Der Hecht ist gefallen…

Noch steht die Skulptur, aber gleich... Foto: Peg Ködel CCBY

Noch steht die Skulptur, aber gleich… Foto: Peg Ködel CCBY

Nächste Woche sollen die Bauarbeiten auf dem ehemaligen „Hechtgrün“ am Bischofsplatz beginnen. Ein neue Haus wird gebaut. Heute Nachmittag haben ein paar Anwohner das Wahrzeichen des Hecht-Viertels gesichert.

... liegt sie im Gras. Foto: Peg Ködel CCBY

… liegt sie im Gras. Foto: Peg Ködel CCBY

„Die Skulptur haben wir 2012 gemacht“, erinnert sich der Musiker Gero Dumrath, der gleich nebenan wohnt. Gemeinsam mit einem Kumpel hat er damals die alten Buchstaben von der Hauswand verwendet. 2011 musste der uralte Werbeschriftzug „Der elegante Meißner Herrenschuh“ weichen. Aus einigen Buchstaben entstand dann „Der Hecht“.

Der Meißner Herrenschuh wurde 2011 entfernt.

Der Meißner Herrenschuh wurde 2011 entfernt.

Seitdem thronte er als Wahrzeichen über dem Gemeinschaftsgarten „Hechtgrün“. Die Gärtner sind schon seit zwei Monaten ein paar Ecken weiter auf die Johann-Meyer-Straße gezogen (Neustadt-Geflüster vom 12. März 2017).

Heute hat Gero nun mit ein paar Helfern die Skulptur gefällt. Wenn alles klappt soll sie morgen auch zum neuen Hechtgrün-Standort gebracht und dort wieder aufgestellt werden.

Danke an Peg Koedel vom Casablanca für Fotos und Video. (cc by)

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20 Kommentare zu “Der Hecht ist gefallen…

  1. nepumuk
    22. April 2017 at 21:11

    Schade, daß man nicht auch das sehr gelungene Wandbild der Leo1 transferieren kann – das wurde ja erst neu erstellt. Nun wirds der Neubau bald wieder verdecken.
    „Der Hecht“ ist m.E. im Neugarten quasi weg aus der Öffentlichkeit. Wäre doch super, den auf dem Bischofsplatz bzw diesem Zwickelplatz am S-Bahn-Haltepunkt unterzubringen, wo der Landi laut kürzlicher Ortsamts-Info ja ohnehin ein „Kunstwerk“ einplante. Nur so als Idee, kann ja noch werden…

  2. Anwohner 161
    23. April 2017 at 11:19

    schöne Sch**ss*! diese Woche schon!?!?!
    ich dachte die Baugenehmigung dauert etwas… na schöner Mist, ich kann mir schon gut vorstellen, wie die ganzen schönen großen Bäume jetz abermals ner architektonisch anspruchslosen rechteckigen Eigentums-Yuppie-Legebatterie weichen müssen, auf solche Nachbarn wie überm Apark oder an der Böhmschen (nach dem mittlerweile üblichen Motto: „Ihr lebt und habt auch noch Spaß? Seid gefälligst ruhig!“) kann ich aber gern verzichten…

    aber wenn wir schon dabei sind, wolln wir nicht gleich noch den gesamten Bischi verpostplatzen? is noch viel zu grün und urwüchsig, einfach ne Schicht Beton drauf und fertsch… *ironie off*

  3. 24. April 2017 at 13:03

    Ich weiss nicht, wer der „Landi“ ist, aber wenn es eine exponierte Stelle am/auf dem S-Bahn-Haltepunkt gibt,
    würde ich mich sehr freuen, wir könnten den „Hecht“ dorthin stellen. Vielleicht kann da jemand die Kontakte miteinander verknüpfen und ein Gespräch anregen.?
    Gero

  4. toto
    24. April 2017 at 13:23

    Was ist denn ein Yuppie :)?

  5. 24. April 2017 at 13:27

    Gute Idee. Ich strecke mal meine Fühler aus.

