„Les Sauteurs“ im Montagscafé

Les Sauteurs - Those who jump
Les Sauteurs – Those who jump
Am kommenden Montag wird um 19 Uhr in der Studiobühne des Kleinen Hauses der preisgekrönten Dokumentarfilm „Les Sauteurs – Those who jump“ in Anwesenheit der Regisseure Moritz Siebert und Abou Bakar Sidibé gezeigt. Der Dokumentarfilm wurde unter anderem mit dem Preis der Ökumenischen Jury der Berlinale 2016 ausgezeichnet, mit dem Cinema Eye Award, Emerging Filmmaker Award und ist nominiert für den Danish Film Academy Award.

Die spanische Exklave Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste: Afrika und die Europäische Union werden hier durch eine hochgesicherte Grenzanlage getrennt. In den Wäldern des Bergausläufers leben Flüchtlinge, meist aus der Subsahara-Region. Die versuchen, die Landgrenze zwischen Marokko und Spanien zu überqueren. Das versucht auch der Malier Abou Bakar Sidibé, der zugleich Protagonist und Dokumentierender in „Les Sauteurs“ ist.

Nach 14 Monaten im Camp und mehreren gescheiterten Versuchen, das Zaunsystem zu überwinden, beginnt Abou zu filmen – seinen Alltag, die Umgebung, das zermürbende Warten auf den nächsten „Sprung“.

Er gibt Einblick in die soziale Organisation der Community und tristen Ausblick auf das vermeintliche Eldorado Europa. In „Les Sauteurs“ findet ein einzigartiger Perspektivenwechsel statt: Dem abstrakt anonymen Wärmebild der Überwachungskamera wird der subjektive Blick eines Individuums entgegengesetzt. Nach einer Begegnung mit Moritz Siebert und Estephan Wagner übernimmt Sidibé ihre Kamera. Unermüdlich dokumentiert er seine Lebensrealität am Rande einer abgeschotteten EU.


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Das Montagscafé im Kleinen Haus auf der Glacisstraße gibt es seit dem Sommer 2015 und versteht sich als offener Treffpunkt Geflüchtete und Einheimische.

Les Sauteurs – Those who jump

  • Montag, 30. Januar, 19 Uhr, Kleines Haus, Studiobühne, Glacisstraße 28, 01099 Dresden

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