Gestaltungswettbewerb am Bischofsplatz

Zwischen Rudolf-Leonhard- und Hechtstraße ist ein den vergangenen Monaten ein moderner Neubau entstanden. Auf der Freifläche befand sich vorher die Gemeinschaftsgartenanlage „Hechtgrün“, die inzwischen auf die Johann-Meyer-Straße umgezogen ist, außerdem stand auf dem Gelände die Skulptur „Der Hecht“, die nun am benachbarten S-Bahnhof wieder angebracht werden soll. Entsprechende Verhandlungen mit der Bahn befinden sich auf einem guten Weg. Und natürlich, mit dem Neubau ist eine der größten gestalteten Wände im Hechtviertel nicht mehr zu sehen.

Neubau an der Nordseite des Bischofsplatzes
Neubau an der Nordseite des Bischofsplatzes

Den Bauherren, Thomas Stern und Michael Oertel von der Living Corner Immobilien GmbH, ist offenbar bewusst, wie viel Veränderung ihr neues Haus hier bedeutet. Aktuell strahlt es in hellgrau und ocker im Wechsel zu geklinkerten Fassadenteilen. Da geht doch noch was.

Auf Initiative des Architekten Alexander Krug von der HANS GmbH Planungsgesellschaft sollen nun die Flächen hinter den Balkonen künstlerisch gestaltet werden. Dafür wird ein kleiner Ideenwettbewerb ausgelobt. Bauherr und Architekt hoffen, dass sich vor allem lokale Künstler beteiligen.

„Wir wollen nicht zu viel vorgeben“, sagt Krug, aber die Künstler*innen sollen die Gesamtwirkung des Gebäudes mit den Graffiti berücksichtigen. „Ein ästhetischer und inhaltlicher Zusammenhang der gestalteten Flächen ist das Ziel. Daher wollen wir auch nicht jede Etage an unabhängig voneinander arbeitende Teams vergeben.

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Jury soll Entwürfe begutachten

    Zur Gestaltung vorgesehen sind jeweils die gelbraunen Flächen bis zum Fenstersturz. Viermal groß zum Bischofsplatz Breite 3,55 Meter mal Höhe 2,15 Meter; viermal klein zu Rudolf-Leonhard-Straße Breite 1,75, Höhe 2,15 Meter.

Die entsprechenden Künstlerinnen und Künstler können sich mit einer Skizze und einer kurzen Beschreibung des Entwurfss bewerben. Eine Jury wird die Entwürfe dann bewerten und den Preis in Höhe von 2.000 Euro vergeben. Begleitet wird die Umsetzung von der Agentur cromatics, die unter anderem die Wand an der Bautzner Straße gestaltet hat.

Architekt Krug erläutert die Teilnahmebedingungen: „Es sollen alle Felder gestaltet werden. Demnach bitte auch für alle Felder einen Vorschlag machen.“ Außerdem bittet er darum, die geschätzten Materialkosten mit der Wettbewerbsidee mit einzureichen. Die werden dann auf Nachweis erstattet. Für Rückfragen bezüglich des Untergrunds oder der Zugängigkeit der Arbeitsflächen ist per Telefon unter 0351 65286714 erreichbar. Ein Anspruch auf Umsetzung des Siegerentwurfes besteht nicht.

Kunst am Bischofsplatz

  • Wettbewerbsideen an zentrale@hansgmbh.de
  • Einsendeschluss ist der 28. August 2020.

Entwicklung am Bischofsplatz

Neustadt-Geflüster-Leser Jeremias hat diese Bilderreihe von der Baustelle am Bischofsplatz aufgenommen.

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7 Kommentare zu “Gestaltungswettbewerb am Bischofsplatz

  1. Abreißen, neubauen! MMn mit Abstand das hässlichste neue Gebäude in Dresden und dann auch noch an einer so prominenten Stelle. Schade! Da zeigt das 2. neue Haus am Bischofsplatz das mit wenig Aufwand mehr Qualität möglich gewesen wäre. Aber so ist das, wenn eine „Planungsgesellschaft“ Architektur machen möchte. Ist ihnen aber scheinbar selbst aufgefallen, aber das bisschen Graffiti wird das Ganze nicht retten können.

  2. Der Entwurf ist katastrophal, leider lässt das Bauordnungsamt und Stadtplanungsamt solche Desaster durchgehen. Bessere Architekten ranlassen, Wettbewerbe mit Fachjury durchführen !

  3. Der Neubau an der Westseite des Platzes ist in der Tat wesentlich besser. Der mittlere, verklinkerte Teil geht ja noch, wenn auch die Fensterfläche zu groß ist. Aber die Ecke hin zur Rudof-Leonhard wirkt total unruhig und klobig mit diesen Etagen-Vorsprüngen und den sehr merkwürdigen Fenstersprossen. Die andere Ecke mit diesen Fensterbändern wie in den 70er-Jahren ist auch kein Hingucker. Und dann fehlt natürlich ein anständiges Dach. Der andere Neubau hat ein klassisches Dach und wirkt von der Gesamtgestaltung und Proportionen wesentlich ruhiger und stimmiger.

  4. Warum so einen Wettbewerb arrangieren? Wird doch eh bald vom (entfernt, bitte unterlassen Sie Beleidigungen) vollgesprüht.

  5. Ich empfand das Wandbild als eines der interessantesten bzw. coolsten, die wir in DD haben, schade drum. Vielleicht gibts jene Künstler noch, welche es gestaltet hatten. Ich würde begrüßen, wenn es erneut oder ähnlich an einer der doch noch vorhandenen prägnanten Brandwände im Stadtteil wiedererstünde.
    So warten weiter die 4 nackschen Wände am Louisengrün auf Gestaltung (oder Begrünung). UND: Es gibt auch neue Brandwand-Kandidaten, und ich meine nur solche welche als Leerstelle wirken und quasi nach Etwas rufen. Letzte Woche wurden 4 alte Birken gegenüber vom Kami-Netto gefällt, weil wegen Trockenstreß abgestorben. Nun wirkt die zuvor kaum sichtbare breite und weiße Brandwand des Gebäudes mit der „Eibi-Suppenküche“ voll mau in die Kamenzer Straßenschönheit. Geld könnte aus Restmitteln Stadterneuerung oder aus dem Bezirks-Bürgergeld kommen, wenn man denn will.

    P.S. Das mit den Balkon-Nischen ^oben kapier ich nicht, aber seis drum. Die Brüstungen selbst sollen es also nicht sein, also werden es v.a. jene Mieter dann auf ihren Balkonen toll finden müssen, oder wie, nach seis drum.
    Ich hatte bei „Wettbewerb“ ja fast schon an die Gleisgabel gedacht, aber das wäre ja zu relevant, und zu schön um wahr zu sein. Amen.

  6. Also ich finde das Gebäude gar nicht so schlecht. Durch die Kleinteiligkeit der Fassadengestaltung ist hier wenigstens nicht der Eindruck eines großen, kostenoptimierten Neubauklotzes entstanden.

    Das mit der Flächen hinter den Balkonen habe ich auch nicht verstanden (ist damit tatsächlich die gelbbraune Fläche hinter der Balkonbrüstung gemeint und das Graffiti somit direkt auf der Balkonwand des späteren Mieters/Eigentümers?).

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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