One Billion Rising

August in Gold als Römischer Feldherr.

Tanzflashmob gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen am Goldenen Reiter am kommenden Donnerstag. Foto: Archiv

„One Billion Rising“ – eine Milliarde erhebt sich – unter diesem Titel setzen sich die Initiatoren einer Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein.

In mehr als 200 Ländern und in vielen deutschen Städten finden sich jedes Jahr am 14. Februar Menschen zusammen und protestieren öffentlich mit einem Tanzflashmob. Dieses Jahr soll ein solcher Flashmob auch in Dresden stattfinden.

Madeleine Weis, Svenja Rinkel und Nathalie Stratmeier rufen alle Dresdnerinnen und Dresdner auf, am Donnerstag zwischen 15 und 17 Uhr am Goldenen Reiter ihre Solidarität mit allen betroffenen Frauen weltweit zu bekunden und gemeinsam ein Ende dieser Gewalt zu fordern.

„One Billion Rising“ ist eine Einladung zum Tanz, eine globale Demonstration der Gemeinsamkeit, die ins öffentliche und individuelle Bewusstsein rufen soll, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen. Die eine „Milliarde“ deutet auf eine UN-Statistik hin, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung werden. Jede dritte Frau – das sind weltweit eine Milliarde Frauen (one billion).

Die Kampagne „One Billion Rising“ wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert. Am 14. Februar 2013 nahmen in 205 Ländern viele Menschen an Protestzügen, spontanen Happenings und an Tanz- und Kunstaktionen teil. Von Anfang an gab es auch Veranstaltungen in ganz Deutschland. Inzwischen ist „One Billion Rising“ die größte Aktion in der Geschichte zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und ab diesem Jahr ist auch Dresden ein Teil davon.

One Billion Rising

Kurzfilm von Eve Ensler und Tony Stroebl zum Thema.

linie
fittogether

4 Kommentare für “One Billion Rising

  1. Dresdnerin
    12. Februar 2019 um 20:17

    Sehr schöne Aktion, Respekt! Da kann man nur hoffen, dass das die „Antänzer“ nicht als Einladung verstehen…

  2. 12. Februar 2019 um 22:05

    Lieber Anton!

    Ich empfehle Dir, mal einen Blick in die „Polizeiliche Kriminalstatistik“ von 2017 zu werfen!

    Dort wirst Du für Dresden folgende Zahlen finden:

    Ca. 6000 vollendete Straftaten, wobei in ca. 35% der Fälle Frauen die Opfer waren.

    Bei vorsätzlicher einfacher Körperverletzung (vollendet) waren es rund 2200 Fälle, der Anteil der Frauen unter den Opfern betrug ebenfalls rund 35%.

    Bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung waren es rund 1100 vollendete Straftaten, der Anteil der weiblichen Opfer betrug dabei rund 19%.

    Bei Vergewaltigungen, sexueller Nötigung (seit kurzer Zeit ein Straftatbestand) waren es 56 vollendete Fälle, wobei 50 Frauen und 6 Männer unter den Opfern waren. Das entspricht einem Frauen-Anteil von ca. 90%.

    Die Angabe im Text, dass – im Laufe ihres Lebens – etwa eine Milliarde Frauen von Gewalt betroffen sind, ist demzufolge eine willkürlich zusammen gefriemelte Zahl, die mit der Realität nahezu nichts zu tun hat.

    Jede Gewalttat ist eine zuviel, aber den Eindruck zu vermitteln, dass sich Gewalt gegen Frauen richte, weil sie eben Frauen sind, entbehrt jeder (statistischen) Grundlage und ist mE einfach nur dummes Geschwätz.

    P.S. Die Zahlen lassen sich ohne Weiteres auf Deutschland/Europa… und – mit Einschränkungen – auf die gesamte Welt übertragen.

  3. 12. Februar 2019 um 23:18

    Das Wort „demzufolge“ erschließt sich mir nicht in Deinem Kommentar.

    Ich verweise auf die Studie der EU-Grundrechte-Agentur.

    "... den Eindruck zu vermitteln, dass sich Gewalt gegen Frauen richte, weil sie eben Frauen sind, entbehrt jeder (statistischen) Grundlage und ist mE einfach nur dummes Geschwätz."

    Gebe ich Dir recht, aber ich sehe nicht, dass dieser Eindruck vermittelt wird.

  4. falky
    13. Februar 2019 um 22:17

    @Fidel
    Ich glaube es geht schwerpunktmäßig um häusliche Gewalt. Da bei den naturgemäß hohen Dunkelzifferanteil mit der Kriminalstatistik zu argumentieren, naja…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

linie
IndieVans