House of Game

House of Game - Eröffnungsflyer
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Am 15. August wird mit dem „House of Game“ ein Basketball-Laden in der Böhmischen Straße 12 eröffnen. Früher war hier mal ein Quelle-Shop drin. Hier gibt es hoffentlich bald mehr Informationen.

29 Kommentare zu “House of Game

  1. Liebes House of Game,

    Ihr wollt wohl nicht, daß Frauen bei Euch kaufen? Ja, genau, diese Wesen, die eigentlich selbst ganz gerne mal Sport treiben, die Ihr aber exklusiv als Bunny-Staffage wahrzunehmen scheint.

    Frage: wieso kann Werbung für einen Basketball-Laden nicht Frauen beim Sport zeigen?

    Es ist traurig genug, daß Werbeagenturen immer noch unkreativ genug sind, ein Produkt mithilfe eines Frauenkörpers zu promoten, der zu der beworbenen Sache in keinerlei Beziehung steht. Aber diese Message war Euch wohl noch zu subtil, deshalb wurde das Ganze nochmal nach allen Regeln des Porno-Business inszeniert: Gespreizte Beine, Griff an die Titten sowie halbgeöffneter Mund. Geile Werbung!

    Ich wünsche Euch viel Glück mit Eurem Laden, vielleicht schafft Ihr’s ja irgendwann zum Sponsor der DBB-Damen.

  2. Sie haben auch ein Blog und drei Männer in der Header-Grafik; zum Text sage ich mal lieber nichts;-)

    Zum Flyer: man muss allerdings sagen, dass ein großer Anteil derartiger Werbung noch deutlich niveauloser ist, wenn etwa Anzeigen für Elektronikbauteile oder Mietserver mit einer blonden Frau in lasziver Pose garniert werden. »Komm raus (zum) Spielen« hat wenigstens noch ein klein wenig Doppeldeutigkeit in sich. Gute Werbung ist es trotzdem nicht.

  3. @Anton: Ach, die Honigtöpfchen-Bildmetaphorik war mir doch glatt entgangen. Süß! *lispel*

    @Stefanolix: Nein, mich ärgert es hier ganz besonders und noch mehr als bei den von Dir genannten Beispielen, weil sich das Produkt auch an Frauen richtet und wir als Konsumentinnen schlichtweg düpiert werden. Es gibt ja den Frauenbasketball, warum drückt sich das nicht in der Werbung aus? Und: solange eine Aufforderung zum „Spielen“ eine müde Metapher fürs F***** darstellt, halte ich es mit Winston C.: „No Sports!“

    Was den Text auf der Website betrifft – ich spreche es gerne aus: unterirdisch, infantil; orthographisch, syntaktisch und grammatikalisch das Grauen!

  4. OK, die Metapher ist müde. Aber für die Zielgruppe könnte sie passen. — Wie würdest Du es denn sehen, wenn sie einen zweiten Flyer mit einem schönen muskulösen Basketballspieler in ähnlicher Pose und dem gleichen Spruch hätten?

  5. PS: Zielgruppe des Ladens sind ja offensichtlich die Leute, die solche »Web-Messages« wie in dem Kasten rechts im Blog schreiben. — Noch Fragen?;-)

  6. @Stefanolix: Was an einem Message-Board gepostet wird, muß nicht immer druckreif sein, da bin ich großzügig. Aber Werbung richtet sich an Konsumenten, und wenn meine weibliche Kaufkraft a priori nicht einmal in die Überlegungen einfließt, stört mich das.

    Wie ich reagieren würde, wenn ein Mann in sexistischer Pose abgelichtet und mit entsprechend primitiven Sprüchen versehen wäre? Keinen Deut anders. Ich bin pro-Körper, gerne auch pro-Erotik – wo’s paßt (z.B. hoffe ich auf viele schöne, nackte Männerkörper heute nachmittag ;-)).
    Ich bin Anti-Sexismus, Anti-Porno-springt-mir-an-jeder-Supermarktkasse-ins-Gesicht, Anti-Kommerzialisierung-der-Triebe, Anti-sexistische-Klischees. Alles klar? :-)

  7. Mir fällt zum Thema „völlig unangebrachter Sexismus als Konsum-Lockstoff“ spontan die Lätta-Werbung ein: splitternackte Badenixen sollen dazu animieren, eine Dose Magarine zu kaufen :(

  8. Nach einer hochkonzentrierten Diskussion über den Flyer im realen Leben am Tisch eines Cafés: Ich habe gestern in meinem Kommentar natürlich wieder mal relativiert — das ist bei mir gleichzeitig Stärke und Schwäche.

