Bio-Bissen

Gut: Es gibt Brot dazu.
Gut: Es gibt Brot dazu.
Seit ich die Imbiss-Test-Reihe eingeführt habe, erreichten mich immer wieder Aufforderungen, den Bio-Imbiss auf der Louisenstraße zu testen. Der Laden hat den verführerischen Namen „electric Lotus“, im Neustadt-Jargon auch gerne kurz Lotus genannt und wird von einem umstrittenen Parkplatzbetreiber betrieben.

Dieser hatte den Laden im Februar wiedereröffnet, weil er ihn in den vergangenen Jahren so lieb gewonnen hatte. Der erste Eindruck: Hier ist alles irgendwie esotherisch, die Farben, der Buddha, die Gäste. Nicht ganz dazu passen wollen die Beschriftungszettel, zum Beispiel über dem Brotkasten. Aber als Orientierungshilfe sind sie akzeptabel. Auch die sehr akkurat gestapelten Servietten daneben fallen etwas aus dem Rahmen. Ich bestelle eine Kartoffelsuppe, das war das einzige Gericht an der Tafel, bei dem mir der Name was sagte. Dazu gibt es eine Bio-Limo.
Kartoffelsuppe und Bil-Limo
Kartoffelsuppe und Bio-Limo
Die Suppe ist liebevoll angerichtet, warm und schmackhaft. Mit einem Würstchen drin, würde es mir noch leckerer schmecken, aber das Angebot hier ist ja fleischfrei. Dank des Brotes, das man sich aus oben erwähnten Brotkasten nehmen kann, werde ich dann doch satt. Für Speis und Trank zahle ich knapp fünf Euro. Appetit habe ich jedoch immer noch. Und nach so viel gesunder Kost habe ich mir auch eine Belohnung verdient. Im benachbarten Combo gibt es Erdbeertorte mit Sahne. Lecker!
Erdbeertorte mit Sahne aus dem Sahnesyphon im Comboq
Erdbeertorte mit Sahne aus dem Sahnesyphon im Combo

    Infos und Öffnungszeiten

  • Lotus Bio-Imbis, Montag bis Sonnabend 11 bis 22 Uhr, Sonntag 11 bis 21 Uhr, Telefon: 0351 32991701

27 Kommentare zu “Bio-Bissen

  1. Eine Suppe macht doch nie satt, da brauchst du dich nicht wundern! :)
    Dafür gibts im Lotus immer Dal, das ist ein Linseneintopf mit indischen Gewürzen, das ist mein Lieblingsessen. Vor allem wenn man noch etwas Tofu und Feta rein bekommt. Probiers aus, macht wirklich satt!

  2. Hallo, wenn der Imbißbetreiber seine Parkplätze auch so in Ordnung hätte, wie den Laden , dann wäre alles Bestens.

    lg Insider

  3. Jetzt geht diese Diskussion wieder los… Parkplätze usw.
    War das so gewünscht? Jedenfalls schmeckt es und das lässt sich nicht zerreden.

  4. Nebenbei gefragt: Was baut der Betreiber eigentlich gerade auf dem Parkplatz gegenüber? Eine Beachvolleyballanlage? Oder doch das lang geforderte Freibad? :)

  5. also, wenn du als imbisstester dich nicht einmal an ein Dal herantraust würde ich dir deine autorität absprechen wollen. die neustadt blüht ja so schon nich gerade vor exotischen essensmöglichkeiten, aber dein test zeigt, dass diese leider immernoch nicht sonderlich vermisst werden. schade. dann gibts wohl weiter dönerdominanz…

  6. @ aquii: Es ist doch quatsch, dass die Bio-Bemühungen durch Erdbeeren um diese Jahreszeit zerstört werden. Die Öko-Bemühungen vielleicht – aber um die geht es Bio-Konsumenten doch schon lange nicht mehr…

