Unternehmer*innen für Kretschmer

Rund 40 Vertreter*innen von mittelständischen Unternehmen, öffentliche Personen und Vereinigungen haben einen Offenen Brief zur Landtagswahl verfasst. Vertreter*innen der Initiative, u.a. Unternehmerin Viola Klein, Hoteldirektor Ralf Kutzner, der Schauspieler Peter Prager haben heute Vormittag den Brief an das Team Kretschmer im Hotel Bülow Palais übergeben.

Die Unternehmen, Vereinigungen und öffentlichen Personen wollen damit Haltung zur aktuellen Situation in Sachsen zeigen und mit diesem Brief ihre Unterstützung für den Wahlkampf des amtierenden sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) ausdrücken.

Drei von rund 40 Unterzeichnern des Offenen Briefes: Ralf Kutzner, Viola Klein und Peter Prager.
Drei von rund 40 Unterzeichnern des Offenen Briefes: Ralf Kutzner, Viola Klein und Peter Prager.

Während der Übergabe sagte Viola Klein, die Chefin von Saxonia-Systems, die ehrenamtlich alljährlich die Hope-Gala in Dresden organisiert: „Wir brauchen keine polemische Partei, wir brauchen jemanden der zuhört und anpackt. Der Schauspieler Peter Prager ergänzte: „Ich möchte dem Hass und Rassismus Menschlichkeit und Toleranz entgegensetzen.“

Offener Brief zur Landtagswahl in Sachsen

„Wir Sachsen haben die Wahl. Im September stimmen wir über die Zukunft unseres Landes ab.

Vor 30 Jahren haben die Bürgerinnen und Bürger der DDR entschieden, dass sie mit dem sozialistischen System nicht mehr einverstanden sind. Gerade die Sachsen sind in Leipzig, Dresden, Plauen und vielen anderen Orten zu Tausenden auf die Straße gegangen – für Demokratie, Freiheit und auch für Wohlstand.

Seitdem hat sich unser Land hervorragend entwickelt. Im Vergleich mit anderen Bundesländern schneidet Sachsen sehr gut ab; mit wachsender Wirtschaft, Wohlstand, guter Infrastruktur und großartiger Kultur.

Sachsen steht für exzellente Bildung – unter anderem mit der TU Dresden als Exzellenzuniversität und einer großen Vielfalt an Forschungsinstituten z.B. der Leibniz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft. Dresden ist Europas führender Halbleiterstandort und mit dem Smart-Systems & Infrastructure-Hub eines der deutschen Kompetenz- und Innovationszentren zur Industrie-Digitalisierung. Sachsen ist Automobil-Land mit Standorten von Volkswagen, BMW und Porsche. Mit der VW-Manufaktur schauen wir in die elektromobile Zukunft.
Sachsen ist eine aufsteigende Region. Hier werden Zukunftsthemen gestaltet! Natürlich haben auch wir Herausforderungen. Wir brauchen mehr Lehrer und Ärzte. Das Internet muss überall mit hoher Geschwindigkeit verfügbar sein. Der Öffentliche Personennahverkehr sollte noch mehr Städte und Dörfer in noch kürzerer Zeit erreichen. Auch wäre mitunter eine höhere Polizeipräsenz wünschenswert. Der Demographiewandel und die Integration von Ausländern werden uns weiter begleiten und fordern.

All diese Themen gilt es anzupacken und zu lösen. Wir glauben, dass Michael Kretschmer dafür der Richtige ist. Seit er im Amt ist, ist er in Sachsen unterwegs, um die Themen und Herausforderungen aller Sachsen selbst und an der Basis wahrzunehmen, um sie zu verstehen und anzugehen. Er führt zielorientiert und besonnen die Regierung unseres Landes, er stellt sich den wichtigen Fragen und vor allem: er handelt und geht die Herausforderungen seiner, unserer Heimat an.

