Kriminalitätsdiskussion in der Scheune

Gestern Abend trafen sich in der Scheune Vertreter von Behörden, Politiker und Anwohner zu einer Podiumsdiskussion. Der Ortsamtsleiter André Barth führte in das Thema ein, indem er die bisherigen Maßnahmen für mehr Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit vorstellte.

Er zählte die Maßnahmen auf, zur Sauberkeit: Pfandringe, Entsorgung von Schrotträdern, Baumscheibenpatenschaften, Nette Toilette, Maßnahmen gegen Wildpinkeln, Rücknahme pfandfreier Glasflaschen durch die Spätshops, drei öffentliche Toiletten, Aktion „Sauberer Alaunplatz“. Zur Sicherheit: Stärkung der Jugendarbeit, Neustadtkümmerer, Licht, Nutzungskonzept für den Scheunevorplatz.

Pfandringe am Papierkorb vor der Scheune
Pfandringe am Papierkorb vor der Scheune

Die neueste Maßnahme, die sogenannten Pfandringe an Papierkörben der Äußeren Neustadt wurde ganz aktuell umgesetzt, seit Freitag sind die Papierkörbe vor der Scheune damit bestückt. Die Ausschreibung für die Stelle des Neustadtkümmerers oder Quartiersmanagers soll noch im April erfolgen. Die Verhandlungen mit dem Scheune e.V. zur Nutzung des Vorplatzes laufen. Beide Seiten sind optimistisch, dass im Mai damit gestartet werden kann.

Kriminalität gestiegen

Danach präsentierte Matthias Imhof die Kriminalitäts-Zahlen für die Äußere Neustadt. Die Kriminal-Statistik für 2016 ist erst am vergangenen Donnerstag veröffentlicht worden. Der Revierleiter hatte nun Auszüge für das Szene-Viertel dabei. Die Gesamtzahl der Delikte ist von 3652 auf 3827 gestiegen. Das ist eine Steigerung um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Drastisch war die Steigerung im Bereich Gewaltkriminalität, die Polizei stellte 170 Fälle fest, eine Zunahme um fast 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 141 Fällen. Dabei, so Imhof, handele es sich vor allem um Raub-Delikte und Körperverletzung. Die Präsenz der Polizei in der Neustadt wird vorerst weiter hoch bleiben.


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Aust-Konzerte

Die Gewaltprävention sollte dann aber in der folgenden Diskussion erst einmal keine Rolle spielen. Ein Zwischenrufer äußerte, dass nicht alle von mehr Polizeipräsenz begeistert sind und erläuterte auf Nachfrage, dass er damit die Kontrollen an der Rothenburger/Ecke Louisenstraße meine. Der Grünen-Stadtrat Johannes Lichdi sprang auf den Zug auf und forderte die Polizei auf, sich mehr mit echten Straftaten als mit Platzverweisen zu beschäftigen.

Sascha Möckel, unter anderem Mitveranstalter der Tolerade, forderte die Verantwortlichen auf mehr positive Lösungen zu suchen, statt immer nur mehr ordnungspolitische Maßnahmen einzuleiten. Eine Anwohnerin warf der Polizei vor, dass sie mit „racial profiling“ arbeiten würde. Konkret unterstellte sie, dass Nichtdeutsche oder links aussehende Personen stärker kontrolliert würden. Der Revierleiter wies diese Anschuldigungen zurück. Außerdem beklagte die Anwohnerin die mangelhafte Einbindung von Bürgerengagement zum Beispiel bei der Umgestaltung des Alaunplatzes.

Rund 100 Besucher waren gekommen, um sich die Diskussion anzuhören.
Rund 100 Besucher waren gekommen, um sich die Diskussion anzuhören.
Erst in einer späteren Fragerunde äußerten einige Anwohner ihre Sorgen bezüglich der gestiegenen Kriminalität. Ahmet Özer, Inhaber des Meydan-Imbiss an der Alaunstraße sprach von 200 bis 300 Problemfällen, die seiner Meinung nach das Klima im Viertel vergiften würden. Als er dann mehrfach darauf hinwies, dass es sich bei diesen Kriminellen um Nordafrikaner handele, wurde er von einzelnen Personen aus dem Publikum heraus als Hetzer bezeichnet. Die Leiterin der Flüchtlingsunterkunft auf der Katharinenstraße, Elvira Ploß, erklärte, dass es sie betrüben würde, dass den Bewohnern des Hauses immer wieder kriminelle Handlungen unterstellt würden.

Einen interessanten Beitrag lieferte Dr. Kristin Ferse, die Suchtbeauftragte der Stadt Dresden. Sie gab unter anderem zu bedenken, dass rund 80 Prozent der Straftaten unter Alkoholeinfluss begangen würden. Und das eine erfolgreiche Prävention immer eine Mischung aus sozialem Engagement und Repression sei.

In einer Art Fazit erklärte Ortsamtsleiter Barth, dass man nun die geplanten Punkte weiter durchsetzen wolle. Das betrifft vor allem das Nutzungskonzept für den Vorplatz der Scheune, außerdem wird überlegt, ob die Treppe an der Turnhalle besser beleuchtet werden kann. Die Anwohner hatten dann noch die Möglichkeit, Lösungsideen in einer Art Briefkasten abzugeben. Diese Ideen sollen in die Arbeit des Ortsamtes einfließen.