    Ich bleibe auch dabei, dass es sehr viel unterirdisch schlechte Werbung gibt und dass diese Werbung gerade so auf der Grasnarbe liegt.

    Wenn ich an dem Briefing für den Flyer beteiligt gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich sogar ein Bild mit einem ähnlichen Model einsetzen lassen, aber
    – dribbelnd mit Ball,
    – in enger Sportkleidung,
    – nicht dekolletiert,
    – aber trotzdem mit erotischer Ausstrahlung,
    – im Hochformat (um die Figur zu betonen) und
    – trotzdem mit dem Spruch »Komm spielen« —

    um der Zielgruppe genau das Bild und den Spruch zu bieten, die dort ankommen. Ich gehöre erkennbar nicht zur Zielgruppe. Ich könnte meine Wahl des Spruchs jetzt trotzdem tiefer gehend begründen, aber das würde zu persönlich.

    Wenn man dafür aber das Model, den Fotografen, die Mediengestalterin und den Texter entsprechend bezahlt, kommt natürlich eine ziemlich hohe Summe zusammen. So endet es dann halt damit, dass man ein Stock-Photo nimmt und in einen billigen Flyer montiert.

  9. – in enger Sportkleidung,

    Sind wir hier im Eisschnellauf oder beim Basketball? Diese Sportart propagiert doch Schlabberlook.

    – aber trotzdem mit erotischer Ausstrahlung

    Warum? Warum erreicht man diese Zielgruppe nur, wenn man an das appelliert, was ihren Horizont, ihre Möglichkeiten und ihre Lebenswirklichkeit brutalstmöglich übersteigt? Dem jugendlich-unbekümmerten Jargon in der Message-Box nach zu urteilen, sind die Jungs Lichtjahre davon entfernt, bei so einem Model landen zu können.

    – trotzdem mit dem Spruch »Komm spielen«

    Das ist es, was Dich animiert, Sport zu treiben? Wie sieht denn die durchschnittliche Werbung für Laufgear aus? *stichel* ;-)

  10. Nein, lass mich mal außen vor: das ist es, was die Zielgruppe animiert, sich Klamotten und Basketball-Ausrüstung zu kaufen;-)

    Ich bin übrigens sicher, dass an einem Model jede Art von Basketball-Klamotten erotisch wirken könnte. Und zwischen dieser Wirkung und Deiner ersten Einschätzung des ursprünglichen Flyers liegen ja wohl wirklich noch Welten.

    Ich muss Dir ganz ehrlich sagen, dass mir Werbung für Laufklamotten überhaupt nichts sagt und überhaupt nichts bringt. Ich gehe in einen Laden, suche mir nach meinen Anforderungen ein Shirt oder eine Hose raus, probiere eventuell an, zahle und verlasse den Laden wieder. Ich bin doch nicht zum Kaufen, sondern zum Laufen auf der Welt;-)

  11. Warum muss denn heute immer alles so hoch erotisiert daherkommen? Zumal dieser Flyer ja nicht mal „erotisch“ ist, sondern allenfalls schlampig und billig. Ist das etwa die einzige Möglichkeit, die Männerwelt vom Sofa oder Computersessel an die frische Luft zu locken und zu körperlicher Ertüchtigung zu animieren?
    Ich finde: Nein.
    Erstens treiben genügend Männer Sport, ohne dass es dazu irgendeines erotischen Anreizes bedarf. Und zweitens würden all diese Sport treibenden Männer gewiss auch ohne Sexsymbol auf dem Werbeschild entsprechend Sportkleidung bzw. -artikel kaufen.
    Meines Erachtens nach geht es bei solcher Werbung lediglich darum, den ultimativen eye-catcher zu landen, sich damit unter Umständen von der Konkurrenz abzuheben und so im Gedächtnis zu bleiben. Leider hat das zu einer Sexualisierungswelle in der Werbung ganz allgemein geführt – und ich als Konsumentin bin längst übersättigt. Mich schreckt solche Werbung geradezu ab. Wie Elbnymphe schon richtig festgestellt hat, vergraulen solche Läden mit dieser Art Werbung die weibliche Zielgruppe, ich finde es geradezu diskriminierend.

  12. Auf arte oder einem der üblichen verdächtigen Sendern kam mal ne Reportage über Frauen/Mädels in der Skater Szene. Das waren alles emanzipierte Persönlichkeiten ohne jetzt gleich wie Frau Schwarzer daherzukommen (die ja bekanntlich das ganze erfunden hat ;). Die haben z.b. laufenden Meterinnen einen Einstieg in das Fahren geben.
    War sehr interessant und denke mal, daß sich das auch in anderen Sportarten entwickeln wird. Dann werden wir auch weniger von solchen Stickern sehen.