Mit einem starken Wahlergebnis im September kann er diesen Weg fortsetzen. Michael Kretschmer teilt unsere Vision für Sachsen: exzellente Rahmenbedingungen für eine starke wirtschaftliche Entwicklung, nicht nur in den großen Städten, sondern in ganz Sachsen. Wir wissen, dass wir das Potenzial dafür – kluge Köpfe und fleißige Hände – haben und es gemeinsam packen werden.

Aus diesem Grund unterstützen wir – die unterzeichnenden Bürger und Unternehmer – den von Michael Kretschmer eingeschlagenen Weg und wollen ihn gemeinsam weiterbeschreiten. Wir können, was wir tun. So wie Michael Kretschmer. Aus diesem Grund hat er unsere volle Unterstützung bei der Landtagswahl.“

Die Unterzeichner

  • Dr. Thomas Antelmann, Facharzt für Frauenheilkunde
  • Monique Arlt und Heiko Liepack-Arlt, 23 clothing
  • Oliver Breuninger
  • Christoph Deutsch, Printworld GmbH
  • Katrin Fischer, ressourcenmangel Dresden GmbH
  • Axel Geck
  • Alexander Hartig, Kübler GbR
  • Alfred Hermann, DT-Gruppe
  • Tina Illgen, Avanga Filmproduktion
  • Stephan Klein, SAP SE
  • Dr. Yvonne Klein, Zahnärztin
  • Viola Klein, Saxonia Systems AG
  • Olaf Kranz, Gastronom
  • Daniel Kunze, ITARICON GmbH
  • Ralf Kutzner, Hotel Bülow Palais
  • Stefan Meyer-Götz
  • Stephan Miessner, Elements Deli und Restaurant
  • Dr. Christoph Möllers, Domus Pflegeheime
  • Kathrin und Andreas Mönch, Saxonia Systems AG
  • Alfred und Nora Mönch
  • Thomas Mulansky, Mulansky Rechtsanwälte GmbH
  • Joachim Otto, Franz Otto GmbH & Co. KG
  • Christoph Pfennings, Steuerberater
  • Peter Prager, Schauspieler
  • Martin Rieckmann, Falkenberg & Kakies Immobilien
  • Franz Schiederer, SDV Medien+Service GmbH
  • Sabine Schiederer, Produce Me
  • Frank Schüler
  • Tobias Schwald, Elaskon SachsenGmbH
  • Oliver Theurich
  • Gerrit Voss, Drykorn
  • Matthias Wagner, SCR GmbH

22 Kommentare zu “Unternehmer*innen für Kretschmer

  1. Ich denke Mal das die meisten Sachsen selber entscheiden Was sie Wählen.. da brauch es keine Angeblichen Unternehmer und Künstler… Unterm Strich drehen die sowieso ihr Mäntelchen in den Wind… Habt Ihr doch immer gemacht..

  2. Neustadt-Geflüster, Zentralorgan der CDU-Bezirksleitung Dresden verkündet die Verlautbarungen aller von der CDU profitierenden Wirtschaftsunternehmen, „Kulturschaffenden“ und Vertretern aus Wissenschaft und Technik ohne jeden Kommentar. Wie vor 30 Jahren…

  3. „Ich möchte dem Hass und Rassismus, Menschlichkeit und Toleranz entgegensetzen.“

    Das Komma bitte streichen – es wirkt fast sinnentstellend.

    Inhaltlich: Leider findet sich von dieser Aussage nichts konkret in dem Aufruf – insofern schließt er (im Gegensatz zu Kretschmer) eine CDU-Minderheitsregierung mit AfD-Tolerierung oder gar eine CDU-AfD-Koalition nach der Landtagswahl nicht explizit aus.

  4. @Andreas: Vielen Dank für den Hinweis. Ist korrigiert. Bzgl. der inhaltlichen Kritik: Die Unterzeichner bekennen sich ausdrücklich zu Kretschmer und nicht allgemein zur CDU. Die Partei wird in dem Schriftstück noch nicht einmal benannt. Außerdem war es das Anliegen der Gruppe, diesen Brief ausschließlich positiv zu formulieren.

