Algerischer Börek

Der krachend trockene Blätterteig umhüllt saftiges Fleisch.

Der krachend trockene Blätterteig umhüllt saftiges Fleisch.

Warum denn nicht mal ins Couscous-Haus. Wahrscheinlich bin ich schon etwa 1000 Mal an dem kleinen Lädchen vorbeigestolpert. Heute nun überredete ich einen Freund, das Lokal mal auszuprobieren. Wir treten ein und werden von der Dame des Hauses freundlich begrüßt, ich schaue mich um und bin begeistert. Hinter dem kleinen Tresen steht ein einfacher Herd, Teppiche hängen an den Wänden und hinten gibt es noch ein paar Sitzplätze. Wir bleiben aber vorn, wenn der Regen nicht so tröpfeln würde, hätten wir uns vielleicht auch draußen hingesetzt.

Die Salatbeilage erinnert stark an deutsche Hausmannskost.

Die Salatbeilage erinnert stark an deutsche Hausmannskost.

In der Karte gibt es arabische Speisen mit Schwerpunkt Algerien. Ich ordere einen algerischen Börek. Nach wenigen Minuten stellt mir die Köchin das Gericht auf den Tisch. Dabei handelt es sich um hauchdünne Teigblätter, die ganz eng um eine Hackfleischfüllung gerollt sind, dazu gibt es Salat und Gurke und Tomate. Auf den ersten Blick wirken die Börek-Stangen wie zu groß und zu gelb gewordene Zigarren. Ich lange zu.
Wüstenmotive wohin man schaut.

Wüstenmotive wohin man schaut.

Der Blätterteig splittert im Mund in winzig kleine Teilchen und die herzhaft gewürzte Füllung gibt der Speise die nötige Frische. Nun, die Beilagen sind nicht so der Hit, der Salat dürfte ein bisschen knackiger sein, aber das Börek ist großartig.

Inzwischen ist auch der Herr des Hauses eingetroffen und hat das jüngste Mitglied der Familie mitgebracht. Er berichtet, dass er das Couscous-Haus schon seit 2006 hier an dieser Stelle betreibt. Wir sind gut gesättigt und zufrieden und waren bestimmt nicht das letzte Mal hier.

    Infos und Öffnungszeiten

  • Fazit: Das Tages-Angebot Couscous kostet 4, mein Börek 5 Euro. Preis und Leistung stimmen und die Atmosphäre ist einfach nur wunderbar.
  • Couscous Haus, Louisenstraße 28, Telefon: 0152 04329227, täglich von 12 bis 15 und 18 bis 23 Uhr geöffnet
Im hinteren Bereich ist Platz für ca. 15 Gäste.

Im hinteren Bereich ist Platz für ca. 15 Gäste.

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11 Kommentare zu “Algerischer Börek

  1. Ali Mente
    26. Juli 2014 at 16:55

    sieht alles ziemlich lecker aus, aber warum lehnt da ein Klodeckel an der Wand ?

    ich werde dennoch mal reinschauen.

    Gruß ALI

  2. Schade, wieder nix
    26. Juli 2014 at 18:57

    „Wenn die wirklich anständiges Börek verkaufen, weiß ich, wo ich demnächst mal hingehe“ – das war mein erster Gedanke beim lesen der Überschrift. Beim lesen der ersten Bildunterschrift wurde mir dann doch etwas anders. Börek mit Blätterteig, pfui deivel. Das wird mit Yufka-Teig gemacht. Wann gibt es hier in DD endlich mal Börek, so wie es auch in der Türkei gemacht wird? Bisher hab ich das hier noch nirgendwo gekriegt. Es steht zwar oft auf der Speisekarte, bekommen tut man aber grundsätzlich Pide anstatt eines Böreks. Überall, in jeder Stadt, in jedem noch so keinen drecks Dönerladen kriegen die das hin, nur nicht hier!

    @Ali: Hä, wo siehst du da einen Klodeckel? Oder wurde ein Foto wieder gelöscht? Grad sind vier da.

  3. 27. Juli 2014 at 11:58

    @“Schade, wieder nix“ … ich würde jetzt in einem algerischen Imbiss nicht unbedingt typisch türkische Küche erwarten.

    Aber ich bin mir nicht sicher, ob das nicht sogar Yufka-Teig war. Ich habe das Blätterteig genannt, in Ermangelung genauerer Kenntnis der arabischen Küche. Würde mich freuen, wenn Du es mal probierst und vielleicht dann sagst, was es nun genau für ein Teig war.

    Ein Klodeckel, lieber Ali, ist tatsächlich nirgendwo zu sehen, nur ein Silbertablett.

  4. Schade, wieder nix
    27. Juli 2014 at 13:59

    Der Ursprung der türkischen Gerichts Börek ist ein Auflauf aus Yufka-Teig! Es gibt auch Varianten in anderen Ländern des Balkans, die heißen dann nicht Börek, bestehen aber IMMER aus diesem Teig! Für Spaghetti Bolognese nimmt man schließlich auch Nudeln und keinen Reis.
    Ich werd es demnächst mal probieren – vorausgesetzt es ist nicht überteuert.

    Wenn man von etwas keine Ahnung hat sollte man sich entweder informieren oder erst gar nichts schreiben.

    • 27. Juli 2014 at 14:13

      Vielen Dank für den Hinweis, ich werde versuchen, demnächst die Recherche bei Imbiss-Testen auszudehnen. Hätte da aber nochmal ne Gegenfrage: wenn Dich die Fehlinformationen im Neustadt-Geflüster so nerven, dass Du mit ständig neuen Nick-Namen hier Kommentare abgeben musst, warum liest Du dann nicht lieber anderswo?

  5. Ali Mente
    27. Juli 2014 at 16:42

    Silbertablett ????, ok kommt hin.

    Gruß Ali

  6. Gelegenheitskommentierer
    27. Juli 2014 at 18:28

    Tante Wiki sagt: „Zur Zubereitung werden Yufka-Teigblätter entweder […]“ Auf den Bildern in Wiki sieht es auch nach Blätterteig aus.

    Also habt ihr beide recht ;)

  7. Ali Mente
    27. Juli 2014 at 22:10

    es ist schon beachtlich, womit man sich so beschäftigen kann und es auch noch für wichtig hält.

    Gruß Ali

  8. Andreas
    28. Juli 2014 at 21:16

    Der Artikel hatte mich inspiriert den Laden auch mal zu testen, nachdem ich jahrelang nur daran vorbei gelaufen bin. Leider war er dann Sonntag aber entgegen den Öffnungszeiten im Netz geschlossen :(

    • 28. Juli 2014 at 21:44

      Sorry. Das war nicht vorauszusehen.

  9. g.kickt
    29. Juli 2014 at 09:24

    @Schade, wieder nix:

    Ich halte das hier
    „Überall, in jeder Stadt, in jedem noch so keinen drecks Dönerladen kriegen die das hin, nur nicht hier!“ für absoluten Schwachsinn. Erstens ist in Döner auch in jeder Stadt anders (Berlin=ganz anders), zweitens hat jeder Laden/Betreiber eigene Rezepte (mit oder ohne Rotkraut, Bohnen, Mais, Gurke…), drittens denke ich sehr wohl dass es einige Läden gibt die Yufka-Teig benutzen.
    Warum man sich so dran hoch zieht, kann ich allerdings gar nicht verstehen.

    Á propos: Das Silbertablett is zum Händewaschen…
    :-)

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