    Aber es ist doch schon einiges erreicht. Wir alle lachen über solche einfach strukturierten Menschen, die die Gegend mit derartigen Stickern zubomben :-D

  13. Puh. Noch mal gutgegangen. Ich bin einfach nur erleichtert.

    Es mag ja sein, dass ich da oben mit eigenen Vorschlag einfach aus einem Aspekt meiner eigenen Arbeit heraus geantwortet habe. aber das war ja auch nur eine Diskussionsgrundlage für die gedachte Aufgabe: wie kann man dem Wunsch des Ladens nach einer erotisch »geladenen« Werbung entgegenkommen und trotzdem ein gewisses Niveau halten?

    Für »mein« erdachtes Flyermotiv müsste ich (glaube ich) nicht rot werden — das Original ist in der Tat einfach nur peinlich, sexistisch usw.

  14. Oh, da haben sich Janes und mein Kommentar überschnitten. Ich widerspreche Jane noch ein klein wenig, weil da in der Diskussion meist etwas Interessantes rauskommt;-)

    Behauptung 1: Erotik ist seit jeher fester Teil der Werbung — dabei wird von jedem Menschen eine andere Teilmenge der Werbung als erotisch registriert. Wer ein Werbekonzept für irgend eine Art von Sport aufstellt, kann Erotik professionell und in einem anständigen Maß einbauen.

    Behauptung 2: Es geht dem Laden nicht um’s Sporttreiben der Männer aus der Neustadt. Der Laden will seine Artikel an Männer einer bestimmten Zielgruppe verkaufen. Für die Werbung sehe ich an dieser Stelle einen entscheidenden Unterschied.

  15. Hi Stefan,

    Zu 1: Ich hatte ja auch „hoch erotisiert“ geschrieben. Ich glaube kaum, dass man vor 50 Jahren außerhalb einschlägiger Viertel und Etablissements Werbung fand, in der eine Frau in derartig eindeutiger Pose und derart leicht bekleidet auftrat. Von daher möchte ich da schon einen himmelweiten Unterschied zwischen der Werbung von vor 50 Jahren oder auch nur in den 70er-Jahren und der von heute feststellen wollen.

    Zu 2: Der Flyer wirbt u.a. mit den Worten „Komm raus spielen“ – da gehe ich ja schon davon aus, dass man die Leute für den Sport, hier Basketball, begeistern will und dazu auffordert, sich damit zu beschäftigen. Dass ein Geschäft in erster Linie natürlich immer verkaufen will, steht, denke ich, außer Frage. Allerdings muss eine gewisse Begeisterung für die vertretene Sportart ja schon vorhanden sein bzw. geweckt werden,um mit solch einer Art Laden erfolgreich zu sein, oder wie würdest du das sehen?

  16. Zu Deinem Punkt 1: Du hast ja recht mit Deiner Beobachtung. Ich werte jetzt bewusst nicht, ich ergänze es nur: immer ging es aber an die Grenzen der jeweiligen Zeit!

    Zu Deinem Punkt 2: Unterstellt, dass es in Dresden einen solchen Laden noch nicht gibt, will man keinen Bedarf wecken, sondern einen erhobenen Bedarf decken. Die Leute kaufen sich ihre Klamotten möglicherweise bisher in Leipzig oder Berlin. Sobald dieser Bedarf gestillt ist bzw. sobald auch in Dresden Konkurrenten auf den Markt kommen, muss auch Bedarf geweckt werden. Ich kenne aber die Zahlen für Dresden nicht.

    Rein persönlich stimme ich in vielen Dingen der Elbnymphe und Jane zu. Mich stören jedes Jahr gefühlt zwei Dutzend Plakate, die auf mich als recht toleranten Menschen einfach nur peinlich und plump wirken.

    Aber ich trenne eben auch mein persönliches Empfinden von diesem Fall ab, es kann nicht als Maßstab für die Werbung eines speziellen Sportartikelladens dienen. Ich halte mich an den Spruch: »Du bist nicht Zielgruppe« und den habe ich mal bei der Kaltmamsell (einer auf diesem Gebiet sehr kompetenten Bloggerin) gefunden.

  17. Ich schrieb nichts von „Bedarf“, sondern von „Begeisterung“. Wenn ich einen Laden aufmache, dann gehe ich zwangsläufig immer davon aus, dass es schon einen bestimmten Bedarf geben wird, den ich dann abdecken kann. Wer klug ist, der recherchiert vorher, ob es schon ähnliche Shops in der Gegend gibt.
    Und Werbung hat IMMER den Zweck, Begeisterung zu wecken, zusätzliche Kunden zu akquirieren, neben denen, die ohnehin bereits potentiell zur Kundschaft zu zählen wären, denn die können aus ganz unterschiedlichen Gründen auch ganz schnell mal wegfallen.