  5. „Wählt die Kandidaten der Nationalen Front!“
    „Unser Wahlprogramm sagt, was in aller Interesse liegt“;
    „Gemeinsam wurde in Stadt und Land Großes vollbracht“;
    „Dem (edit) Kapitalismus all unsere Kraft, unser Denken und Tun“
    „Den Kandidaten des Volkes gehört unser Vertrauen“.

  6. Ohje, wenn man die Parole von der gleichgeschalteten (oder wahlweise gekauften) Medienlandschaft befeuern wollte, war dieser Beitrag dafür sehr gut geeignet. Spätestens beim nicht ersichtlichen Neustadt-Bezug fällt das nun wirklich ins Auge…
    Die AfD hat absolut keine Lösung für auch nur eines der anstehenden Probleme (Rente? Landflucht? Umwelt? Sozialpolitik und Wirtschaft?), die Lektüre des Wahlprogramms macht das sehr offensichtlich. Aber deswegen die CDU weitermachen lassen, die in 30 Jahren Quasi-Alleinherrschaft fast jeden Realitätsbezug verloren hat? Im Wahlkampf allen alles verspricht? (Ich erinnere an das 365€-ÖPNV-Ticket im Kommunalwahlkampf, 2 Wochen vor der Wahl haben sie es im Stadtrat abgelehnt.)
    Und der Herr Hartmann will jetzt eine Radschnellstraße in den Dresdner Norden, klar glaube ich sofort dran. Und zuhören statt ausgrenzen. Vielleicht sollte er mal seine Alkoholfahrten im privaten Pkw aufarbeiten, um als erklärter Law-and-Order-Mann wenigstens ein wenig glaubwürdig zu sein.
    Ich habe wirklich mal kurz überlegt, ob ich ihm aus wahltaktischen Gründen meine Erststimme geben sollte – dann habe ich an die obengenannten Dinge gedacht und an das unsägliche „kleinere Übel“ – nein, das sollen die CDU-Kollegen mal schön selber auslöffeln. Haben es sich auch selbst eingebrockt. Mahlzeit!

  7. @Alauner genau das habe ich mir auch gedacht. Die Räumlichkeiten der Übergabe liegen in der Neustadt, was anderes kann ich nicht erkennen…
    Oder es ist versteckte „Kunst“ …die Kommentare ergebenen das Neustadtgeflüster, dass selbe Geflüster wie damals, als die Politik auf‘s Brot geschmiert wurde und es damals schon jeder wusste, was Sache ist.
    Dann wäre die freigeschaltete Kommentarfunktion sogar etwas von Wiederstand…. genialer „Böhmermann“

  8. Unsere Demokratie, von der wir wohl alle profitieren, ist m.E. derzeit gefährdet wie lange Zeit nicht mehr. Mag man zu jener Aktion stehen, wie man will, aber ich kann solche teils sarkastischen und fatalistischen bis zynischen Kommentare hier nicht mehr verstehen. Da wird mir Angst, was nach dem 1. September werden soll.

  9. @Anton Launer: Kretschmer und die CDU lassen sich nicht trennen – er war lange Jahre in Sachsen Generalsekretär und hat in der Zeit die mangelnde Abgrenzung nach rechts mitgetragen. Dass in seiner Partei immer wieder Stimmen laut werden, die von einer Minderheitsregierung mit partieller Unterstützung durch die AfD sprechen, unterbindet er nicht.
    Wer in Dresden Kretschmer wählen will, muss seine Stimme der CDU geben. Und wir wissen nicht, wie es nach der Wahl aussehen wird, wie die Partei agieren wird. Wird Kretschmer seinen Wahlkreis in Görlitz gewinnen? Im Deutschlandfunk ist er am vorletzten Sonntag der mehrfach wiederholten Frage, ob er bei einer dortigen Niederlage zurücktreten werde, jedes Mal ausgewichen – kann man nachhören. Dann weiß man jedenfalls nicht, ob es nicht doch zu schwarz-blau kommt. Der Neustädter Direktkandidat Hartmann hat jedenfalls wiederholt eine Koalition mit der AfD in Erwägung gezogen.