52 Kommentare zu “Kriminalitätsdiskussion in der Scheune

  1. „Ahmet Özer, Inhaber des Meydan-Imbiss an der Alaunstraße sprach von 200 bis 300 Problemfällen, die seiner Meinung nach das Klima im Viertel vergiften würden. Als er dann mehrfach darauf hinwies, dass es sich bei diesen Kriminellen um Nordafrikaner handele, wurde er von einzelnen Personen aus dem Publikum heraus als Hetzer bezeichnet.“
    Ich bin ja froh, dass ein, dem Namen nach zu urteilen, Mensch mit „Migrationshintergrund“ diese Äußerung tätigte. Man stelle sich vor ein „BioDeutscher“ hätte dies getan. Er wäre wahrscheinlich nicht „nur“ ein „Hetzer“.
    So lange man Probleme nicht offen und konkret benennen darf, oder als dies oder das „bezeichnet“ zu werden, so lange wird auch nichts passieren.
    Nein, natürlich ist nicht jeder Migrant iböse und ein potentieller Gewalttäter,
    ABER (jaja, der böse „Aber-Nebensatz, der mich jetzt als „Hetzer“, „Pegidaidiot“ oder ähnliches „outet“) „Migration bringt Probleme mit sich und die werden sich mit Schönrederei nicht lösen lassen.

  2. Stimmt! Hätte das ein Wolfgang oder eine Uschi gesagt, wäre gleich der Nazi-Stempel rausgeholt worden. Schön, dass es Neudeutsche gibt, die genauso wie die Altdeutschen nicht auf dem linken Auge blind sind und sehen, dass es nordafrikanische Intensivtäter bei uns im Viertel gibt, die das Klima extrem versauen. Und ich meine nicht nur die Spitze des Eisberges wie Raub und so weiter, sondern auch viele Sachen die nicht angezeigt werden, wie sexuelle Belästigung, Nötigung gegenüber Frauen, LGBTQ usw.

  3. Ein Mann hatte einen Weinberg und vermietete ihn an Arbeiter, damit sie an ihm arbeiteten und er die Früchte von ihnen erhielte. Er schickte seinen Diener, damit die Arbeiter ihm die Frucht des Weinbergs geben. Diese ergriffen seinen Diener, schlugen ihn, und sie töteten ihn beinahe. Der Diener rannte davon und erzählte es seinem Herrn. Sein Herr sagte: „Vielleicht hat er dich nicht erkannt.“ Er schickte einen weiteren Diener. Die Arbeiter schlugen auch diesen. Dann schickte der Herr seinen Sohn. Er sagte: „Vielleicht werden sie vor meinem Sohn etwas Respekt bezeugen.“ Die Arbeiter, als sie erfuhren, dass er der Erbe des Weinbergs wäre, packten ihn und töteten ihn. Wer Ohren hat, der höre!

  4. Es ist mittlerweile schwer, wegzudiskutieren, dass in gewissen Bevölkerungsgruppen eine überproportionale, kriminelle Bereitschaft besteht. Die Statistik der Stadt Essen weißt einen Migrationshintergrund von über 40% der Tatverdächtigen, bei einem Bevölkerungsanteil von ca. 14 % aus. Bekannt ist nicht, wie viele Tatverdächtige in der zweiten Generation (sie verfügen mittlerweile über einen deutschen Pass) sich der Kriminalität zugewandt haben.

    So gesehen macht „racial profiling“ aus Sicht der Polizei einen Sinn, denn die mittlerweile schlechte Aufklärungsquote lässt sich so mit einfachen Mitteln und wenig Aufwand verbessern.

    Das aber die ursächlichen Probleme (Bildung, Erziehung, Chancenlosigkeit) nicht ausreichend bekämpft, bzw. völlig ignoriert werden, trägt einen guten Teil zu diesen Zahlen bei. Aber Deutschland geht es gut und wir machen weiter so…

  5. Siehe, da ging ein Säher aus, nahm eine Handvoll Samen und warf sie. Ein Teil davon fiel auf den Weg. Die Vögel kamen, um sie aufzusammeln. Andere fielen auf den Felsen und schlugen keine Wurzeln in der Erde und brachten auch keine Ähren hervor. Und andere fielen auf die Dornen, sie erstickten die Saat und Würmer fraßen sie. Und wieder andere fielen auf guten Boden und ergaben gute Frucht. Sie brachte sechzig und hundertzwanzig des Maßes.

  6. Was soll das mit den biblischen Zitaten? Kannst du deine eigene Meinung nicht auch mit eigenen Worten äußern?
    Racial profiling macht Sinn, wenn statistisch bewiesen ist, dass einzelne Bevölkerungsgruppen öfter kriminell sind als andere.
    Auch mehr Polizei ist in Bereichen, in denen die Kriminalität steigt gut, sonst vertrauen die Bürger nicht mehr dem Staat und bewaffnen sich selber.