  18. So ihr drei. Ich weiß, dass das jetzt grad nicht ganz in eure Emanzipations- und Sexismusdiskussion reinpasst aber inzwischen hat das House of Game geöffnet. Ich war da und ich muss sagen, das ist ein richtig krasser Laden! Genau das, worauf jeder Basketballer in Dresden gewartet hat. Sogar in den Umkleidekabinen läuft NBA!!! Die Sachen die es da zu kaufen gibt kommen teilweise direkt aus den USA und sind in Deutschland sonst fast nirgendwo zu finden.
    Ich finde jeder sollte selbst erstmal in den Laden gehen, statt ihn nur anhand von Flyern zu bewerten!

  19. Hallo Lover, Du irrst Dich: nicht wir, sondern das House of Games bewertet sich anhand seiner Flyer selbst. Das nennt man Corporate Identity. Wenn ich mich für eine bestimmte Darstellung in der Öffentlichkeit entscheide, so werde ich auch anhand ihrer bewertet. Es ist wirklich ganz einfach.

  20. Und es mag schon sein, daß die Basketballer auf genau diesen Laden gewartet haben – ob das auch für die Basketballerinnen gilt, daran habe ich leise Zweifel.

  21. So, wie unser Basketball-Freund hier die Werbetrommel schlägt, würde es mich nicht sehr wundern, wenn der zum Personal bzw. zu den Eigentümern zählt :D
    Also ich bin schon ein paarmal am Laden vorbeigeradelt – und da herrschte jedes Mal ziemliche Leere drin.

  22. „Zu Deinem Punkt 1: Du hast ja recht mit Deiner Beobachtung. Ich werte jetzt bewusst nicht, ich ergänze es nur: immer ging es aber an die Grenzen der jeweiligen Zeit!“

    also da will ich widersprechen.
    schau Dir mal Cola, Fahrzeug oder Alkoholwerbung aus den 60er an (Stichwort pinup). Ich denke in den letzten 20 Jahren ist es nur billiger geworden das herzustellen und man muß kein Fotolaborfreak oder Zeichensetzer sein um dementsprechende Bilder herzustellen (es lebe der PC)

    hey, ich finde wenn man darüber diskutiert und es auffällt haben die ihr Ziel erreicht ;) Wzeck heiligt da die Mittel.

    Ich persönlich finde es witzig, auch wenn ich es, wie Steanolix schon sagte, auch anders machen würde

    Grüße Keda

  23. „Die Symbolik der Nymphen ist vielfältig. Sie umfasst insbesondere die Bereiche Fruchtbarkeit und Sexualität.“

    liebe elbnymphe…du prostituierst dich mit deinem namen und dann regst du dich über solch einen flyer auf…tztztz…

  24. Ach, Christian! Danke! Auf diese Auslegung meines Pseudonyms habe ich insgeheim schon lange gewartet. Dir gebührt die zweifelhafte Ehre, Dich mit Deinen verklemmten Projektionen als Erster öffentlich lächerlich zu machen.
    Das Impressum auf meiner Website verweist ausdrücklich auf den Zusammenhang zwischen Nymphen als Wald- und Quellgeistern und dem Wohnen in einer Stadt, die eng mit der sie umgebenden Flußlandschaft verknüpft ist. Daher habe ich mir die Nymphe zum Pseudonym gewählt.
    Die in der griechischen Mythologie enttäuschend harmlos angelegten Nymphen haben mit den bösen Nymphomaninnen ungefähr soviel gemeinsam, wie echte Hasen mit Playboy-Bunnies.
    Doch selbst wenn ich mich explizit mit den Bereichen Fruchtbarkeit und Sexualität befassen würde, sähe ich keinerlei Zusammenhang zum Thema Prostitution, geschweige denn einer Selbstprostitution.
    Lieber Christian, zum Mitschreiben: Ich habe Sexualität, Du hast Sexualität, er, sie, es, wir alle haben Sexualität. Oder, schön schnodderig in Anlehnung an sächsische Schulhöfe: „Deine Mudder hat Sexualität!“ Übrigens bin ich mir fast sicher, daß Deine Mutter auch Fruchtbarkeit besaß, als sie mit Dir schwanger war. Und jetzt darfst Du mir gerne erklären, warum das Themen sind, die Du auf eine Stufe mit der herabwürdigenden Darstellung von Frauen stellst?

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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