A wie anders

Zur BRN konnte man noch rätseln, was in dem Geschäft auf der Rothenburger Straße 1 wohl entstehen wird. Jetzt hat J. K. dort einen Dessous-Laden eröffnet und ergänzt so ihren Online-Shop für knappes zum Drunterziehen.

27 Kommentare zu “A wie anders

  1. Du, dit ist mal ne jute Idee, ich bin aber nicht mehr so oft in Dresden, ick bin jetzt ja in Bärlin und grad nur ufff Besuch!

  2. Wer ist denn diese J. K.? Das Online-Angebot ist ja umfangreich; findet man das alles auch im Laden? Leider steht auf der Website nichts zum Ladengeschäft.

    Und zu guter Letzt: „Special Dessous“? Warum muß man da ein englisches mit einem französischen Fremdwort kombinieren? Ich hätte „Special Lingerie“ oder „Dessous Spécial“ denn doch weniger holprig empfunden. „Besondere Dessous“ hätte mich als potentielle Käuferin am ehesten gelockt.

  3. Lingerie , liebe elbnymphe, ist ja wohl was völlig anderes.

    Der Name der Inhaberin paßt hervorragend zum speziellen Angebot. Wuff !

  4. Ach, stefanolixchen…Wenn Du wüßtest, was Du nicht weißt und auch nie wissen wirst…

    Die liberalen Saunisten hier im Blog sind schon echt drollig.

  5. Gundolf, Lingerie ist ein völlig wertenutraler Überbegriff, der alles von geblümten Baumwollhöschen bis zu den Leder-Geschirren bei Jenny K. miteinschließt. Wenn Du dennoch meinst, Du könntest mir in puncto Dessous Nachhilfe erteilen, dann schieß los.

  6. Ich schaue heute abend hier noch mal rein, ob der Gundolf Dir schon die Dessous erklärt hat.

    »Liberaler Saunist«? — Besser nicht. »Liberal« wird in Dresden noch lange missverstanden werden und ich kann das sogar zum Teil nachvollziehen. Aber das kann ich jetzt nicht mit drei Worten erklären.

  7. Ach, Stefanolix, warum die Worte immer ihrer Sprengkraft berauben? Dann geht ja der ganze Witz flöten. Man stolpert doch eher über einen liberalen als einen libertinären Saunisten. Wobei, mit Verlaub, für mich Saunist rein lautnaelrisch nach Rotarmist klingt. Ich würde eher von Saunagängern reden.

  8. Die Nachmittagssonne nutzte ich für einen kleinen Neustadtbummel zu „A wie Anders“. Eine hübsche Frau mit schulterfreiem Top stand hinter der Theke; tatsächlich war es Jenny K. persönlich, die mir bereitwillig über ihr Unternehmen Auskunft gab. Der Laden enthält nur einen Bruchteil dessen, was im Online-Shop erhältlich ist; jedoch läßt sich auf Wunsch alles bestellen und auch anprobieren. Das Ladensortiment speist sich aus vier Jahren Online-Geschäft und der schlechten Zahlungsmoral, so daß die Idee reifte, die nicht abgeholten Sachen in einem Laden anzubieten. Natürlich darf man sich jetzt keine Ladenhüter vorstellen; Netzstrumpfhosen, Baby Dolls, Corsagen und Strumpfhalter; Stiefel und High Heels, soweit das Auge reicht. Die etwas ausgefalleneren, mit Nieten und Schnallen verzierten Sachen aus Leder und Lack liegen etwas höher, falls doch einmal Kinder in Begleitung Erwachsener den Laden betreten (soll vorkommen).

    Als ich den Laden betrat, waren eine aparte Frau im Business Look, ein älterer Herr in Begleitung sowie ein Goth-Pärchen zugegen, die alle sympathisch beraten wurden. Jenny K sagte mir, ihr Anliegen sei es, daß der Laden allen offenstehe und vor allem bei Frauen die Assoziation eines „schmierigen Sexshops“ vermieden werden sollte. Ich denke, das ist ihr gelungen. Das Sortiment ist übrigens auf Wäsche beschränkt; Toys wird man dort vergeblich suchen. Geöffnet ist bis 18.30 Uhr.

    – Der Name „Special Dessous“ ist übrigens historisch gewachsen.

  9. Und keiner regt sich über die sexistischen Bilder – a la House of Game – in deren Onlineshop auf? – Hey, Ihr bessert Euch, oder nehmt es wie ihr es gerade braucht, oder es kommt jetzt ein:“Jaaa, das ist ja was gaaaanz Anderes…!“ ;-)

  10. @Fire: Äh, was willst Du jetzt eigentlich hören – Du hast ja alle Möglichkeiten einer Reaktion vorweggenommen, da hat frau es ja verschissen, egal, wie sie antwortet.

    Ich tu’s dennoch:

    Nochmal zum Mitschreiben:

    SEXY IST NICHT GLEICH SEXISTISCH!

