Indisch im Obergeschoss

Super-cremige Hähnchen-Suppe

Super-cremige Hähnchen-Suppe

Das indische Restaurant „Jaipur“ bietet mittags ein Buffett zum Preis von 6,50 Euro an. Diesen Preis ist vermutlich schon der Besuch des wohl ältesten noch erhaltenen Hauses der Neustadt wert. Denn zum Mittagstisch geht’s nach oben, vorbei an einer riesigen Lampe, die Aladin sicher entzückt hätte, die Treppe hinauf. Im Dachgeschoss, also der ersten Etage angekommen, tut sich ein riesiger Raum auf. Große Bilder hängen an den Wänden eine freundliche Kellnerin begrüßt die Gäste.

In der Mitte des Raumes steht das Buffett, mit typisch indischen Leckereien. Zum Beispiel Murgh Korma – Hähnchen in Cashew-Sahne-Soße oder Murgh Makhni mit Rosinen und Mandeln, dazu gibt es Reis in verschiedenen Formen, Salat und eine Hähnchen-Creme-Suppe. Das hungrige Auge hüpft freudig hin und her.

Die weiß-cremige Suppe hat es mir angetan. Dazu nehme ich mir ein paar Scheiben Papardam, aus Kichererbsenmehl gebackenes, hauchdünnes und knuspriges Brot. Schlecht zum ditschen, hervoragend zum Bröseln geeignet. Die Suppe ist mir ein Rätsel. Kein Stückchen Huhn ist drin, dafür schmeckt sie aber ziemlich stark danach. Möglicherweise nur mit Hühnerbrühe versetzte Sahne. Lecker auf jeden Fall.

Der Appetit ist geweckt, ich probiere verschiedene Reis-Sorten und verschiedene Hähnchenzubereitungen, um das Gericht mit der Bemerkung „scharf“ mache ich einen kleinen Bogen, daher mundet alles hervorragend und einfach bekömmlich. Nach dem dritten Gang strecke ich die Waffen, lege Messer und Gabel beiseite und werfe einen Blick in die Runde. Das Mittagsangebot scheint doch recht beliebt zu sein, nahezu alle Tische sind besetzt.








Hier sollen als vor 200 Jahren Schüler in der damaligen „Rädlerschen Schule“ gesessen haben. Schwer vorstellbar. Laut dem Buch von Christiane Halfmann „Mit Kindern durch Dresden und Umgebung“ (ISBN: 978-3-7322-3718-0) wurde die Volksschule im Jahre 1789 eröffnet und soll damals eine Art Berufsschule gewesen sein, in der Kindern Spinnen, Nähen und Stricken beigebracht wurde.

Zu DDR-Zeiten gab es im Erdgeschoss einen Saft-Laden und einen Konsum für Stereo-Geräte, das belegt zumindest ein Foto aus der Fotothek.

Jaipur – Imbiss-Test

  • Fazit: preiswerte und schmackhafte indische Küche, Buffet zum werktäglichen Mittagstisch-Angebot für 6,50 Euro.
  • Louisenstraße 59, 01099 Dresden, Telefon: 0351 4568946, täglich ab 11 Uhr
Ein riesiges Wandbild dominiert den Raum.

Ein riesiges Wandbild dominiert den Raum.

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1 Kommentar zu “Indisch im Obergeschoss

  1. Jens
    2. Februar 2017 at 09:13

    Das Jaipur finde ich nicht gerade gut für einen Inder, was das Essen anbetrifft. Die Einrichtung ist aber wunderschön und die Bedienung freundlich.

    Im TASTE OF INDIA Bistro auf der Alaunstraße schmeckt es aber viel besser, traditioneller. Und jedes Gericht kostet IMMER nur 5 Euro.

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