  7. „Das aber die ursächlichen Probleme (Bildung, Erziehung, Chancenlosigkeit) nicht ausreichend bekämpft, bzw. völlig ignoriert werden, trägt einen guten Teil zu diesen Zahlen bei. “
    Und so lange man die ursächlichen Probleme nicht bekämpft, bzw. aufhört diese zu ignorieren, ist es doch fahrlässig die Grenzen in diesen Dimensionen zu öffnen. Es ist unfair dem Ursprungsvolk gegenüber und natürlich auch den Ankommenden.

  8. Anscheinend sollen Metaphern besonders schlau und „über allen Dingen stehend“ wirken. Mit dem einfachen „Hetzer“pöbel diskutiert man doch nicht auf Augenhöhe.
    Wir lügen uns lieber eine bunte, tolle Welt zusammen – und wenn sie mal nicht bunt und toll ist, dann zeigen wir mit Fingern auf die Hetzer.

  9. Ursprungsvolk? Ursächliche Probleme? Der Ursprung und die Ursache von allem, bin ich. Es gibt keine Ursprünge und Ursachen neben mir, dem Anfang allen Seins. Missbrauche nicht meinen Namen!

  10. „Das aber die ursächlichen Probleme (Bildung, Erziehung, Chancenlosigkeit) nicht ausreichend bekämpft, bzw. völlig ignoriert werden, trägt einen guten Teil zu diesen Zahlen bei.“

    Ich sehe es wirklich nicht als unsere Aufgabe die sozialen Probleme von nordafrikanischen Ländern zu lösen.

  11. Glaubt es mir, meine Brüder! Er [Jesus] starb zu früh; er selber hätte seine Lehre widerrufen, wäre er bis zu meinem Alter gekommen!

  12. Wenn schon, dann Rassismus- oder Faschismus-Stempel (weltweites Leiden)! Dieses Nazigefasel entleert den Sinn des Begriffs!

  13. @ Andreas: Es würde ja schon ein guter Anfang sein, wenn die sozialen Probleme in Deutschland mal ernsthaft angegangen würden. Und das unabhängig davon, bei welchen Personen sich diese Probleme manifestieren.

  14. Friedrich Engels nannte das Verbrechen einmal die „erste, rohe und unfruchtbare Form der Empörung“ und die „ungebildetste, bewusstloseste Form der Protestaktion“.
    Die Verbrechensbekämpfung des bürgerlichen Staats ist der mitunter verzweifelte Kampf gegen Symptome, gegen Auswirkungen des kapitalistischen Wahnsinns. Neuerdings sollen beispielsweise mehr PolizistInnen in den öffentlichen Verkehrsmitteln Wiens eingesetzt werden, um TaschendiebInnen, BettlerInnen, Schwarzfahrer-Innen und Obdachlose (!) – also wahrhaftige „SchwerverbrecherInnen“ – zu vertreiben. Mit der Fokussierung auf diese Elemente wird im Übrigen von den wahren VerbrecherInnen dieser Gesellschaft abgelenkt. Denn die sitzen ganz wo-anders … Der kommunistische Schriftsteller Bert Brecht beschrieb es treffend: „Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“(5)

    Mit Argumenten wie „damit sich Frauen am Abend beim alleine nach Hause gehen nicht mehr fürchten müssen“ wird dieses zusätzliche Polizeiaufgebot gerechtfertig. Dummerweise müssen sich die meisten betroffenen Frauen aber erst fürchten, wenn sie bereits zu Hause sind, denn Gewalt gegen Frauen findet – das zeigen sämtliche Studien – großteils innerhalb der eigenen vier Wände statt. Laut einer Studie des Sozialministeriums werden nur 6 – 15% der betroffenen Mädchen von ihnen unbekannten Männern missbraucht.(6) Das skizzierte Bild in den Medien ist aber trotzdem der fremde schwarze Mann, der spät nachts in einer dunklen Gasse auf ein x-beliebiges Opfer wartet. Videoüberwachung, Law & Order-Politik und Co. nützen hier nichts.
    http://www.trend.infopartisan.net/trd1008/t161008.html

  15. @Seldon
    Dann ist ja alles in Ordnung. Opfern von Verbrechen außerhalb der eigenen Wohnung geben wir in Zukunft einen Infozettel von dir: „Sorry, Sie sind einem Verbrechen in der Statistischen Randzonen zum Opfer gefallen. Bleiben Sie weiter NICHT zu Hause, da ist es noch viel gefährlicher!!“

    Was ein Engels, Marks oder Jesus mal gedacht haben, interessiert ein Opfer von Gewalt wahrscheinlich recht wenig!!! Das ist purer Hohn… Dein Feindbild ist der Kapitalismus, und in deinem bemitleidenswerten Weltbild steht er für alles Schlechte auf dieser Welt. Das macht dich blind für andere Details und Ursachen. Setz doch mal deine Filterbrille ab und nimm einen anderen Blickwinkel ein. Nur von „linksunten“ sieht die Welt recht traurig aus.