  6. nepumuk
    24. April 2017 at 16:09

    Genau, OAL André I., der Barthige genannt, lud bekanntlich zur Info. Planer Hr. Schade (und Fr. Mau – schweigsam) vom SPA waren anwesend. V.a. mit dem Amt muß verhandelt werden, der OAL könnte ein gutes Wort hinzutun. Auch Sanierungs“urgestein“ Pieper saß im Saal, dito einbeziehen. Der Landi wird dann automatisch zu seinem Glück getragen, denn auch vor dem Bahngebäude – also quasi auf heutigem Sperrdreieck auf dem Pflaster – war ebenso ein „Kunstwerk“ angedacht. Ich sehe auch noch einen potenziellen Standort 3 auf der Fußwegnase zw. B-Weg und Conrad sowie im Notfall (Nr. 4) irgendwo im Umfeld des Drewaghäusels am Bischplatz-West. Hängt alles davon ab, wo die Wertstoffcontainer und die Mobilitätsstation (ergo Carsharing) hinkommen werden.
    Am besten halte ich persönlich einerseits den „Vorplatz“ am S-Bahn-Ausgang zur Hechtstraße, anderseits aber definitiv auch einen „vor“ dem Bahngebäude, wo der Landi ja ohnehin diese alte Litfaßsäule erhalten möchte.
    Ihr braucht betreffs „Der Hecht“-Aufstellung mitnichten zurückhaltend sein, ist doch ein ordentlicher Sockel (z.B. Sitzrotund-Sockel) zur Aufstellung und kräftigen Befestigung ebenso nötig wie auch wirksteigernd. Stadt und Landi suchen gerne nach Optionen, wie man möglichst viel Kohle verbraten kann, das Budget muß ausgereizt werden, davon hängt auch Landis Salär ab. Aber bitte das Ding nicht vergolden lassen, das ist nur so wie es ist cool.
    Weil die Stadt den S-Bahn-Zwickel schon umsetzen will und kann, und der Rest des B-Platzes unter ferner liefen läuft, ist wohl eine Umsetzung derzeit und absehbar zunächst nur am Zwickel möglich. Allet klaro?!

  7. Felix
    24. April 2017 at 17:12

    Hier gibt`s übrigens Bilder vom geplanten Objekt:

    http://www.meiag.de/2017/04/04/dresden-bischofsplatz/

    Hust….

  8. 24. April 2017 at 17:43

    Danke für den Hinweis.

  9. Anwohner 161
    25. April 2017 at 07:34

    @toto:
    „Yuppie“ ist ein Akronym: young urban professional, also junge Erwachsene der städtischen oberen Mittelschicht oder auch junge karrierebewusste, großstädtische Menschen. Bei ihnen steht Konsum und materieller Wohlstand an erster Stelle. Dieser Reichtum und der damit einhergehende Hedonismus werden beispielsweise durch das Tragen teurer Kleidung, teure Wohnungseinrichtungen oder durch exklusive Autos repräsentiert. Dazu gehört auch der Rückzug in eine teure Eigentumswohnungen in exklusiver (da meist alternativ geprägter) Lage, die man dann mit niemandem teilen will (Cocooning). Nicht wenigen Yuppies wird wegen ihres Lebensstils ein großes Maß an Arroganz, Egoismus und Rücksichtslosigkeit nachgesagt. Die Ignoranz den Auswirkungen vor allem dieser Wohnungspolitik gegenüber kennzeichnet sie weiterhin: Verdrängung Alt-Eingesessener durch stetig steigenden Wohnraumpreis, siehe Gentrifizierung.

    Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten! ;)

  10. Seldon
    25. April 2017 at 07:55

    „Das unternehmerische Ziel der Inhaber der MEIAG Unternehmensgruppe ist, dem Kunden auch in Zukunft bei dem Erwerb einer Immobilie ein maßgeschneidertes Angebot zum bestmöglichen Preis-/Leistungsverhältnis zu offerieren.

    Bei der Kaufentscheidung für eine Anlegerimmobilie legen wir gemäß der Philosophie unseres Unternehmens vor allem Wert auf eine gute Lage und Bauqualität sowie eine ausgeglichene Mieterstruktur verbunden mit einer überdurchschnittlichen Rendite.

    Die MEIAG Unternehmensgruppe hat sich seit Jahren nachhaltig am Markt etabliert und verfolgt weiter einen gesunden Wachstumskurs. Anfang Oktober 2012 bezogen wir unsere neuen Büroräume am Albertplatz, im Atelierhaus „Villa Baumgarten“ auf der Carolinenstraße 2.“

    Zum Glück gibt’s Leistungsträger wie Herr Stern, die uneigennützig und zum Wohle der Menschheit ihre Profitinteressen hintanstellen und mit Augenmaß und Liebe zum Detail Wohnraum schaffen.

