Plan: Riesenschanze an Tannenstraße

Das weiße Deckchen auf dem Alaunplatz ist dünn, reicht es zum Skispringen?

Alaunplatz noch ohne Sprungschanze – Foto: Archiv

In der vergangenen Woche verpassten die Stadträte den Plänen eines Ski­langlauf-Weltcups am Elbufer erstmal einen Dämpfer. Das Anliegen soll nun erst einmal erneut geprüft werden. Andere Wintersport­enthusiasten sind da schon zwei Schritte weiter. So sind kürzlich im Internet Pläne für eine Großschanze am oberen Alaunplatz aufgetaucht.

An der Stelle, wo zurzeit eine winzige Pionierschanze aufgebaut ist, deren K-Punkt bei nur mageren neun (9) Metern liegt, soll eine Großschanze errichtet werden. Der Nichtveranstalter* der Internationalen Dresdner Skisprung­meisterschaften, Georg K. erklärt. „Wir wollen eine Schanze, die der in dem bayrischen Doppelnamen-Kurort bis aufs Haar gleicht und sich dabei optimal in die örtlichen Gegebenheiten einfügt.“

Die geplante Riesenschanze fügt sich harmonisch in das Umfeld an der Tannenstraße ein.

Die geplante Riesenschanze fügt sich harmonisch in das Umfeld an der Tannenstraße ein.

In den vergangenen Jahren musste das beliebte Skispsringen am Alaunplatz immer wieder verschoben werden, meist aus Schneemangel. Die Nichtorganisatoren* sind sich sicher, wenn erst einmal eine Großschanze steht, wird es sich auch die Frau Holle überlegen. Aus gut informierten Kreisen war zu hören, dass die Gelder für die Errichtung der Skisprung-Schanze aus dem Etat für die Errichtung eines Schwimmbades auf dem Russensportplatz verwendet werden sollen. Das dort geplante 15-Meter-Becken sei ohnehin zu groß dimensioniert, wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt.

Perfekte Haltung, weitester Sprung, 8,50 Meter reichten zum Sieg.

Mickrige 8,50 Meter reichten Anfang 2016 zum Sieg, das soll sich künftig ändern.

Der Baustart für den Schanzenbau soll noch im Frühjahr 2017 erfolgen, damit die Fünf-Schanzen-Tournee dann pünktlich zum zweiten Weihnachtsfeiertag 2017 in Dresden starten kann.

Skispringen in Dresden

* Da die internationalen Dresdner Skisprungmeisterschaften offiziell nicht stattfinden, gibt es natürlich auch keinen Veranstalter oder Organisator.

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22 Kommentare zu “Plan: Riesenschanze an Tannenstraße

  1. Dieter Schmitz
    19. Dezember 2016 at 16:55

    Hallo,
    bin da jetzt etwas unversichert, meinte natürlich unsicher. Hab mir mal meine Brille geputzt, sehe aber immer noch einen (fest installierten) Rechtsdrall, bedingt durch die Bauform der Schanze. Ist dies ein politischer Hinweis? Oder brauch ich neue Gläser? Hilfe.
    Dieter Schmitz

    • 19. Dezember 2016 at 17:30

      Sehr geehrter Herr Schmitz, rechtsdrehende Skispringer sind in der Regel völlig ungefährlich.

  2. E-Haller
    19. Dezember 2016 at 17:34

    Was, sind die jetzt von der Bobbahn in der Heide abgerückt? Dafür ne popelige Schanze? Dieses Klein-Klein-Gedenke ist doch echt typisch Dresden!

  3. Lukas
    19. Dezember 2016 at 19:50

    1. ist das vielleicht doch vom Postillion verfasst?
    2. wenn nicht, dann ist das doch bestimmt übertrieben, so eine große schanze dazu bauen, zumal ja das wetter global ja nicht kälter wird.
    3. Wie wäre es damit, wenn man eine multifunktions schanze baut? Für weitspung und freestyle(freeski)
    4. sorry für die Rechtschreibung

  4. Nur so
    19. Dezember 2016 at 21:25

    Das ist eindeutig eine Wasserrutsche und damit als Fake-News der Nichtveranstalter der Wasserrutschmeisterschaften (WRMS) entlarvt.

  5. Lolek
    19. Dezember 2016 at 21:30

    Juhuu, endlich. War ja 2003 oder so schon mal geplant. Kann es kaum erwarten, meine Bretter zu wachsen.