  16. Hallo Unfassbar,
    wieder ein unfassbar differenzierter und sachlicher Beitrag…
    Verbrechensopfern ist weder durch gute Worte, Statistik noch Videoüberwachung geholfen, richtig!
    Das Vermeiden von Opfern setzt aber imho voraus, sich über die Ursachen von Kriminalität im Klaren zu sein. Mit dem verlinkten Text habe ich ein Angebot gemacht, hierzu über reine Symptomatik hinaus zu denken. Wenn Du dieses nicht annehmen willst, steht Dir das natürlich frei. Aber es ist kein Hohn, sondern einzig zielführend, die Ursachen von Kriminalität zu untersuchen! Es nutzt bspw. niemandem, jetzt den Alaunpark zu beleuchten, um die Dealer zu vertreiben, weil die dann halt drei Straßen weiter ziehen…
    Kleinkriminelle Nordafrikaner sind genauso ärgerlich wie kleinkriminelle Deutsche, Rumänen, Südfranzosen, … die haben kein kleinkriminelles Gen, sondern werden aus bestimmten Umständen heraus kriminell. Welche sind das? Woher kommen die? Wie können die abgestellt werden? Das sind so Fragen, die mich interessieren und Ja, letztlich lassen sich viele mit der Frage des Wirtschaftssystems verknüpfen! Aber um hierzu in’s Gespräch zu kommen, müßtest Du schon ein paar „andere Details und Ursachen“ benennen. Und Deine Scheuklappen absetzen und den Rand Deines westlich-kapitalistisch wohlgefüllten Tellers nicht weiter für den Horizont halten!
    Bissle was zum Lesen:
    http://www.bpb.de/izpb/7735/ursachen-von-kriminalitaet?p=all
    Die Entstehung von Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen ist wie die bei Erwachsenen multikausal. Eine eindeutige Zurechnung oder Gewichtung aller denkbarer ursächlicher Faktoren in Haupt- und Nebentatsachen, die zur Entstehung und Entwicklung von Gewalt und Kriminalität beitragen könnten, ist nicht möglich. Es wird im Einzelfall darauf ankommen, inwieweit Möglichkeiten einer gesellschaftlichen Integration für die direkte Umgebung des Kindes oder des Jugendlichen erreichbar sind und an die Kinder und Jugendlichen weiter vermittelt werden können.

    Im Hinblick auf die Zunahme der Jugendkriminalität gibt es eine Reihe von kontrovers diskutierten Aspekten, die sich begünstigend auf kriminelles Handeln auswirken. Stichpunktartig seien genannt:
    Jugendarbeitslosigkeit und eine damit verbundene Perspektivlosigkeit sowie zunehmende Verarmung
    soziale Wandlungsprozesse, die das Konkurrenzverhalten stärken
    Auflösung traditioneller Familienstrukturen
    Mangel an Betreuungs- und Bezugspersonen, damit einhergehend Anonymisierung und Individualisierung
    Mangel an sinnvollen Freizeitbeschäftigungen
    Frustrationserlebnisse in Schule und Ausbildung
    Konsum von Drogen
    http://www.nitzsche-online.de/jug_krim/jukri_3.htm

  17. Ich finde es auch immer sehr schwach Gewalt/ Straftaten „zu rechtfertigen“ mit dem Fingerzeig, aber in der Häuslichkeit (in der deutschen Häuschlichkeit natürlich…) passiert ja auch das und das …

    Ich denke eine Diskussion bei diesem Thema bringt keinen weiter. Die Denkweisen sind festgefahren. Meine ja auch. Es kotzt mich nur so an, dass sich die „gute“ Seite so allwissend und von oben herab gibt. Und das hat nichtmal was mit einem linken/ kommunistischen Weltbild zu tun, auch wenn hier wieder neunmalklug Namen und Zitate in den Raum geworfen werden – das ist ein Verschließen vor der Wirklichkeit.

  18. Hallo Stefan,
    es hat nichts mit Relativierung zu tun, darauf hinzuweisen, dass „das skizzierte Bild in den Medien … aber trotzdem der fremde schwarze Mann, der spät nachts in einer dunklen Gasse auf ein x-beliebiges Opfer wartet“ ist. Genau dieses Bild wird aber immer wieder bemüht, um diese oder jene neue Sicherheitssau durch die Neustadt zu treiben.
    Es geht nur darum, den einschlägigen Argumenten der law-and-order-Verfechter zu begegnen.
    Damit ist natürlich auch den 6..15% nicht geholfen, aber keinem Kriminalitätsopfer ist, …s.o.

  19. Ach ja, Stefan: wie sähe den „Deine“ Wirklichkeit aus, so mit offenen Augen?
    In „meiner“ gibt es an der Oberfläche eine Menge Kriminalität, offen und verdeckt, gewalttätig und weniger gewalttätig, verfolgte und nicht verfolgte, … von unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlichen Motiven ausgeübt.
    Unter dieser Oberfläche liegen diverse Gründe. Viele davon lassen sich auf gesellschaftliche Umstände zurückführen, einige auf krankhafte Veränderungen, fehlgeleitete Triebe usw.
    Wir sehen die Symptome und sollten über die Diagnose reden, nicht die Symptome bekämpfen sondern deren Ursache! Über das Wesen von Kriminalität reden, nicht deren Erscheinungsformen!
    (Wesen und Erscheinung:
    http://www.trend.infopartisan.net/trd0207/t010207.html)
    Sonst können wir den Alkoholiker gegen seine Entzugserscheinungen auch einfach mit mehr Wodka behandeln!

