Besetzung dauert an

Die Hausbesetzung der Gebäude Königsbrücker Straße 12 bis 16 dauert an (Neustadt-Geflüster vom 17. Januar).

Am Morgen war das Haus immer noch besetzt.
Am Morgen war das Haus immer noch besetzt.
Gestern Abend hatte die Dresdner Polizei gemeldet, dass die meisten Anwesenden den Ort verlassen haben. „Auch in den Häusern waren offenbar keine Menschen mehr“, hieß es in der Pressemitteilung. Die Polizei beendete daraufhin den Einsatz. Gegenwärtig warten die Beamten auf Rückmeldung von der Eigentümerin des Geländes, der Argenta-Gruppe.

Auf eine solche Reaktion warten auch die Hausbesetzer*innen. Zwar gab es einen Erstkontakt, der so ein Sprecher der Besetzer*innen, sehr freundlich war, aber seitdem habe man nichts mehr aus der Richtung gehört. Entgegen der Annahme der Polizei haben sie offenbar in dem Gebäude der Nummer 14 übernachtet. Per Twitter teilten sie heute mit, dass der Ofen im Haus funktioniert. Schon am Morgen waren erste Unterstützer auf der Straße und auch ein AfD-Stadtrat machte sich vor Ort ein Bild.

Hausbesetzung auf der Königsbrücker Straße
Hausbesetzung auf der Königsbrücker Straße

Währenddessen reagierten die Neustadt-Piraten auf die Besetzung. Deren Vertreter im Stadtbezirksbeirat, Jan Kossick, teilte mit, dass man die Forderungen der Gruppe „Wir besetzen Dresden“ – unter anderem nach öffentlicher Zugänglichkeit, gegen Luxuswohnungen und für Bürgerbeteiligung – vorbehaltlos unterstütze.

Blasmusik-Unterstützung am Abend

Am Sonnabendabend gab es ein spontanes Solidaritätskonzert vor dem Weltclub auf der anderen Straßenseite mit dabei waren unter anderem Musiker*innen der Banda Communale.


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5 Kommentare zu “Besetzung dauert an

  1. Fährt man durch Dresden kann man sie kaum übersehen die vielen Wohnungsangebote. Ob noch im Bau, gerade fertiggestellt oder schon ältere Gebäude. Vonovia, Genossenschaften usw. bieten Wohnungen vieler Größen und Preisklassen an. Bei der Suche gillt natürlich wie immer auch der Grundsatz „was will ich, was kann ich (mir leisten), was sind die Möglichkeiten?“
    Wer allerdings nach der Devise lebt „Guten Tag, ich hätte mal gern ein Problem“ dem ist nicht zu helfen.

  2. Nicht nur besetzten, sondern kaufen dann bewohnbar machen und vermieten bzw. Leute umsonst drin wohnen lassen. Zinsen sind niedrig wie lange nicht, also nicht nur immer nur andere auffordern etwas zu tun bzw. zu lassen, sondern selbst machen!

  3. Kauft statt besetzen! Legt zusammen, dann reicht es. Und dann lebt darin oder vermietet die Wohnungen zum fairen Preis!

    Und dann werdet ihr realisieren, dass der Preis so fair gar nicht sein kann: Grunderwerbssteuern, Grundsteuer, Mehrwehrtssteuer, Abgaben für die Stadtreinigung, Abwassergebühren, Müllgebühren, Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicheurng, Wohngebäudeversicherung, Kosten für die Sanierung (soll ja Öko sein), Fenster und Türen tauschen, Schornsteinfeger, Stromkosten, Heizkosten, Rücklagen für die Instandhaltung, … und und und..

    Aber dann! Lasst die Leute kostenlos drin leben!

  4. Warum machn die eigentlich immer die Schlafplätze der Obdachlosen kaputt!? Jedes Mal der gleiche Mist!! Das, was die veranstalten, hat rein gar nichts mit Häuser besetzen zu tun! Besetzungen werden gemacht, um sich einen Wohnraum zu schaffen und nicht, um den Anderer kaputt zu machen, damit man etwas Aufmerksamkeit bekommt. Aber das kann denen ja egal sein, die haben ja eine vom Staat finanzierte Wohnung!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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