Auf Stock geschnitten

Die Prießnitzmündung unterhalb des Diakonissenkrankenhauses sieht dieser Tage sehr kahl aus. Die Bäume am Bachrand wurde teilweise recht radikal zurückgeschnitten.

Prießnitzündung mit auf Stock geschnittenen Bäumen
Prießnitzündung mit auf Stock geschnittenen Bäumen

Jörg Lange, Abteilungsleiter im Stadtgrün-Amt, begründet die Maßnahme: „Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion des Umweltamtes, des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft und des Schifffahrtamtes wurde in Bereich der Prießnitzmündung abgestorbene, angedrückte und geschädigte Bäume auf Stock gesetzt.“

Mit diesem „auf Stock setzen“ werden Bäume und Hecken bis auf den Stamm oder die stärkeren Äste zurückgeschnitten. Damit soll das Gehölz verjüngt werden. Jörg Lange erläutert: „Durch die intensive Nutzung des Platzes für Freizeit und Sport entsteht ein höheres Sicherheitserwarten und die Verkehrssicherheit war wiederherzustellen.“

Prießnitzmündung im Sommer 2019 - Foto: Archiv Anton Launer
Prießnitzmündung im Sommer 2019 – Foto: Archiv Anton Launer

Das „auf Stock setzen“ erfolge mit dem Ziel des Neuaustriebes aus den Wurzelstöcken und dem Aufbau einer neuen Baumgeneration. So könne der schattige Charakter der Prießnitzmündung erhalten bleiben. Lange: „Ziel ist die Beibehaltung des jetzigen Charakters unter Nutzung des Regenerationspotenzials des Bestandes.“


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Eindrücke von der Prießnitzmündung

Prießnitzmündung
Prießnitzmündung
Prießnitzmündung
Prießnitzmündung

8 Kommentare zu “Auf Stock geschnitten

  1. Wer hatte sich hierzu denn beschwert und um die Anfrage bebeten?
    Offenbar interessiert die Naturzerstörung hier niemanden mehr, kein Wunder bei maulkörbigen „amts_leuten“ wie weiland unter Stasi-Zeiten.

    Das sagenumwobene „Schifffahrtsamt“ trommelte sicher schon Jahre ob der eklatanten Gefährdung des regen Schifffsverkehrs auf Prießnitz und Älbäh. Man hörte Geschichten von fast täglichen Terroranschlägen auf Privatbahnstrecken durch seltsam umstürtzende oder im Frühjahr ausschlagende Bäume. Dieses Amt hat nunmehr zu viel Langeweile, anstatt mal den ganzen Treibmüll von Marienbrücke bis zu ihren Amtsbau-Fluthindernis am Piesch’ner Hafen einzusammeln. Naja, hier korreliert Fähigkeit mit dem sinkenden Wasserstandsniveau an Elbe und Co.

    Umwelt- und AbfallAmt hingegen leiden gut sichtbar an üblicher mensch-illusionierter Fehldeutung, daß „Erhalt eines natürlichen Charakters“ der kräftigen Nachhilfe von Menschenhand und -geist bedarf. Das ist fachlich schon lange Nonsens und überholtes Relikt der Alt-Moderne, und zeigt deren Unfähigkeit. Aber auch dem AbfallAmt steht noch der nötige Verjüngungsprozeß (gerade auch in der Leitungsebene) bevor, wo eine „Stockung“ beim Personal durchaus großen Sinn ergeben wird.
    Aus anderer Sicht könnte es sich aber um eine geeignete Naturschutzmaßnahme handeln, welche durch De-Attraktivierung des Prießkanal-Mündungsbereiches einer zunehmenden Überrennung durch Personenmassen Vorschub leistet. Die Schattigkeit wird nun Jahre auf sich warten lassen, das Ortsbild wirkt eher als artfremde Kunstinstallation. Besser wäre gewesen, das ASA hätte sich einer Begrünung der Stützmauer im Bildhintergrund angenommen, wo herbstlicher Strauchrückschnitt jenen Sprayerdreck freilegte.
    Positiv wäre es auch, falls es sich um das erste Klimawandel-Mahnmal handele, da es sich schwer ignorierbar ins Blickfeld schiebt.

    Fazit: Null Punkte. Wegen fachlicher Fehlleistung ergeht ans ASA/UA eine Rüge sowie die Anregung, den Jahresurlaub im Tarif Öff.Dienst für den Pflegefall J. Lange von nur 30 Tagen auf 60 Tage pro Jahr zu erhöhen, um Schaden von der Stadt abzuwenden. Ein Stockungskonzept zur Verjüngung der Leitungsebene im GB7/ASA ist anzufertigen und gezielt bis 2025+ umzusetzen. Das Schiffsamt ist abzuwicklen und Reste ins Ministerium einzuverleiben. Amen.