  20. @Seldon

    Warum wird ein Großteil von sozial Schwachen nicht kriminell? Warum gibt es Mörder auch unter Millionären? Immer die Gesellschaft schuld? Der Mensch handelt immer nur ferngelenkt nicht aus freien Willen!

    Fragen über Fragen.. bis die alle beantwortet sind gibt es viele Stellschrauben um Kriminalität zu verhindern. Eine ist “ Law and Order“.

  21. Klar Kriminalität hat verschiedene Ursachen. Da werden ganze Bücher drüber geschrieben…das zu diskutieren macht hier im Forum keinen Sinn.
    Ursachen für Kriminalität könnte und sollte man bekämpfen, aber schnelle Ergebnisse würde man wohl kaum erreichen. Natürlich gibt es da wieder unterschiedliche Meinungen, wie man diese Ursachen bekämpfen könnte usw.
    Da ist es doch okay, wenn man Polizei einsetzt um jetzt sofort Ergebnisse zu erhalten.
    Oder ist es dir recht, dass Kriminelle merken, dass man in der Neustadt Leute ausrauben kann und die Wahrscheinlichkeit das man verhaftet wird ist gleich 0?

  22. So viel Rumgeschwafel über die „Ursachen von Kriminalität“. Die Ursachen von Kriminalität sind ganz einfach zu finden. Den Kriminellen ist ziemlich viel ziemlich scheißegal. Der Schaden und das Leid von Opfern -> scheißegal. Einzuhaltende Spielregeln -> scheißegal. Drohende Strafen (= selbsterbetteltes eigenes Leid) die eh nicht eintreten -> scheißegal. Angebote -> scheißegal. Noch mehr Pöstchen für irgendwas-mit-Sozialpädagogik-Schwallern -> scheißegal.

    So einfach und so knackig isses. Aber manche Leute hören sich halt gerne Schwafeln. Und manche reimen sich irgendwelchen Scheiß zusammen, weil sie sich damit für tausendfach cleverer halten können, als sie es tatsächlich sind. Und sobald die böse Realität droht, sindse wech. Sie wissen schon, warum…

    Zurück zu den Kriminellen. Ja, manche sind sogar so assi, dass sie Straftaten aus keinem anderen Grund begehen, als anderen Leuten Schaden zuzufügen und/oder sich selbst für besonders mutig und cool zu halten. Spätestens dann hat’s wohl auch was mit (siehe: Ursachen) Erziehung zu tun. Und jeder weiß: alles, was in Sachen Erziehung nicht bis zum Eintritt der Pubertät erledigt ist, wird später richtig kompliziert. Und erfordert: noch mehr Härte. Manche bringt das dann doch noch zur Vernunft. Andere (hoffentlich) in den Knast.

    Außerdem fordere ich: Jeder, der mit seinem Rumgeschwalle Opfer verhöhnt, erhalte bitte 100 heftige Kopfnüsse. Manchmal lösen diese klemmende Denkgetriebe wieder. :-)

  23. @Seldon
    Die Kriminalität ist nur ja nur ein Nebenprodukt der Masseneinwanderung.
    Ich sehe ein verändertes Stadtbild. Nicht nur in der Neustadt. Ja, Gruppen junger Männer, welche mit ihren Telefonen vor Saturn oder in der Altmarktgalarie sitzen, finde ich befremdlich – zumindest, wenn ich die Medien vom KRIEGSflüchtling sprechen höre.
    Warum können wir denn das Kind nicht beim Namen nennen? Wenn ich aus Nordafrika kommen würde, oder irgendeinem anderen Staat, wo ich Hunger und Not leiden muss, dann würde ich möglicherweise auch versuchen zu flüchten – dort hin, wo Milch und Honig fliesst. Das heißt aber nicht, dass ich das hier gut finden muss.
    Vielleicht mal auch raus aus der bunten Neustadt. Vielleicht mal nach Görlitz. An einem sonnigen Tag bitte. Marienplatz, Wilhelmsplatz usw. Auch dort bestimmen junge Männer und Neuankömmlinge das Stadtbild – zusammen mit sozial schwachen „Einheimischen“. In einer Region (ich meine Ostsachsen generell), welche seit der Wende selbst Strukturprobleme hat und wohl auch die kommenden Jahrzehnte haben wird…
    Mir ist ein Rätsel, wie man die Grenzen so öffnen kann, ohne den Neuankömmlingen eine Perspektive zu bieten/ bieten zu können. Wer hat denn da einen Nutzen auf lange Sicht? Wenn jemand keine Perspektive hat, dann ist Kriminalität besser als keine Perspektive. Es wird ein Teufelskreis entfacht.
    Oder es wird vielleicht auch der „tolle“ Mindestlohn ausgehebelt, mit der Begründung den Neuankömmlingen (blödes Wort, ich weiß aber nicht, wie ich mich politisch korrekt ausdrücken kann und möchte niemandem hier auf die Füße treten) doch auch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu bieten.
    Mir kann keiner sagen, dass das, was hier (brD) momentan passiert für irgendwen gut ist – außer für große Konzerne/ „Kapitalisten“ u.ä. – die bekommen nämlich günstiges Menschenmaterial – zum Kotzen!