    An der auch hier beworbenen „Unteilbar“-Demonstration in Dresden wird Kretschmer sich nicht beteiligen. Das Anliegen findet er immerhin gut. „Aber ich kann als CDU-Vorsitzender und Ministerpräsident nicht bei einer Veranstaltung dabei sein, bei der auch Kräfte wie die Antifa mit von der Partie sind. Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel.“ Bei Punkten wie beispielsweise der Seenotrettung im Mittelmeer oder dem Sächsischen Polizeigesetz lägen „Unteilbar“ und er – beziehungsweise die CDU – aber auseinander. „Deswegen muss es legitim sein, wenn die CDU und ich Abstand von einer Teilnahme nehmen. Ich habe lange darüber nachgedacht, und es war keine einfache Entscheidung.“

    https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/kretschmer-bleibt-unteilbar-fern-artikel10582181

    Nach den Europawahlen hat Kretschmer AfD und Grüne (ohne deren Hilfe die CDU in Görlitz ihren OB-Kandidaten nicht durchberkommen hätte, gleichgesetzt. Auch das sollte man erwähnen – wie weit kann man dem Mann vertrauen?

    Mein Vorredner hat Recht, dass es problematisch ist, solch einen Text wenige Tage vor der Landtagswahl zu publizieren, ohne ihn journalistisch einzuordnen.

    @Ecki: Der Beitrag „Ts, ich dachte solche Namenslisten veröffentlicht eher der politische Gegner.“ stammt nicht von mir. Mein darunter stehender steht für eine ebensolche Sorge, wie Du sie hast und ist sachlich gehalten.

  10. Sachsen-Kretsche saß 2015 mit im Bundestag als die große Koalition
    mal eben 1,8 Millionen Menschen aus zumeist kulturfremden Regionen unkontrolliert ins Land gelassen hat. Ein ungeheurer Vorgang. Auch er hat mit durchgewunken.Die Leute vergessen sowas nicht. Dafür gibt es am 1.9. die Quittung. Es geht nicht um weniger als das Sachsen Sachsen bleibt und kein NRW wird.
    (Und wie schon oben geschrieben gab es schon immer systemtreue Unternehmer und Künstler. Einen Sch…gibts auf die zu hören)

  11. Ein Grund mehr CDU nicht zu wählen. Kretschmer schon gleich gar nicht, den MP kann man ja auch nicht wählen, der wird im Hinterzimmer ausgekungelt. So wie Kretschmer eben nach der letzten LTW, als er seinen Wahlkreis verloren und ganz demokratisch zum MP ernannt wurde.

    Es wird der CDU nicht gelingen, das Ruder noch herumzureißen. Egal wen sie kaufen, sie werden am 1.9. ihren Untergang erleben. Das ist unvermeidbar und verdient. Kommt halt nur etwas spät.

  12. @qwertz: Gibt ja noch zwei.. Drei andere Parteien. Aber ich gebe gern zu, dass es da auch nicht leicht fällt, sich zu einem Kreuz durchzuringen… Irgendwas fängt man sich in jedem Fall ein…
    Fürs erste muss es wohl reichen, schwarz-blau zu verhindern…

  13. @Anton: Auch wenn Die Partei in dem Schriftstück nicht benannt wird, bekennt sie sich durchaus zu Kretschmer. Die Partei hat sogar extra seine leuchtende Gestalt an jede Hauptstraße gepinnt; denn die Partei ist sehr gut.

  14. Was macht eigentlich die Linke in der Zeit? Versteckt sich hinter sinnlosen Plakaten wie „Widerstand“ und „Weltfrieden“ und verlieren damit einen Haufen Stimmen an die Partei. Die wiederum scheitert an der 5% Hürde und damit schwächt sich das linke Lager noch mehr. Die SPD zeigt ihre Inhaltsleere durch Wahlplakate mit Dulig ohne Text. Der dreht sein Fähnchen in den kleinsten Wind. Vor der letzten Wahl will er 200Millionen in Radschnellwege pumpen, jetzt die Stahlindustrie vor Ökostromumlagen schützen. Was wollen die Sachsensozen jetzt eigentlich? Sinnlos alles.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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