    Traurig nur für die fleißigen Arbeiter, die bisher immer in mühevoller Handarbeit die Schanzen präpariert haben. Aber sicherlich gibt es auch an der großen Schanze was zu optimieren.

  6. Ecki
    19. Dezember 2016 at 22:21

    Was sagen denn die DVB dazu? Immerhin könnte durch den Auslauf der Schanze der Straßenbahnverkehr in der Görlitzer zum Erliegen kommen. Und dort ist es eh schon eingleisig eng. Sollte die Schanze vielleicht besser bergauf konzipiert werden?

  7. 20. Dezember 2016 at 05:49

    ….warum bauen?–borgen in Altenberg samt Schneekanone wäre doch besser….und im Sommer temporär ein Edelstahlbecken wie auf der Freiberger mit blauem Wasser….

    grussi….

  8. Felix
    20. Dezember 2016 at 11:31

    Eine integrierte Aussichtsplattform mit Blick über in die „schönen“ Wohnungen all der „glücklichen“ Familien gegenüber! Toll!

    • blafasel
      20. Dezember 2016 at 13:51

      Das ist nur gerecht, den neidischen Blicken der „glücklichen“ Familien aus den „schönen“ Wohnungen auf die „heruntergekommenen“ Hütten der „alternativen Szene“ auf der anderen Seite des Parks muss ja irgendwie begegnet werden.

  9. 20. Dezember 2016 at 13:29

    Vorschlag zur Kostenoptimierung: Den Anlaufturm auf die neuen Antonstadt-Nord-Kasernen draufsetzen, schon mal 20 m gewonnen ;-))

  10. Skiass Svatopluk Pavlaczik
    20. Dezember 2016 at 13:34

    Da freu ich mich aber. Der Rechtsdrall sollte allerdings ein Linksdrall sein. Da bei den Weiten, bzw. der daraus resultierenden Dauer, die man als Skispringer nach dem Sprung von dieser Schanze in der Luft verweilt, die Erdrotation berücksichtigt werden muss. Ansonsten würde man möglicherweise im Atlantik landen.
    Ich wollte schon längst mal anfragen, ob man das Neujahrsspringen vielleicht auch um ein zwei Tage oder Wochen verschieben kann, da ich immer zu Neujahr nicht da bin. Aber wen frag ich das? Es gibt ja niemanden der was organisiert. Es Es wurde wohl bei der Schöpfung mit geschöpft. Ok. Sorry für das lange geschwafel. Schöne Weihnachten allen.

  11. karl
    20. Dezember 2016 at 14:07

    Ich bin dafür noch ein tiefes Loch zu buddeln. Kann man weiter springen.

    • Dieter Schmitz
      25. Dezember 2016 at 14:07

      Nicht weiter, dafür aber tiefer.

  12. Karsten
    20. Dezember 2016 at 18:27

    Uffz, dann gibts ja noch mehr Überflieger in der Neustadt.

    Und die Bäume im Lande- und Auslaufbereich? Bleiben die hoffentlich stehen? Ich brauch ja schließlich auch einen Baum zum Umarmen und Liebhaben.

  13. Wanyse
    21. Dezember 2016 at 12:00

    Sportsfreunde!
    Das Problem ist die Corioliskraft: Dadurch entsteht auf der Nordhalbkugel eine Ostdrift. Die Schanze läuft nach Süden aus, d.h. die Springer haben dann einen Linksdrall. Ist seit Isaak Newton bewiesen…

  14. 2. Januar 2017 at 17:41

    Die Begehung der Schanzenanlage ergab, dass der heute gefallene Schnee eine gute Grundlage bildet, wenn es denn kalt bleibt. Nach allen verfügbaren Wettermodellen wird der Mittwoch der entscheidende Tag. Regnet es, gib es keine Chance auf ein Springen am Wochenende, schneit es jedoch können alle Springer die Latten wachsen und sich am Wochenende auf eine harte Konkurrenz einstellen, da dann die meisten Potenzialträger aus dem Trainigslager im Riesengebirge zurück sind!

  15. Paul
    5. Januar 2017 at 14:47

    Und?

    • 5. Januar 2017 at 14:55

      Die Abstimmung läuft. Wenn sich die Flocken mal durchringen könnten dauerhaft und in Menge runter zu fallen. Bislang ist es noch recht dünne.

    • Ulf
      5. Januar 2017 at 23:19

      Wäre das Springen denn wenn es denn stattfände Samstag oder Sonntag?

    • 5. Januar 2017 at 23:21

      Die Kommission tendiert auf Sonntag 16 Uhr.

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