Kirchen bleiben weiter geöffnet, dort geht 3 G … so, so, warum gibt es dafür schon wieder eine Ausnahme, während alle anderen öffentlichen Veranstaltungen dicht machen müssen?
    Und Schulen, Kitas, Kindertagespflegeeinrichtungen weiter ohne Regelung?
    Bei dem Namen Petra Köpping stellen sich mittlerweile die Haare auf!

  2. „Ausgangsbeschränkung zwischen 22 und 6 Uhr nur 2G in Hotspots mit einer Inzidenz von 1.000 und mehr“

    Heißt das, die Ausgangsbeschränkung gilt nur für Ungeimpfte und nur in den Hotspots?

  3. Die einzig richtige Entscheidung. Wie absurd die Idee Weihnachtsmärkte offen zu lassen bei so hohen Coronawerten!

  4. Lt. Impfdashboard sind 57,7 % in Sachsen komplett geimpft (dabei sind Auffrischungsimpfungen nicht berücksichtigt). Weiß jemand, wie hoch hätte dieser Wert theoretisch sein können, wenn man die ausklammert, die lt. Stiko oder aus ärztlichen Gründen nicht geimpft werden können? Meine Schätzung wäre > 90%, stimmt das in etwa?

  5. @Anton Launer

    Du findest „in Hotspots mit einer Inzidenz von 1.000 und mehr nur nich 2G und triftige Gründe“ genauer formuliert? :)

  6. Hat Zastrow echt „Weihnachtsland Sachsen“ gesagt? Ich texte eher „Wir können alles außer Solidarität.“

  7. Das die Weihnachtsmärkte abgesagt werden, ist aus Coronasicht schon ok. Das hätte doch nie geklappt mit Abstand halten.
    Das die Händler sauer sind, verstehe ich aber auch. Erst wurde versichert, das die Weihnachtsmärkte stattfinden. Nachdem Personal organisiert, Material eingekauft und die Buden aufgebaut sind, wird 2 Tage vor der Eröffnung alles wieder abgeblasen. Wer zahlt das denn?
    Und ob z.B. die Museen nun wirklich Pandemietreiber sind? Vielleicht hätte da 2G+ auch gereicht?
    Man kann jetzt nur Boostern und wenn man damit durch ist, alles laufen lassen. Entweder mit vorheriger Impfpflicht oder ohne. Sonst nimmt das nie ein Ende.

  8. War klar, dass sie die Schuldigen bei der Regierung, nicht aber bei denen suchen, denen wir diese hohe Inzidenz und Hospitalisierung zu verdanken haben.

  9. In seiner Hofewiese ist der Biergarten uneingeschränkt, da gilt weder 3G oder 2G, weil man da viel Platz hat. Steht so auf der Website. Hoffen wir mal, dass dort niemand anstehen muss oder Leute sich treffen und unterhalten. Was da dann mit Abstand und Maske wird, kann man vorhersehen. Mit Maske trinkt da bestimmt niemand seinen Glühwein. Ist dann nicht viel anders als auf einem Weihnachtsmarkt. Heißt nur anders.

  10. @Daniel: Unglücklich von mir formuliert, gemeint sind da Altersgruppen, die von der Stiko keine Impfempfehlung bekommen. Also glaube vorwiegend sehr sehr junge Menschen. Bin mir da gerade nicht sicher, ob bis 12 Jahre oder ob die Grenze jetzt noch niedriger liegt. Und dazu dann noch die, welche aus (plausiblen) medizinischen Gründen nicht geimpft werden sollen. Hätten sich alle anderen impfen lassen, wäre die Situation erheblich entspannter und auch die Weihnachtsmärkte geöffnet. Im Sommer hätte man sich völlig entspannt impfen lassen können, haben aber leider viele Sachsen nicht gemacht und jetzt haben wir das Ergebnis :-(

  11. @ Stefan E.
    Habe mal auf Statistik Sachsen geschaut und nachgerechnet: es sind 10,7% der Sachsen unter 12 Jahre alt (für unter 12-Jährige derzeit keine Impfempfehlung der STIKO – tatsächlich wohl auch kein COVID-Todesfall in der Altersgruppe ohne schwere Vorerkrankung in ganz Dtl.).

  12. @Stefan E.: Deine Frage war leider wirklich unglücklich formuliert. Fakt ist, dass ich im Verwandtenkreis und Bekanntenkreis genug Beispiele habe, für die zwar die Impfempfehlung gilt, aber aus fadenscheinigen Gründen verweigern.

    Dies ist eine Tyrannei der Impfgegner, die die Regierung abstrafen wollen, aber die Gesellschaft treffen.

  13. @Stefan E.

    Übrigens dürfen außer die die wirklich gegen Bestandteile der Impfung allergisch sind! ALLE geimpft werden, dieses „aus ärztlicher Sicht“ nehmen nur viele Verweigerer immer sehr gern als Scheinargument sich nicht impfen zu lassen! Es ist schlicht Unsinn, ich selbst habe eine Autoimunerkrankung und gerade dort wird sogar geraten sich unbedingt impfen zu lassen.

    Das isses ja was ich immer wieder sage, es gibt schlicht und ergreifend nur minimalste Gründe sich nicht impfen zu lassen, alles andere sind billige Ausreden.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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