Filmfest Dresden wird verschoben

Eigentlich sollte vom 21. bis zum 26. April in den Dresdner Kinos das 32. Filmfest Dresden stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie hat das Festivalteam nun in Abstimmung mit den Hauptförderern beschlossen, das Kurzfilmfest auf den 8. bis 13. September 2020 zu verschieben.

Filmfest-Eröffnung - Foto: Archiv 2019
Filmfest-Eröffnung – Foto: Archiv 2019
„Wir bedauern sehr, dass das Festival nicht wie geplant im April stattfinden kann, aber angesichts der dramatischen Entwicklungen, ist diese Entscheidung auch aus Verantwortungsgefühl unseren Gästen und Mitarbeiter*innen gegenüber unumgänglich“, erklärt Festivalleiterin Sylke Gottlebe. „Uns liegt sehr am Herzen, den Filmschaffenden und ihren Werken eine öffentliche Plattform und dem Publikum die gewohnte Festivalatmosphäre zu bieten, und wir hoffen, diesen Ansprüchen mit einer Verschiebung gerecht zu werden.“

Die Sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch bedauert ebenfalls die Verschiebung des Festivals: „Als Schirmherrin dieses besonderen Formats bin ich sehr betrübt, dass das 32. Filmfest Dresden nicht im April eröffnet werden kann. Ich danke allen, die an der Organisation des Festivals beteiligt sind und hoffe, dass wir im Spätsommer in den Genuss der Veranstaltung kommen können.“

Ob das Festivalprogramm im September wie geplant oder aufgrund von Terminverschiebungen eventuell mit Einschränkungen stattfindet, wird derzeit von den Festivalorganisator*innen eingehend geprüft. Informationen zu etwaigen Auswirkungen der Verschiebung auf z.B. Einreichungen, Akkreditierungen und Reiseplänen hat das Festivalteam hier zusammengestellt.


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My Darling Quarantine

Als Reaktion auf die weltweiten Absagen von namhaften Filmfestivals ist am Montag, den 16. März, ein neues Online-Kurzfilmfestival mit dem Titel „My Darling Quarantine“ an den Start gegangen. Initiiert von Enrico Vannucci, dem Kurzfilmberater der Internationalen Filmfestspiele von Venedig und umgesetzt von u.a. Mitarbeiter*innen des Filmfest Dresden, wurde das Festival innerhalb kürzester Zeit von Expert*innen aus aller Welt unterstützt.

In jeder Woche kann das Publikum auf der Plattform Talking Shorts aus einer hochkarätigen Auswahl vorwiegend dystopischer Filme für seinen Lieblings-Kurzfilm der Woche abstimmen und über eine Crowdfunding-Seite spenden. 50 Prozent der von den Festivalbesucher*innen gespendeten Gelder gehen an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die weltweit tätig ist. Die anderen 50 Prozent werden Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden gespendet, die durch COVID-19 in ihrer Existenz bedroht sind.


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