  7. Also, ich muss mich mal als Befangene zu Wort melden. Die angebliche Umstrittenheit des Betreibers hat ja nun nichts mit der Qualität des Essens zu tun. Als Chef ist „der Umstrittene“ eine sehr faire, emsige Persönlichkeit, für man/frau gern arbeitet. Da war der frühere Chef, der allen aalglatt erschien, das komplette Gegenteil. Zudem heißt das Lokal „Lotus Bioimbiss“ und der Gast speist dort ayurvedisch (was auch an Infotafeln abzulesen ist) – also bitte keine Verwunderung, wenn kein Würstchen in der Suppe schwimmt. Die Namen der Gerichte sind anderen Kulturkreisen entliehen. Für alle, die damit nicht firm sind, gibt eine genaue Aufschlüsselung der Inkredenzien unter dem Namen. Eine alternative Ernährung sollte gerade in der Neustadt, die so voller AlternativeR/N ist, wenigstens ein Thema sein, über das man nachgedacht hat. Spätestens seit BSE. Das hat nichts mit Esoterik (ich bediene übrigens auch Anwälte im Lotus) zu tun, sondern mit Aufgeschlossenheit. Das Lotus ist das einzige ausschließlich vegetarische bzw. sogar vegane Lokal, das doch von einem Neustadtliebhaber ungeachtet seiner Fleischeslüste etwas wohlwollender betrachtet werden dürfte. Ich für meinen Teil bin immer wieder erstaunt, wie man sich auch fleischlos jenseits von Döner und Pizza lecker satt essen kann. UND: Es gibt tatsächlich immer wieder Kunden, die fragen, wo der Brotkasten ist. Die Zettel haben also ihre Berechtigung. UND wenn es gewünscht wird, lege ich die Servietten sehr gern in Zukunft als esoterische Mosaike aus. Liebe Grüße und bon appetit!

  8. Super Arbeitsplatzerhaltpredigt….
    In meinen Augen dient der Laden dazu, das vorher mehrfach begründet straf-und zivirechtlich angezeigte Karma wieder reinzuwaschen.
    Dieser achsonette Chef legt an anderer Stelle einfach ein sittenwidriges Geschäftsgebaren an den Tag, was so total nicht Neustädtisch ist. Das wäre wenn ich jeden Tag dort Dal essen gehe und im Anschluß den WKD vorbei schicke um meine 6-stelligen Schmerzensgeldforderungen ausreichend beurkunden zu lassen. Jeder der Herrn Grau seinen wirtschaftlichen Erfolg erhält ist selber schuld.
    Sorry Anton aber wer diesen Laden betritt, setzt sich dieser Thematik aus.

  9. Mal ganz realistisch eigeschätzt, ohne Karma und solchen Schnickes. Herr Grau reinvestiert in dem Laden die Erträge der Parkplatzabzocke. Auf gut deutsch, die durch die umweltbelastenden Autos verdiente Kohle wird dort unter dem Anstrich des Bio-Images schön durch die Möchtegernökos noch vermehrt. Ich finde das abstossend und eines jedem Neustädters unwürdig, der wenigstens noch ein klein wenig moralisch daher kommt. Mann sollte die ganzen Parkplätze in Grünanlagen umwandeln und Herrn Grau aus der Neustadt komplimentieren. Keine Chance für diese windigen, um „unserer“ Neustadtkultur besorgten Kleinkapitalisten.

  10. Hallo micha, was stört dich eigentlich mehr, dass Autos die Umwelt verpesten oder dass Herr Grau Autobesitzer abzockt?

    Unabhängig davon bin ich bislang davon ausgegangen, dass Öko nicht zwingend etwas mit Bio zu tun hat.

  11. Ganz ehrlich Anton? Die Parkplatzabzocke ist mir egal. Dort parken ja eh nur die tollen Partygänger aus Radeberg, Pirna und Co. Schön mit Vollgas durch die Neustadt und ordentlich Krach machen. Sollen doch ordentlich zur Kasse gebeten werden. Vernünftige Kneipgänger kommen ja doch lieber mit ÖPNV. Nur der Heiligenschein des Herrn Grau, den er sich selber gern aufsetzt, finde ich gelinde gesagt, etwas nervig. Siehe seine Selbstdarstellung zum Thema in Deinem Blog. Passt jetzt eigentlich noch die Tolle Disko zur BRN auf den Parkplatz? Jane, jetzt solltest Du doch fast durchatmen können?!

