In den Hof geschaut

Verwilderter Hof in der Alaunstraße
Verwilderter Hof in der Alaunstraße
Maria hat mir ein Foto geschickt. Von einem Hof in der Alaunstraße. Herrlich ursprünglich und verwildert. Mich erinnert das Foto an eine Geschichte, die ich vor gut elf Jahren geschrieben habe: „Von einem traurigen Auto und kühnen Visionen“ – seitdem ist viel passiert, viele Brachflächen sind verschwunden, Höfe werden zugebaut. Umso schöner, wenn es hier und da noch die eine oder andere verwilderte Überraschung gibt.

17 Kommentare zu “In den Hof geschaut

  1. oh wie schön!!! wo issn das??? wir sind seit ein paar wochen hofgucker geworden, weil wir genauso ein kleinod erwerben und im ursprünglichen zustand wieder aufbauen wollen. und dann auch noch auf der alaune, wo wir schon wohnen und eigentlich gar nicht weg wollen! bitte mal melden, maria! DAAAAAAAAAAAAAANKE!

  2. durch deine angestrebte sanierung würde auch dieser innenhof mit seiner speziellen art verschwinden. ich dachte das möchte hier keiner?

  3. der hinterhof von der talstraße 8 ist auch super und total ursprünglich geblieben. wird sogar bewohnt.

  4. eh, da könnte man einen super bubbletea-imbiss reinmachen, mit öko und so, weil ja schön grün und ursprünglich. ich mach‘ mich da mal kundig…

  5. armut ist der beste denkmalschutz, allerdings nur bis alles zusammenfällt. eine gewisse gelassenheit der gebäudealterung gegenüber macht auch aus heute sanierten und bewohnten häusern authentischere orte, meist liegts eher am bewuchs drumrum.

    denkt den baum auf dem schön getroffenen foto weg und alles wirkt nur noch schäbig. seltsame einstellung, solches in lebendig sein wollenden städten toll zu finden.

  6. herrlich wie die Feuchtigkeit in den Wänden das Haus zerstört…
    wie schön verwildert Müll im Hof rumgammelt
    wie ursprünglich man wahrscheinlich ins Aussenklo schei… kann

    war alles so schön füher…seufz..

  7. Was ist gewonnen, wenn dieses pitoreske Kleinod zusammenfällt und abgeräumt wird, weil sich ihm niemand annimmt? Wichtig ist doch, dass sich Leute finden, die es mit Liebe erhalten und sanieren, damit es seinen Charakter behält. Das ist möglich, aber natürtlich NICHT mit Alpina-Baumarktfarbe, billigem Plastefenster und Styroporplatte. Das nur an alle, die wollen, dass der Ort nicht verraten wird. ;)

  8. Würde sofort meine freien Tage zur Erhaltung dieser Kleinen Idylle opfern und mein handwerkliches Können ins rettende Werkeln stecken. Wäre doch mal ein Projekt, welches sich lohnen würde…

  9. Für die Gerüchteküche:

    Das „hübsche Häuschen“ im Hinterhof ist übrigens nicht mehr zu retten. Es steht hinter den denkmalgeschützen Häuschen gegenüber der bunten Ecke (Ecke Böhmische). Der Hinterhof ist tatsächlich sehr hübsch, aber das Haus wie erwähnt abrissreif. Im rechten Vorderhaus waren ne ganze Weile kleine Ateliers zu vermieten.

    In diesem Zusammenhang konnte man erfahren, dass die beiden Häuschen von wohl engagierten Leuten in einer langwierigen und mühsamen Prozedur gekauft wurden. Die Häuser sollen (bei Denkmalschutz gar nicht anders möglich) vorsichtig saniert werden.

  10. @wurschdbrühe: schade, sind alle sehr nett und hilfsbereit untereinander. trifft es als nächstes die kami 25 auch?

  11. Jonk hat Recht, nicht mehr zu retten. Die Vorderhäuser stehen unter Denkmalschutz, stimmt. Die Hofseite wird plattgemacht noch diesen Sommer. Ich wär nicht überrascht wenn dort dann schicke Apartments (mit Tiefgarage, klar) hinkommen, für Leute die in die Neustadt ziehen wollen weil’s hier so schön ist. Nur dass es dann eben nicht mehr so schön ist, ne. Am meisten tut es mir tatsächlich um die Bäume und den Garten Leid, nicht um das Häuschen. Zwei Walnussbäume, zwei Kirschen, ein Birnbaum, Brombeeren, Erdbeeren. Menno.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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