  24. „Friedrich Engels nannte das Verbrechen einmal die „erste, rohe und unfruchtbare Form der Empörung“ und die „ungebildetste, bewusstloseste Form der Protestaktion“.“

    Selten so ein sinnloses Möchtegern Kausalzusammenhang Gefasel in dem Zusammenhang gelesen. Ein Verbrechen ist ein Verbrechen ist ein Verbrechen … man hat immer die Wahl (sich im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten) zu entscheiden.

    Wahrscheinlich ist die Frau im Sommerkleid jetzt auch selber schuld, wenn ihr irgendsoein Drecksarsch zwischen die Beine fasst. Unglaublich.

  25. @saldon@all – lesen!: Ludwig von Mises, Roland Baader, Hayek, Eugen Richter, „Das KapitalismusKomplott“ – Libertarismus – mehr Freiheit wagen!

  26. Hallo Julia und Karsten.
    Über Opfer hab ich gar nichts gesagt, schon gar nicht ihnen eine Mitschuld unterstellt. Ich rede von Ursachen von Kriminalität! Diese gibt es und diese sollten für nachhaltige Kriminalitätsbekämpfung angeschaut und abgestellt werden. Damit ist nichts über individuelle Schuld gesagt, niemand von seiner Verantwortung entbunden. Etwas zu verstehen oder zu erklären heißt nicht, es zu rechtfertigen! Aber es ist doch nichts geholfen, den Einzelnen wegzusperren, wenn der nächste schon in den Startlöchern steht. Natürlich wird nicht jeder Abgehängte zum Verbrecher, aber solange Menschen abgehängt werden, werden auch Verbrechen ausgeübt. Und solange individueller Reichtum als erstrebenswert und Ausweis persönlichen Erfolgs gilt, wird es auch Versuche geben, diesen mit ungesetzlichen Mitteln zu erlangen, da es mit gesetzlichen eben nicht möglich ist.

  27. Hallo Karsten,
    Oliver Janich, Partei der Vernunft, Verschwörung. … ja nee…lass mal…
    Libertarismus ist nicht Freiheit sondern maximal Freiheit des Eigentums, Freiheit des Stärkeren, totaler Markt statt totaler Staat, Abschaffung des Staates nur insoweit der Schutz des Eigentums gewährleistet bleibt, Abschaffung allen gesells haftlichen Zusammenhalts, sozialer und ökologischer Standards usw.

  28. Genau und ich rede von Kriminalität, denn Ursachen helfen Beklauten selten. Was soll in diesem Zusammenhang überhaupt die Verlagerung auf Meta-Ebenen?! Es geht um konkrete Konzepte, auf die zunehmende und wahrnehmbare Kriminalität zu reagieren. Klare Regeln und das Umsetzen selbiger, für mich ein stimmiges Konzept.

  29. Neinnein Julia, du hast es nicht verstanden. Solange nicht ausnahmslos ALLE Ursachen beseitigt sind, der Kapitalismus überwunden sowie die glorreiche Arbeiterherrschaft eingeläutet worden sind, ist es sinnlos, auch nur ansatzweise aktiv gegen die aktuellen Symptome vorzugehen. Vgl: „Es nutzt bspw. niemandem, jetzt den Alaunpark zu beleuchten, um die Dealer zu vertreiben, weil die dann halt drei Straßen weiter ziehen…“ – tatsächlich zielführender ist es, wie Gregor Samsa hilflos auf dem Rücken zu liegen und mit den Beinchen zu wackeln. Wobei der Samsa wenigstens die Klappe halten musste.

  30. Na hi Seldon.
    Mal vorab: Sicher hast Du schon mitbekommen, dass hier wieder so ein ultrawitziger Kindskopf unter dem gleichen Namen schreibt wie ich. Wobei ich der (sicherlich) schon etwas länger bekannte „Karsten“ bin. (Der Beitrag vom 3. April 2017 at 17:52 stammt von mir.) Nun gut, ich kann verstehen, dass er/sie/es von meinem exorbitant guten Ruf profitieren will. Aber traurig ist doch, dass er/sie/es offensichtlich absolut nix von selbst auf die Reihe bekommt…

