Rauf auf den Turm

Immer wieder freitags kann der Turm der Martin-Luther-Kirche besucht werden. Wie Christoph Hahn vom Kirchenvorstand berichtet, hat man von der Aussichtsplattform in 41 Meter Höhe einen wunderschönen Rundblick von den Türmen des Meißner Doms im Westen, in die Heide im Norden und das Erzgebirgsvorland im Süden und nicht zuletzt bis in die Sächsische Schweiz im Osten.

Der Turm ist insgesamt 81 Meter hoch, in ungefähr der Hälfte befindet sich ein Rundgang.
Der Turm ist insgesamt 81 Meter hoch, in ungefähr der Hälfte befindet sich ein Rundgang.

Für diesen Ausblick müssen 224 Stufen erklommen werden, ein spannender Aufstieg (Neustadt-Geflüster vom 31. Mai 2000). Der Eintritt kostet 2 Euro (erm. 1,50 Euro). Darüberhinaus lädt das Turmcafé in der Uhrenstube zum Verweilen auf ein gekühltes Bier, einen Wein oder Wasser ein. Der Turm ist zur Besichtigung immer freitags zwischen 20 und 23.30 Uhr geöffnet.

Zur Geschichte der Kirche
Die Architekten Ernst Giese und Paul Weidner erhielten den Auftrag für die Kirche im neuromaischen Stil. Die Grundsteinlegung für den einschiffigen Sandsteinbau mit halbrund geschlossenem Chor, kurzem Querhaus und dem 81 Meter hohen, schlanken Westturm erfolgte am 12. November 1883. Am 10. November 1887 wurde das Gotteshaus geweiht. Die Architektur ist im Wesentlichen den Stilmitteln des Historismus zuzuordnen. Der Innenraum bietet Platz für rund 1.400 Besucher. Im Altarraum sind Bleiglasfenster mit Szenen aus dem Leben Jesu zu sehen. Sie gestalteten Anton Dietrich und Bruno Carl Urban. Die mehrfach erweitere Orgel der Firma Jehmlich zählt mit ihren 59 Registern zu den größten Dresdens.

Neogotische Kirche inmitten der Neustadt.
Neogotische Kirche inmitten der Neustadt.
Blick nach Süd-Osten, unten das Café Lloyd, im Hintergrund die Altstadt
Gerade bei Nacht ein phantastischer Ausblick – Foto: Archiv 2015/Moritz Schlieb

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