  12. @ Anton: Mit dem Öko-Bio-Konflikt hast Du natürlich recht – aber vermutlich setzen das 80% der Bevölkerung trotzdem gleich.

  13. @micha: Die Disco zur BRN organisiert aber nicht der Kollege Grau, der stellt nur die Fläche zur Verfügung. Meinst Du die Selbstdarstellung hier? Ich würde das nicht als Heiligenschein interpretieren, da mag halt jemand einen Laden und hat genug Geld, den wieder aufzumachen, das hat nix mit heilig oder so zu tun.

  14. Also das Essen find ich auch nicht schlecht – das einzige Manko sind die krümelgroßen Brotstückchen. Hat irgendwie was mikrig-geiziges.
    Sonst ist’s prima!

  15. @FX: das mit dem Brot mag ja sein, aber zeigt mir einen Laden in der Neustadt, der hausgemachtes (!) Ruccolapesto, Chutney, Hummus und geröstete Kerne in Bio-Qualität (!) gratis und soviel man will, bereitstellt!

    Des Weiteren: wo bekommt man mindestens fünf vegane Gerichte an einem Ort? In den meisten Kneipen und Restaurants begnügen sich die Speisekarten mit zwei vegetarischen Hintertürchen.

    Und: ist es euch allen nicht egal, wo ihr sonst essen und trinken geht, wo ihr nicht wisst, wie es hinter den Kulissen läuft und wer dahinter steckt (–> Biocompany). Wenn ihr euch mit den Hintergründen des Ladens beschäftigen würdet, hättet ihr bemerkt, welcher Segen Herr Grau zumindest im Vergleich zum Vorbesitzer ist!

  16. Was ist eigentlich dem Besitzer vorzuwerfen? Ich bin mit dem Thema überhaupt nicht vertraut? Es klingt allerdings hier heraus, dass er für seinen Parkplatz höhere Preise verlangt als vielleicht anderswo. Wenn es das Einzigste ist was er „falsch“ macht muss ich sagen, dass das doch sehr gut mit einer biologischen, ökologischen Idee zusammenpasst. Umweltbelaster werden zur Kasse gebeten. Es wäre ohnehin für die Zukunft von Vorteil, Umweltbelastung als Luxus zu deklarieren!

  17. @ Dan: Einfach mal „Parker Lewis“ googeln. Musst Dir aber ein bisschen Zeit nehmen ;)

    z.B. hier http://lawblog.mcneubert.de/2004/08/02/parken-auf-privatem-parkplatz-ohne-gultigen-parkschein/

    Man wird natürlich nur mit der Thematik vertraut sein, wenn man ein Kfz sein eigen nennt und mal auf einem der Parkplätze „ohne zu bezahlen“ geparkt hat. Betrifft also in der ach so umweltfreundlichen Neustadt keinen Ur-Einwohner sondern höchstens Auswärtige.

  18. Die Anspielungen zu mir werde ich nicht kommentieren, sie sind sicher zum Teil berechtigt, manches sicher weniger …

    aber …

    Man kann sich über Ludwig und die Parkplätze streiten, ich halte es aber für falsch, alles zu Generalisieren.

    Ich bin sehr froh darüber, dass Jemand den Laden im Sinne von dem weiterführt, wofür er ursprünglich (vor meiner Zeit) geschaffen wurde. Und mir scheint, dass Ludwig das besser schafft, als ich es damals vermochte.

    Das Essen ist gut und zu einem Preis, der mehr als nur Fair ist (schon mal in Hamburg, Berlin, Paris oder London Bio gegessen?). Und es scheint, dass eine Harmonie zurückgekehrt ist, die bei mir verloren ging….
    Veränderungen beginnen immer mit kleinen Dingen ….
    Und nur darauf kommt es an.

    Punkt!

    An alle die hier über das Lotus oder Ludwig meckern, alles besser wissen und nie zufrieden sind ….

    Hört auf zu meckern.
    Macht selber was.
    und vor allem
    macht es besser!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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