Ein kalter Hauch New York

Dead Rabbit: Noch ist alles abgeklebt. Mit gutem Grund, denn drinnen ist bis Sonnabend noch eine Menge zu tun.
Noch ist alles abgeklebt. Drinnen ist bis Sonnabend noch eine Menge zu tun.
Dreckige Männer stehen sich gegenüber. Banditen mit blanken Messern. Gleich beginnt eine Massenschlägerei und mittendrin „The Butcher“ und „The Priest“. Die Szene spielt im Manhatten der 1850er Jahre und ist extrem gewalttätig. Abgedreht hat sie Kultregisseur Martin Scorsese vor 14 Jahren. Der Filmtitel: „Gangs of New York“. „The Priest“ ist Anführer eine Bande irischer Immigranten, den „Dead Rabbits“. Sein Sohn, gespielt von Leonardo DiCaprio, wird den Tod seines Vaters später rächen und die „Rabbits“ übernehmen.

Mit diesem filmischen Hintergrund spielt die neue Kneipe auf der Louisen­straße, die am Sonnabend eröffnet wird. Die Brüder Christoph und Marcus Schindler haben die Räume vom „Irish Fiddler“ übernommen, der seit August auf der Alaunstraße fidelt.

Der Gastraum wurde komplett umgestaltet. Holz dominiert und natürlich Bilder der „Gangs of New York“. „Wir wollten einen amerikanisch-irischen Pub schaffen, der an die Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts erinnert“, berichtet Christoph. Stolz zeigt er die nagelneue Zapfanlage. Acht verschiedene Biere gibt es vom Hahn. Besonders hebt er das „Brooklyn Lager“ hervor, das Bier, was der Craft-Beer-Welle in Amerika den richtigen Schub gab.

Die Beiden kommen gewissermaßen in heimatliche Gefilde zurück. Sie be­treiben die Bar Paradox, die vor ihrem Umzug auf die Alaunstraße auch schon auf der Louisenstraße beheimatet war. Ein Speiseangebot wird es nicht geben, aber man kann sich gerne sein Essen mitbringen oder bei einem der benach­barten Imbisse bestellen. Mit dem Burgermeister ist schon eine Kooperation geplant.


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So gar nichts mit dem 19. Jahrhundert haben zwei riesige Fernseher zu tun, die sollen der Ballsportberichterstattung dienen. „Bundesliga und Champions-League“, konkretisiert Christoph. Ansonsten gibt es reichlich internationales Schnaps- und Bar-Angebot. Auch die irische Komponente soll nicht vernach­lässigt werden. Offizielle Eröffnung ist am Sonnabend ab 20 Uhr.

Unter dem Namen „The Dead Rabbit“ gibt es in New York übrigens einen Irisch-Pub, der in diesem Jahr zur „World’s Best Bar“ gewählt wurde. Die Bar befindet sich am Südzipfel Manhattens in unmittelbarer Nähe zur Wall Street.

Dead Rabbit

  • Pub, Louisenstraße 56, 01099 Dresden, täglich ab 17 Uhr, Infos auf der Facebook-Site

Bevor 2007 der „Irish Fiddler“ in der Louisenstraße einzog, war hier das Café Papillon drin. Und bis 2006 die Aqua Lounge. Die Website zu der damals wohl modernsten Bar Dresdens gibt es noch immer: Vorsicht – Flashplayer wird benötigt.

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