ADFC sieht Königsbrücker-Kompromiss in Gefahr

Wie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) heute mitteilt, beginnt aus Sicht des Lobbyverbandes die Diskussion um die Königsbrücker nun neu. Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden: „Da sich offenbar niemand mehr an den Kompromiss gebunden fühlt, muss auch der ADFC seine Forderungen erneut auf den Tisch legen. Die fallen gelassene Kompromissvariante stellte aus Sicht des ADFC für den Radverkehr keine wirklich gute Lösung dar.“

Der ADFC stehe für eine lebendige Stadt, in der man sich mit dem Rad und auch zu Fuß sicher und komfortabel fortbewegen kann. Für den Ausbau der Königsbrücker Straße bedeute das: Ausreichend breite Gehwege zum Flanieren und dazu Fahrradstreifen mit einer Breite von drei Metern, auf denen sich Radfahrer, auch mit Kinderanhänger, tatsächlich überholen können. Als Begründung dafür führt Krause den hohen Radfahreranteil im Viertel an: „Das muss sich auch in der Aufteilung des Straßenraums widerspiegeln“, sagt der ADFC-Sprecher. Sie Königsbrücker Straße sei nicht dafür geeignet, am Radverkehr zu sparen. Auch Fahrradparkplätze und funktionierende Linksabbiegemöglichkeiten für den Radverkehr wurden bei der Kompromissvariante im Jahr 2006 völlig vergessen. Der ADFC Dresden fordert daher, diese Mängel in der neuen Planungsvariante zu beseitigen.

10 Kommentare zu “ADFC sieht Königsbrücker-Kompromiss in Gefahr

  1. Unsere Demokratie finde ich wunderbar, kann man immer so schön die Sachen ausdiskutieren. Da werden nicht dumme überstürzte Entscheidungen gefällt sondern man findet supi Kompromisse.

    Ich hätte den Asphalt gern in der Farbe hellblau, so schicki wie drüben in der Altstadt die tolle Insel.
    Sieht bestimmt gut aus. Darüber bauen wir dann noch die geile Waldschlösschenbrücke, vom Rissmann zum kommenden Einkaufsparadies Postgelände in klein nach. Die Strassenbahn tarnen wir als kleine Elbdampfer.

    Dann kommen die Tourist bestimmt in Scharren in dieNeustadt. Dann sind wir auf Augenhöhe mit der Weltstadt Berlin(Kreutzberg) und können uns dann darüber aufregen das es Früher viel schöner war mit der guten alten D-Mark.

    Ich gehe morgen ins Schwimmbad mich abkühlen, ist wohl doch zu heiß heute. :-)

  2. in dd ist die autofahrerlobbyfdpcdu nicht gerade für neue radwege. oder warum wurden bei der sanierung der leipziger keine radwege angelegt?

  3. Mal ein Frage zu den Fahrradparkplätzen:

    Gibts da irgendeine Möglichkeit seitens der Stadt, wirklich alte und offensichtlich nicht mehr benutzte Fahrräder (es wächst z.B. schon Gras drunter weil sich schon so viel Erde um die leeren Reifen angesammelt hat) auch mal zu entfernen? Diese Fahrradleichen gibts überall. Wäre schön wenn da mal wieder Platz wäre für Fahrräder die auch benutzt werden!

  4. Es ist rechtlich ein bisschen eine Grauzone. Aber andere Städte machen das auch (so ähnlich wie mit Autos ohne Kennzeichen: Roten Zettel dran und nach einer bestimmten Zeit wirds entsorgt). In Dresden ist das Problem der Radbeauftragten immerhin bekannt, aber ich weiss nicht genau, obs schon in Angriff genommen wurde.

    Schreib ihr doch mal ne Mail: fahrradverkehr@dresden.de

  5. Ach wo, noch mehr Autos auf die Köbrü! Damit vielleicht auch mal die FDP-Heinis um Luft ringen müssen, wenn sie dort im Stau stehen.

  6. Warum braucht es auf der Leipziger Radwege? Die Fahrbahn ist nachweislich sicherer als irgendwelche Spuren und Wegelchen rechts von rechtsabbiegenden Kfz. Und wer sich trotzdem auf der Fahrbahn nicht wohlfühlt, für den gibt es den Elberadweg.
    Und im übrigen sollte die Königsbrücker im Bestand saniert werden.

  7. @ flueggus:

    Wie viel Prozent der Radfahrer Deine Meinung teilen, dass man auf der Fahrbahn sicherer unterwegs ist, kannste Dir mal auf der Fritz-Reuter-Straße zwischen Hansastraße und Johann-Meyer anschauen. Da fährt mind. die Hälfte trotz Super-Belag lieber auf dem Gehweg – das aber in beiden Richtungen.

  8. @E-Haller: Wenn sie das damit einhergehende erhöhte Unfallrisiko eingehen wollen, bitteschön. Aber dann bitte in einer Fahrweise, die nicht auch noch die Fußgänger gefährdet.
    Übrigens waren auf der Leipziger ursprünglich „RadWeg!e“ vorgesehen, auf den Gehwegen! Die seit 1997 gültige, aber kürzlich durch das Bundesverwaltungsgericht nochmals klargestellte Rechtslage und das Engagement einiger ADFC-Aktiver haben diesen Wahnsinn glücklicherweise abgebogen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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