    Nun ich denke, Du (Seldon) verrennst Dich in irgendwelche Fantasiewelten, da Du ein paar wesentliche Fakten der realen Welt nicht verstehen kannst oder willst. Ich mein, wir wissen alle, dass die Welt nur aus Rumlungern, Spielwiese und Rumdaddeln besteht. Hingegen alles, was irgendwie mit Waschmaschine, Kühlschrank und Geldscheinen zu tun hat, dafür sind andere verantwortlich. Wobei die drei genannten Dinge lediglich als Synonyme für die Grundlage jeglichen uns bekannten Lebens im Universum stehen sollen.
    Leider befürchte ich, dass wir im Leben irgendwann von der erschreckenden Erkenntnis eingeholt werden, dass obige Sichtweise nur für eine sehr kurze Phase des Lebens gilt, welche auch noch ganz zu Beginn des selbigen angesiedelt ist. Kurz darauf werden wohl dahingehend erleuchtet werden, dass man eben nicht alles haben kann, was man haben will oder anderen neidet oder was auch immer. Und ohne selbst was dafür zu tun (wobei ich hier Kriminalität explizit ausschließe :-) ), läuft schon mal rein gar nichts. Ich denke, ein jeder wird noch früher oder später dahingehend erleuchtet.
    Mit diesem Wissenshintergrund kann man es dann aber einfach nur noch als dümmliches Geschwätz abtun wirklich daran zu glauben, dass man den Arschlöchern nur alles hintenrein schieben muss, damit sie aufhören, Arschlöcher zu sein. Während die Ehrlichen und Fleißigen die Dummen bleiben sollen.
    Und ich denke aber, bevor man diesen Erkenntnisstand nicht erreicht hat, sollte man akzeptieren, dass Diskussionen über Kriminalitätsbekämpfung erst wesentlich später auf dem Lehrplan stehen werden.
    Ich empfehle mich.

  31. Hallo nochmal, Julia, Karten, …
    „Konkrete Konzepte, klare Regeln“, … wenn die sich nicht an der „realen Welt“ orientieren, sind sie für die Katz‘! Davon ab gibt es diese klaren Regeln: nennen sich Gesetze und geraten da an Grenzen, wo über Ursachen nicht nachgedacht wird. Wenn es reichen würde, strenge Gesetze zu erlassen und durchzusetzen, wäre die Mordrate in USA angesichts drohender Todesstrafe wohl kaum so hoch!
    Ich weiß nicht, woraus Ihr lest, ich wöllte Straftätern „alles hinten rein schieben“. Es geht nur darum, dass es imho nichts nutzt (und scher zu realisieren ist) die Taschendiebe, Antänzer, Schläger und Grapscher wegzusperren, ohne gleichzeitig die Ursachen anzugehen und eine echte Eingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen.
    Das einigen hundert jungen Männern ohne Bleibeperspektive, ohne Arbeit, Wohnraum, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, isoliert, angefeindet, teilweise mit einfacher Bildung, anderem kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund, verklemmter Sexualität usw. usf. irgendwann „alles egal“ ist, scheint mir zumindest nachvollziehbar. Deshalb sind kriminelle Auswüchse NICHT gerechtfertigt! Aber immerhin z.T. erklärt und ein Ansatzpunkt für Abhilfe gezeigt!
    Zum Thema „Busengrabscher“ halte ich sowas:
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/gekuerzte-fluechtlingshilfe-sexualpaedagogische-kurse-fuer-junge-fluechtlinge-werden-eingestellt-1.2907049
    für zielführender als Knast! Auch billiger. Aber man liest ja, was passiert.

    Noch zur Info kurz was zur Herkunft:
    http://www.deutschlandradiokultur.de/tunesische-jugendkultur-der-wunsch-nach-flucht-praegt-das.1008.de.html?dram:article_id=343644

  32. „Das einigen hundert jungen Männern ohne Bleibeperspektive,..“ Diese Männer müssen zurück in die Herkunftsländer und vor Ort die Gerüchte beenden, dass sie hier eine golden Zukunft haben. Dann endend ggf. auch diese „Jugendkultur“.

    Viele benötigen ein umfangreiches Nachhilfeangebot, es beginnt bei einigen beim Lesen und Schreiben, Deutsch brauchen fast alle und einige auch Sexualkundeunterricht. Kostet alles ein Vermögen und nicht jeder kann alle Kurse bekomme. Schlimm? Nein! Auch meine Kinder haben hohen Unterrichtsausfall. Ist nicht schön aber langsam tut sich auch was im Kultusministerium… Also nicht immer nur sagen was alles nicht geht, sondern auch mal schauen was schon alles geleistet wurde von Deutschland.

  33. Ich wäre für Kameraüberwachung! Nicht zur Strafverfolgung, sondern um vor der nächsten Kiminal-Diskussion, mal gemeinsam einen „best-of-crime“ anzuschauen. Da müsste der Ahmet auch nicht mehr Film für alle zusammenfassen und dafür beschimpft werden.

  34. Ich war dieses Wochenende auch schwer begeistert von meinem Mitternachts-Rundgang nach dem Filmfest. Zwei Polizeiwagen vor der Scheune, eins an der Krawallecke und zwei auf dem Alaunplatz. Und bei dem Publikum das überall unterwegs war augenscheinlich auch gerechtfertigt.
    Früher, als ich noch jedes Wochenende weit nach Mitternacht unterwegs war, habe ich nicht einmal auch nur annähernd sowas gesehen.

    Und vor die Scheune konnte man sich heute kaum setzen, weil alles mit Glasscherben gestreuselt war.

  35. Für die hier diskutierten Probleme gibt es eine ganz einfache und wirkungsvolle Lösung.
    „Geht im September zur Wahl“.
    Wählt eine Partei welche die Probleme löst und keine die Teil des Problems ist.

  36. genau diesen „Aha – Effekt“ wollte ich auslösen …

    was tun, wenn man zu der Erkenntnis kommt, dass die Parteien welche man bisher gewählt hat, offensichtlich nicht in der Lage sind das Problem zu lösen.

