Bauch, Beine, Buggy

Sobald das Baby erstmal da ist, bleibt frischgebackenen Muttis meist keine freie Minute zum Sporteln. Doch Anne Fietkau von Buggyfit bringt in ihrem Training Baby und Sport unter einen Hut.

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Auch bei Regenwetter trainieren die jungen Mamas mit Anne Fietkau.

Als ich im Alaunpark mein Rad abstelle, sehe ich schon von Weitem die Kolonne von Mamis mit ihren Buggys. Mit schnellem Schritt, den Kinderwagen fest im Griff, walken sie durch den Park. Anne Fietkau, selbst auch mit ihrem Spröss­ling im Schlepptau, läuft allen voraus. „Und weiter, und schneller“, treibt sie die sportelnden Muttis an.

Seit Beginn des Jahres bietet Anne Fietkau Sporkurse für Mütter und ihre Kleinen an. Als Mama eines Einjährigen kennt sie das Problem „Sport-trotz-Kind“. Zwar gibt es in manchen Fitness-Studios Kinderbetreuuung. „Aber ich weiß nie, ob es meinem Kind wirklich gut geht, während ich auf dem Laufband bin“, sagt Fietkau. „Und wenn man zu Hause trainieren will, dann lässt man es am Ende doch bleiben, weil man alleine ist.“

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Beim großen Ausfallschritt dient der Kinderwagen als Stütze.

Buggyfit schafft hier Abhilfe. Das Baby, was meist der Grund fürs Nicht-Sporteln ist, wird mitgenommen und in die Übungen integriert. „Und wenn mal einer schreit, dann schaue ich nach dem Rechten, damit die Mami in Ruhe weiter trainieren kann“, erklärt die Fitness-Trainerin. Ihr Programm stimmt Fietkau speziell auf frischgebackene Mütter ab. „Kurz nach einer Geburt kann man schließlich keinen Marathon laufen“, sagt die 33-Jährige. Als ausgebildete Physiotherapeutin und Aerobic- und Fitnesstrainerin weiß sie, welche Muskelgruppen trainiert und welche Bereiche geschont werden müssen. Außerdem sei es wichtig, dass die Mütter mindestens acht Wochen nach der Geburt warten, bis sie mit dem Training anfangen.


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Neben dem Programm im Alaunpark, bietet Fietkau auch Runden an der Elbe, in der Heide und im Palaisgarten an. Das Credo: Raus an die frische Luft. „Schließlich gibt’s kein falsches Wetter, nur schlechte Kleidung“, sagt die Trainerin. Übrigens: Frischgebackene Väter sind auch willkommen. Bisher traut sich allerdings noch keiner. Deshalb macht Fietkau zusammen mit ihrem Mann am 22. Oktober ein Training im Alaunpark speziell für Mütter und Väter.

Buggyfit – Sport mit Kind

9 Kommentare zu “Bauch, Beine, Buggy

9 Gedanken zu „Bauch, Beine, Buggy

  1. Tolle Sache! Am besten noch die Mamas einsacken, die sonst den ganzen Tag die kleinen Cafés belagern, die sie für einen Kinderhort halten und in denen sie sich stundenlang den einen Sojalatte einteilen. Hopp, hopp, ab ins Grüne…

  2. Mich nerven die jungen Mamas, wenn sie nebeneinander den Kinderwagen auf dem Gehweg schieben, tratschen und andere Leute auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Dieses Geturne im Park finde ich einfach nur lächerlich

  3. Ich bin auch völlig dafür! Verbieten wir jungen Muttis mit Kindern unter 2 Jahren, Kindern die mit Laufrädern neben der Mutti fahren, Kindern mit Bällen, weil sie eventuell andere Menschen treffen könnten, Jugendlichen die mit ihrem Smartphone auf dem Gehweg nicht nach vorn schauen, Pärchen die den Weg händchenhaltend versperren und natürlich auch alten Menschen die aufgrund ihrer Geschwindigkeit den Verkehr aufhalten den Zutritt zum Park!

  4. @Lisa B. Klingt gut. Dann aber bitte peinlich darauf achten, nie die Gruppe zu wechseln, nicht Pärchen werden, nicht Mama, nicht Greis, es droht eine andere Sichtweise.

  5. Als sichtbares Zeichen des Dankes des Deutschen Volkes und um aufzuzeigen, wie wichtig ihr Beitrag, den sie in Form von Kindern erbringen, für das Land ist, verleihe ich Frau Fietkau und ihren Kameradinnen das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter.

  6. Sehr „geehrte“ Frau Ministerin;
    bitte gehen Sie zurück in Ihre(Schmuddel-oder Schäm-Dich)Ecke. So etwas wie Ihresgleichen brauch hier in der Neustadt kein Mensch.

  7. Zu Befehl! Ergreife den Rückzug in die Schmuddel-Ecke und nehme Herrn Böhmermann gleich mit.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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