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Corona: 10er-Inzidenz überschritten

Die 7-Tage-Inzidenz des Robert Koch-Instituts (RKI) für Dresden hat heute den fünften Tag in Folge den Wert von 10 überschritten. Damit greifen gemäß der sächsischen Corona-Schutzverordnung ab Sonnabend, dem 31. Juli wieder strengere Schutzmaßnahmen. Nun gilt wieder: Maske auf im Supermarkt.

RKI-Corona-Ampel zeigt für Dresden auf gelb.
RKI-Corona-Ampel zeigt für Dresden auf gelb.

Wie die Dresdner Stadtverwaltung mitteilt, gelten damit ab Sonnabend, 31. Juli 2021, unter anderem wieder folgende Regeln:

  • Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes unter anderem in Geschäften und Märkten, bei Großveranstaltungen außerhalb des eigenen Platzes, in Kraftfahrzeugen (wenn Personen aus unterschiedliche Hausständen mitfahren), für Handwerker und Dienstleister in den Räumlichkeiten der Auftraggeber. Eine Übersicht zur Maskenpflicht stellt der Freistaat Sachsen als PDF bereit.
  • Es greifen wieder Kontaktbeschränkungen. Es dürfen zehn Personen unabhängig von der Zahl der Hausstände zusammenkommen. Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Familien-, Vereins- und Firmenfeiern in Gastronomiebetrieben sind in eigenen oder von Dritten überlassenen voneinander abgetrennten Räumlichkeiten und Freiflächen mit bis zu 50 Personen zulässig. Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Bei Eheschließungen und Beerdigungen sind bis zu 50 Personen zulässig. Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt.
  • In Kulturstätten wie Museen, Kinos, Konzerthäusern oder Theatern sowie bei Sportveranstaltungen gilt wieder Testpflicht, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
  • Genauso gilt wieder die Testpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, unter anderem in Freizeit- und Vergnügungsparks, Indoorspielplätzen, Zirkussen und Spielhallen. Regelungsübersicht zur Testpflicht in Sachsen hier zum Download als PDF.
  • Die Kontakterfassung im Innenbereich der Gastronomie und in Kantinen ist wieder notwendig.
  • Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Volkshochschule können anordnen, dass die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen einen Test erfordert.
  • Der Betrieb von Dampfbädern und Dampfsaunen ist nur mit Hygienekonzept und Kontakterfassung zulässig. Zudem müssen Besucherinnen und Besucher einen tagesaktuellen Test vorweisen.

Wenn der Inzidenzwert wieder unter 10 sinkt und an fünf aufeinander folgenden Tagen den Schwellenwert erreicht oder darunter liegt, gelten dann die erleichternden Maßnahmen ab dem übernächsten Tag. Die nächste Stufe der Verschärfung der Maßnahmen ist aktuell bei 35 erreicht.

Gesundheitsbürgermeisterin: Den Sommer für Impfungen nutzen

Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (Linke) appelliert an die Dresdnerinnen und Dresdener: „Lassen Sie sich impfen! Wir sollten die Sommermonate dafür nutzen, denn jetzt ist genug Impfstoff für alle da. Für viele stehen in den Sommerferien Reisen an, der Herbst rückt näher und die Delta-Variante breitet sich weiter aus. Wir sollten jetzt aktiv werden und auch an die Kinder denken, die nicht durch eine Impfung geschützt werden können.“ So ist es seit kurzem beispielsweise möglich, sich im Dresdner Testzentrum täglich ab 14 Uhr ohne Termin impfen zu lassen. Auch die Stadtverwaltung hat eine Vielzahl von Impfaktionen an unterschiedlichen Orten geplant.

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Das Robert Koch-Institut hat eine Prognose veröffentlicht, nach der über 85 Prozent der Zwölf- bis 59-jährigen Bevölkerung und 90 Prozent der Senioren durch eine Impfung geschützt sein müssen, um das Virus im Herbst kontrollieren zu können. „Wir alle sollten für uns abwägen, was wir wollen: erneut strengere Maßnahmen und Schließungen oder eine Vermeidung dessen. Das Argument vieler, die Skepsis gegenüber der Impfung haben, was die Langzeitfolgen anbelangt, sollten sich auch bewusstmachen, dass wir nicht wissen, was Corona langfristig mit uns macht“, so Kaufmann. „Wir sollten uns durch die niedrigen Fallzahlen nicht in Sicherheit wiegen. In Dresden ist die Delta-Variante mittlerweile die vorherrschende Variante.“

Um sicher durch den Sommer zu kommen, sei es weiterhin wichtig, die Corona-Regeln zu befolgen: Hygiene, Abstand halten, Maske tragen, Zimmer gut lüften und regelmäßige Covid-Tests.

Immer noch Impflücken bei Pflegebedürftigen

Auch wenn viele ältere Menschen ihre Corona-Impfung bereits erhalten haben: Es gibt noch reichlich Impflücken bei Menschen, die zu Hause gepflegt werden. Kommt niemand zum Impfen in die Wohnung, bleiben sie ungeimpft. Durch Vorerkrankungen und Handicaps ist das Risiko nach wie vor hoch, an Corona schwer zu erkranken. Das Argument, dass die Patienten nicht mehr nach draußen können und somit das Ansteckungsrisiko gering sei, ist falsch. Denn das Virus kann unbeabsichtigt in die Häuslichkeit kommen: durch pflegende Angehörige, ambulante Pflegedienste, Einkaufshelfer oder ähnliche unterstützende Personen sowie Besucher und Nachbarn – auch wenn alle geimpft wären.

Der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Frank Bauer plädiert daher dafür: „Angehörige und nahestehende Personen sollten auf die behandelnden Ärzte zugehen, wenn Pflegebedürftige noch nicht geimpft sind. Auch die Wohlfahrtsverbände wie das DRK kann man ins Boot holen. Mobile Impfteams könnten hier helfen.“ Gibt es Schwierigkeiten oder benötigen Angehörige diesbezüglich Hilfe, besteht das Angebot der Sächsischen Landesärztekammer. Der Kontakt kann über die Telefonnummer 0351 8267311 oder die E-Mail-Adresse corona@slaek.de hergestellt werden.

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Corona-Hotline jetzt mit elektronischem Sprachassistenten

Weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Corona-Hotline seit Kurzem am Wochenende keinen Dienst am Telefon mehr haben, wurde ein elektronischer Sprachassistent eingeführt, der auch außerhalb der Sprechzeiten zu den gängigen Themen kurze Antworten geben kann. Dresden gehört mit der Einführung der Spracherkennungssoftware „CovBot“ zu den zwanzig Gesundheitsämtern deutschlandweit, die an diesem Projekt der Charité Berlin teilnehmen.

Dashboard wird nur noch von Montag bis Freitag aktualisiert

Zudem wurde das Corona-Dashboard unter www.dresden.de/Corona letztmalig am Wochenende des 24./25. Juli täglich aktualisiert. Ab sofort meldet das Dresdner Gesundheitsamt nur noch von Montag bis Freitag neue Fallzahlen. Dies gilt auch für die Weiterleitung der Zahlen an die Landesuntersuchungsanstalt. Das geht auf eine geänderte Absprache des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mit den Gesundheitsämtern im Freistaat zurück.

Dresdner Corona-Infos

Ab Sonnabend wieder volle Maskenpflicht im Supermarkt - Foto:  Anna Kovtun, Pixabay
Ab Sonnabend wieder volle Maskenpflicht im Supermarkt – Foto: Anna Kovtun, Pixabay
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