Schüsse in der Alaunstraße

Polizeimeldung

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Ziemlicher Schreck für die Anwohner der oberen Alaunstraße. Am Sonntagnachmittag fielen plötzlich Schüsse. Eine Nachbarin hatte den Eindruck, dass jemand aus dem Hinterhaus mit einer scharfen Waffe um sich schießt. „Am Vorderhaus gibt es überall Einschusslöcher, an Fenstern und Fassaden“, berichtet sie. Eine andere Nachbarin berichtet von einem umfangreichen Polizeieinsatz. Der Schütze wurde festgenommen.

Auf Nachfrage erläutert die Dresdner Polizei, was passiert ist. „Es handelte sich nicht um eine ’scharfe‘ Waffe im herkömmlichen Sinn“, sagt Polizeihauptkommissar Stefan Grohme von der Pressestelle. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat ein 36-jähriger Dresdner gegen 15.20 Uhr in seiner Wohnung auf der Alaunstraße mit einer Softairwaffe Ziel- und Schießübungen durchgeführt.

Dabei sollen mehrere „Geschosse“ durch ein geöffnetes Fenster gegen die gegenüberliegende Hausfassade geflogen sein und dort geringe Schäden verursacht haben. „Die eingesetzten Polizeibeamten stellten die Personalien des Mannes fest und die Waffe sicher“, so Grohme.

Softairwaffen sind Druckluftwaffen, die eigentlich für das taktische Geländespiel Airsoft benutzt werden. Häufig sehen solche Waffen originalen Schusswaffen täuschend ähnlich. Wenn dies der Fall ist, spricht die Polizei von Anscheinswaffen und die Benutzung in der Öffentlichkeit ist verboten. Die Benutzung ohne Waffenschein ist von der Geschoss-Energie der jeweiligen Waffe abhängig. Bis zu einer Geschoss-Energie von 7,5 Joule sind Softairwaffen ab 18 Jahren frei verkäuflich. Ohne Waffenschein dürfen sie nur in befriedetem Besitztum geführt und verwendet werden.

Um was für eine Waffe es sich dabei genau gehandelt hat und ob der Mann dafür einen Waffenschein brauchte, ist alles Bestandteil des Ermittlungsverfahrens, dass die Dresdner Polizei nun eingeleitet hat.

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