  11. jubee
    25. April 2017 at 09:54

    Ach, du Schreck! Hamburg? Düsseldorf? Berlin?
    Kann jemand den Planern mal sagen, dass dunkle Klinkerfassaden in Dresden nichts zu suchen haben?

  12. Sue Doku
    25. April 2017 at 10:01

    …sehr…ähm…“gewöhnungsbedürftig“ :(

  13. Unbekannter Fehler
    25. April 2017 at 10:25

    Boah ist das häßlich und lebensunwert … na zumindest fährt den neuen geliebten Mietern der Zug durchs Bett … :D

  14. 25. April 2017 at 10:47

    @jubee: Also vor ’nem Vierteljahrhundert war die Königsbrücker Straße voll mit dunklen Klinkerfassaden. Siehe hier. Den Braunkohleheizungen sei dank. Mir hat das damals so gut gefallen, dass ich unbedingt herziehen musste. ;-)

  15. toto
    26. April 2017 at 14:18

    Jup, danke.. :).. und du meinst, dass da auf dem Areal Menschen in Eigentumswohnung wohnen werden, die die Kritierien erfüllen oder war das einfach nur zynisch überspitzt formuliert :)?
    Was wäre dein Wunsch bzgl. einer Wohnungspolitik?

  16. Anwohner 161
    26. April 2017 at 16:53

    @toto:
    Ich glaube zumindest, dass falls es auch keine Eigentumswohnungen werden sollten, die Mieten für jemanden wie mich kaum erschwinglich sein werden, wie sich das hier ringsum ja schon abbildet. So eine Wohnung mit älterem Mietvertrag ist auch trotz ihrer Mängel viel wert, wie man sieht wenn man hier im Viertel mal nach Wohnungen schaut. Falls wir mal umziehen müssen, müssten wir wohl auch aus dem Viertel/Stadtteil raus. Ein paar Bekannten von mir erging es schon so.
    Natürlich war das ganze ein klitzekleines Stück überspitzt formuliert, aber das Wort „Yuppie-Legebatterie“ drückt meiner Ansicht nach schon am deutlichsten den Mangel an Ästhetik und sozialer Durchmischung aus, der in und um solche Objekte zu finden ist. Ich weiss, Ästhetik ist subjektiv, aber ich finde sie doch in den seltensten Fällen zu Umgebungsbebauung passend. (Die Bilder weiter unten zeigen das nochmal) Und das naja sagen wir mal „Zitat“ entstammt einfach meinen persönlichen Erfahrungen mit Bewohnern solcher Behausungen.
    Mein Wünsche bezüglich der Wohnungspolitik sehen ganz einfach aus: Mehr sozialer Wohnungsbau, bezahlbarer Wohnraum für alle, und das nicht nur in einem Randgebiet, sondern in der gesamten Stadt, damit vor allem Ältere und sozial schwache Anwohner nicht nach unzähligen Jahren aufgrund von mal wieder gestiegenen Profitinteressen aus „ihrem“ Kiez verschwinden müssen, nur weil er auf einmal hip geworden ist. Dazu gäbe es verschiedene Methoden wie Mietpreisbremse, Preisobergrenzen, Sozialwohnungen bauen oder eben das gute alte klassische squatting… ;)

    Ich hoffe, ich konnte deine Fragen wiedereinmal beantworten! ;)

    Aber was wären denn deine Wünsche? (ich halt ja hier keinen Vortrag!)

  17. Andreas
    26. April 2017 at 21:22

    Passt stilistisch vielleicht nicht wirklich zum Rest, aber doch um Welten besser als die Würfel, die sonst so gebaut werden.

  18. Peter
    26. April 2017 at 23:13

    „lebensunwert“ … „in Dresden nichts zu suchen“

    Uiuiuiuiui!

    Beste Grüße
    Peter

  19. toto
    28. April 2017 at 11:27

    Hallo Anwohner,

    zunächst mal danke für deine Worte. Sei mir nicht böse, wenn ich nicht gleichermaßen ausführlich antworte :)..
    Zum Einen, ja, Ästhetik ist subjektiv – nichts desto trotz scheinen die von dir angesprochenen Gebäude durch die Behörde legitimiert worden sein. Aus deinen Fragen ergeben sich für mich Folgefragen: Was ist denn „bezahlbar“ und wer definiert es? Wer sorgt für die Reglementierung und jährlichen Überprüfung? Ich halte es bspw. für falsch, einem Investor oder Eigentümer eine Höchstmiete aufzudoktroieren.

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