  37. Zwei Polizeiwagen vor der Scheune, eins an der Krawallecke und zwei auf dem Alaunplatz.

    Plus zwei in der Rothenburger.

    Und vor die Scheune konnte man sich heute kaum setzen, weil alles mit Glasscherben gestreuselt war.

    Das kann gar nicht sein, es gibt dort nämlich jetzt Pfandringe, die paralysieren jeden Übeltäter sofort.

  38. Also ich wähl die Grünen, die wissen, wo`s langgeht. Die haben immer so pfiffige Ideen, die genau da ansetzen, wo es wehttut. Pfandringe zum Beispiel.

    Ich finde es auch gut, daß im Neustadtgeflüster Gruppen beworben werden, die für sowas sind:

    Wir als Kontaktgruppe Asyl e.V. positionieren uns klar gegen jedwede Abschiebung von Menschen! Abschiebungen sind unmenschlich und unmoralisch!

    oder:

    Refugees welcome! Kein Mensch ist illegal! Bleiberecht für alle!

    http://kontaktgruppeasyl.blogsport.de/

  39. Es gibt keine relevante Partei die diese Probleme lösen will.
    Bestenfalls eine Prostestpartei, die völlig regierungsunfähig ist und dann noch einen kleineren Haufen noch größerer Idioten.
    Die Entscheidung besteht zwischen „weiter so“ und „noch schlimmer“. Mir egal, ich bin mir ziemlich sicher dass ich dieses Jahr nicht mehr wählen gehe.

  40. Eine Bundestagswahl hat aber mehr als nur EIN Problem anzugehen.

    Und wenn ich mir die Aussagen zur Wirtschaftspolitik bei den „nicht-etablierten Parteien“ so ansehe (die Vorredner schielen hier ja offensichtlich auf Petry / Gauland / Höcke usw.), kann der Schlamassel mit solchen Fachleuten im Amt in seiner Gesamtheit nur noch größer werden…

  41. Das stimmt! Deswegen werde ich Seldon den Gefallen tun und die MLPD wählen. Die beschäftigen sich immerhin mit den Kriminalitätsursachen.

  42. Hallo Andreas,
    ich war am Wochenende nicht in der Neustadt, würde aber behaupten, dass sowohl “ vor der Scheune, … an der Krawallecke und … auf dem Alaunplatz“ nicht nur Flüchtlinge anwesend waren. Auch Glasbruch wird gern international und vorrangig unter Einfluss von Alkohol und nicht von nordafrikanischer Stammeskultur produziert. Worum’s ja hier in der Diskussion immer wieder ging, war die Tendez, die Flüchtlinge für alle Übel dieser Welt, zumindest jedoch für die Kriminalität verantwortlich zu machen. Unfassbar hat’s dann wenigstens halbwegs ehrlich auf den Punkt gebracht, dass es darum gar nicht geht, es ist einfach zu teuer, kriminell hin oder her, nimmt unseren Kindern was weg usw, usf., „die müssen weg!“
    „Früher, als ich noch jedes Wochenende weit nach Mitternacht unterwegs war, habe ich nicht einmal auch nur annähernd sowas gesehen.“
    Früher konnte man gern mal kurzhaarigen Verteidigern der christlich-abendländischen Kultur begegnen, die die eine oder andere Kneipe zerlegt, das eine oder andere Nasenbein gebrochen haben. Auch nicht schön.
    Das ganze Hin- und Her mit dem Gewähle ist dann wieder was Anderes: Partei lösen keine Probleme. Wenn sie reale oder angenommene Probleme benennt, dann um darüber wählbar zu werden: „Einwände gegen die Verhältnisse stark machen, heißt, sie wählbar zu machen. Sie zur Geltung bringen, heißt, im Parlament vertreten zu sein. Gegen die herrschende Politik aufbegehren, heißt, in ihr mitzuwirken. “
    http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/90/90_5/wahlfieb.htm
    „. Die Idee ist dabei die, eine Herrschaft, die sich von ihrem Volk periodisch beauftragen lässt, wäre keine Herrschaft; eine Gewalt, die sich von denen, die ihr gehorchen müssen, legitimieren lässt, wäre keine; Lebensverhältnisse, deren politische Macher und Aufseher in Wahlkämpfen durch Publikumsentscheid ermittelt werden, wären verwirklichte Freiheit. –Das ist das
    Eine. Dass das entscheidungsbefugte Publikum in seinem Alltag von seiner Wahlfreiheit viel hält; dass es darauf so große Stücke hält, wie die demokratische Wertlehre es unterstellt; erst recht: dass es von der Konkurrenz der Wahlkämpfer um seine Stimme besonders angetan wäre: Das lässt sich allerdings nicht behaupten. Unter wahlberechtigten Bürgern ist es Sitte, die Bedeutung der eigenen Wahlstimme „illusionslos“ zu sehen, also
    gering zu schätzen, den Wahlkampf als „Zirkus“ zu verachten, von den Politikern eine überwiegend schlechte Meinung zu haben
    – und trotzdem zur Wahl zu gehen, wenn sie angesetzt ist. –
    Das ist das Andere.“
    https://www.youtube.com/watch?v=eG9-rWmkV7s

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