  2. Lieber Vorredner, außer Beschimpfungen wäre es besser gewesen einmal auf die offensichtlichen guten Seiten einzugehen . Das wären : Neuaustrieb, Aufräumen , Beseitigung von Altholz . Ich weiß nicht ob Sie bei den jährlichen Müllsammlungen auf den Elbwiesen dabei sind, dann würden Sie rasch die Notwendigkeit dieser aufräumaktion erkennen . Auch bei Auftreten des Hochwassers ist diese Aktion positiv . Viele Grüße und einen schönen 3. Advent .

  3. @Elli , mit dem sogenannten „Verjüngungsschnitt“ kann man mittlerweile jede rodung begründen . Man kann sich da nur drüber aufregen und im nächsten Sommer haben wir dort die erste Dresdner Steppe , das wird bestimmt eine tolle Touristenattraktion. Wie sie jetzt von dem „Kahlschlag“ der Prießnitzmündung auf die Aufräumaktion an den Elbwiesen kommen entzieht sich mir leider , aber nagut . Können sie mir vielleicht erklären warum Privatpersonen sich hinstellen „müssen“ um die Elbwiesen , also die Stadt, aufzuräumen? Es könnte doch z.B. ein Tag eingerichtet werden an dem ALLE Städtischen Mitarbeiter einen Tag im Jahr zu solchen dem Gemeinwohl dienender tätigkeiten verpflichtet werden (?) . Ich meine wirklich alle . Von der Sekretärin bis hin zum Landtagsabgeordneten . Ausnahmen wären da höchstens die Städtischen Mitarbeiter die sowieso schon draußen für Ordnung sorgen . Aber bei so was ist die Schlipsbanditen und Stöckelschuh Fraktion bestimmt schwer Krank und damit vom Außendienst befreit ^^ „irgendjemand wird’s schon machen“

  4. Sind denn die Bäume alle gleichzeitig zur großen Gefahr geworden? Wäre denn ein etappenweiser Kahlschlag + anschließendem Neuaustrieb nnicht möglich gewesen?

  5. Hallo Schdeffn,
    warum sollen städtischen Mitarbeiter Privatpersonen den Dreck hinterherräumen? Warum denken Sie das alle Elbwiesen der Stadt sind? Seid wann sind Landtagsabgeordnete städtische Mitarbeiter?

    Hallo_,
    solche Arbeiten mit verschiedenen Akteuren sind immer ein Kompromiss, Effizenz (An- und Abfahrt) VS Minimaleingriff, Abflusshindernis VS Schattenplatz, Badestelle VS Biotop etc.

  6. @ Schdeffn
    Die Wortwahl erinnert an einem bestimmten Personenkreis
    mit einer, drücken Wir es mal milde aus, sehr intoleranten und gewaltbereiten Meinung, die mitnichten zu akzeptieren ist.
    Ferner führt Ihre Ausdrucksweise zu der Annahme,
    daß Sie es gewohnt sind, alles dahin geblasen zu bekommen,
    wo keine Sonne scheint.
    Vielleicht wäre es nützlich, endlich bei Muttern auszuziehen
    und sich in Selbstständigkeit und Achtung im Angesicht seiner Mitmenschen zu üben.

  7. Hallo Anton Launer , ich werde versuchen mich das nächste mal freundlicher auszudrücken. Sorry . Das wird aber gerade bei solchen Themen, bei dem Willkür mit fadenscheinigen Gesetzen begründet wird bestimmt nicht einfach da ich teilweise (an einem anderen Ort) selbst von ähnlichem betroffen bin .

    @Amts_mann , „warum sollen städtischen Mitarbeiter Privatpersonen den Dreck hinterherräumen?“ In erster Linie weil ihre Löhne und Gehälter über Umwege von den Pivatpersonen kommen . Ok vielleicht nicht gerade von der Klientel die da ihren Müll hinterlässt … vielleicht hilft es mehr im Außendienst tätig zu sein als hinter dem Schreibtisch. Bitte nicht falsch verstehen .

    @Lucifer , ich kann mir vorstellen welchen Personenkreis Sie meinen und ihnen versichern das ich diesen genauso ablehne . Wenn meine Wortwahl etwas forsch rüber kam kann ich mich dafür nur entschuldigen. Ich möchte sie jetzt nicht enttäuschen aber ich wohne weder bei Mama und Papa im behüteten Heim noch bekomme ich etwas in den Allerwertesten geblasen das ganze Gegenteil ist Fall . Ich wohne seit 18 Jahren in einer zum Glück noch bezahlbaren Wohnung im Viertel (mittlerweile mit Frau und Kind) und leite ein kleines Unternehmen . Und Bitte diesen Text nicht falsch verstehen . Ich möchte weder agressiv, intolerant oder chauvinistisch erscheinen und lasse mich auch gern eines besseren belehren allerdings kann ich solche Rodungsaktionen die sich durch ganz Dresden ziehen nicht für gut heißen.

    Mit (wirklich) freundlich(en) (gemeinten) Grüßen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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