    Ein Wäscheladen, der in seinem Online-Bereich Frauenkörper zeigt, stellt Ware und Käuferschicht in Bezug zueinander. Ein Basketballladen, der Sneakers mit sämtlichen Bunny-Attributen dieser Welt inszeniert und dann auch noch den öffentlichen Raum damit zupflastert, ist zuallererst schlechte Werbung (kein Bezug zwischen Produkt und Ware), danach schlechtes Marketing (sämtliche Frauen sind ausgeschlossen) und schließlich schlechter Stil (es wird auch für Kinder sichtbar ein Frauenbild propagiert, das sehr problematisch ist).

    Im Schaufenster von “A wie Anders” konnte ich ausschließlich Textilien entdecken; hingegen keinerlei sexistische Darstellungen, die Frauen zu Bunnies oder Verkaufsargumenten herabwürdigen.

    Das war der Inhaberin auch sehr wichtig: sie schien sich der Tatsache bewußt, daß da auch mal Kinder auf der Rothenburger herumrennen. Kann man den Baseballtypen ähnlich viel Grips Umsicht unterstellen?

    Nächstes Mal überleg’ doch bitte drei Sekunden, ehe Du Dich mit undifferenzierten Kommentaren in die Diskussion einklinkst.

    Emanzipierte Frauen haben es anno 2009 nun wirklich nicht mehr nötig, sich auf dermaßen antiquierte Diskussionen wie die Dichotomie zwischen schöner Wäsche und Feminismus einzulassen. Ob Du es glaubst oder nicht, man kann auch in Spitzendessous (oder gar in Fesseln und geknebelt – nur damit Gundolf mir nicht wieder einen beschränkten Horizont unterstellt) sehr emanzipiert denken und agieren.

    “Wie kann sie sich über sexistische Werbung echauffieren, wenn sie gleichzeitig wohlwollend über Unterwäscheläden schreibt?” Geht’s noch eindimensionaler? Müssen wir erst wieder unsere BHs verbrennen, ehe wir glaubhaft emanzipierte Positionen vertreten dürfen?

  11. Emanzipierte Frauen anno 2009 hätten es nun wirklich nicht mehr nötig – sich über jedes kleine Nackt-, Halbnackt-, oder wie auch immer Foto so zu echauffieren, sondern sie könnten auch mal einfach über den Dingen stehen. Außerdem war mir nicht klar, daß Emanzipation blind vor Smilies macht… ;-)

  12. Bzgl. des Verschwitzten auf dem Bild. Ich habe bestimmt 5 Minuten ausgeharrt, aber er hat so beharrlich versucht mit seiner Handytipperei von seinen verstohlenen Blicken auf das Schaufenster abzulenken, dass ich der Meinung war, er gehört mit zur erweiterten Auslage. ;-)

  13. @Fire: Dann ist es also einmal wieder ein Mann, der bestimmt, wann eine Frau wirklich emanzipiert ist und wann nicht. Dann ist es also wieder einmal ein Mann, der einer Frau zugesteht, wann sie sich ärgern darf, und der ein Urteil darüber fällt, wann sie humorlos ist.

    Ich habe keine Lust, über den Dingen zu stehen, wenn sie die Art betreffen, wie ich als Frau gesehen und behandelt werde.

    Es geht hier keinsfalls um ein kleines Foto. Es ist die Flut an sexistischen Bildern im öffentlichen Raum. Aber offensichtlich bin ich nicht emanzipiert genug, davor die Augen zu verschließen.

  14. Ach Frau Nymphe (ich wollt erst Nymphchen sagen ;-)…), ich bestimme nicht, ich fälle auch kein Urteil, sondern sage nur meine Meinung, was ich albern finde und was nicht…
    Und diese Meinung ist subjektiv und für die Weltöffentlichkeit relativ unbedeutend, aber meine Meinung. Und die darf ich sagen, nämlich, daß es (nochmals – aus meiner Sicht) albern ist, was Du hier in heller Aufregung kund tust…. ;-) Nicht mehr und nicht weniger.

  15. Albern ist höchstens, daß Du mir nun statt mit sachlichen Argumenten mit verniedlichenden Verkleinerungsformen begegnest. Bin gespannt, wann Du mich „Schätzchen“ oder „Kindchen“ titulierst. Aber Deine von semantischen Kenntnissen unbeleckte Meinung sei Dir unbenommen.

  16. @Fire: Nein, Du sagst dort oben eben gerade nicht Deine Meinung. Du sagst, was emanzipierte Frauen Deiner Meinung nach meinen sollten: sie »hätten es nicht nötig« und sie »könnten doch drüberstehen«.

    Und an dieser Stelle trittst Du der emanzipierten Frau Elbnymphe heftig auf den Fuß.

    Wenn Du Deinen Kommentar ein klein wenig umformulierst, dann kannst Du wirklich Deine Meinung sagen und vereinnahmst niemanden anders. Damit hätte vermutlich niemand ein Problem.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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