Disco-Diebe unterwegs

Wie die Polizei mitteilt, gab es am Wochenende in der Neustadt zwei Raube und einen dreisten Betrug. Am frühen Sonnabend Morgen wollte ein 34-Jähriger gerade das Gelände des Kulturhofes an der Katharinenstraße verlassen. Ein Mann sprach ihn an, bat um Feuer, und langte plötzlich zu. Der Räuber klaute das Portmonee mit etwa 100 Euro Bargeld und konnte unerkannt flüchten. Der Angegriffene blieb leicht verletzt zurück.

Am Sonnabend Abend wurden zwei Jugendliche von Unbekannten bedroht und beraubt. Sie waren kurz vor Mitternacht auf dem Dammweg unterwegs. Zwei Männer sprachen sie an und luden sie zu einer Party ein. Auf dem Weg zu dieser angeblichen Party schlugen und traten die Täter plötzlich auf die Jugendlichen ein und bedrohten sie mit einem Messer. Dabei forderten sie die Herausgabe von Bekleidungs-und Wertgegenständen. Die Teenager übergaben den Räubern eine Jacke, ein Handy sowie eine Geldbörse. Die beiden Opfer trugen leichte Verletzungen davon und mussten ambulant in einer Klinik behandelt werden. Genaue Angaben zum Raubgut liegen noch nicht vor.

Im weiteren Verlauf der Nacht wurde ein 26-Jähriger von einer jungen Frau abgezogen. In einem Club auf der Louisenstraße hatte er sie kennengelernt und gemeinsam getrunken. Was dann geschah, ist dem Mann unklar – Filmriss. Erst spät am nächsten Tag wachte er in seiner Wohnung wieder auf. Umhängetasche, zwei Notebooks, Tablet und Mobiltelefon – geklaut. Der junge Mann befindet sich derzeit in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus. Bei einer Untersuchung wurde im Blut des 26-Jährigen ein starkes Schlafmittel festgestellt.


Nachtrag:
Wie die Polizei heute meldet, konnte sie jetzt eine 30-jährige Verdächtige festnehmen. Ein Bekannter des Ausgeraubten hatte die Frau in Rosis Amüsierlokal an der Eschenstraße wiedererkannt. Alarmierte Polizeibeamte kontrollierten die Dame. Dabei fanden sie in ihrer Handtasche ein Fläschchen mit einer verdächtigen weißen Flüssigkeit. Die Frau wurde vorläufig festgenommen.


Anzeige

Tranquillo-Lagerverkauf

48 Kommentare zu “Disco-Diebe unterwegs

  1. es gab noch einen Diebstahl, unbekannte stahlen mein geliebtes Stahl-MTB. Ich staunte nicht schlecht als ich vom Wochenendtrip heim kam. Langsam frage ich mich „Was hält mich noch hier?“ Mieten übelst teuer, man wird beklaut, beraubt und betäubt, überall Kotze Sonntags morgen, Scherben und die Königsbrücker is och schon wieder ne Baustelle die nächsten Tage…

  2. Kann mich Clumsy nur anschließen. Ist echt Wahnsinn, wie sich Dresden über die Jahre (leider auch arg im negativen) verändert hat…

  3. Das ist ja wohl kaum eine Dresden eigene Entwicklung. Man könnte auch von einer gesellschaftlichen sprechen, wenn man damit nicht gleich in eine bestimmte „Gutmenschen/Täterversteher-Ecke“ gestellt werden würde.

  4. @Seldon: Ich würde auch gern verstehen, warum Täter so handeln. Leider liest man in der Presse nur äußerst selten etwas zum Hintergrund der Täter.

  5. Auch lustig wie hier Dresden = die Neustadt gesetzt wird. In meinem Viertel isses angenehm und ruhig, nette Leute, nette Nachbarschaft und keine Kotze, Kacke oder dergeleichen. Und mein Viertel ist Johannstadt. Denkt mal drüber nach.

  6. @Anton: Und das bedeutet was? Die ganzen Sachen bzgl. Abziehen und Narkotisieren + Abziehen sind schon derbe, aber nochmal, Dresden ist halt nicht nur die Neustadt. Das war meine Kernaussage. Und ehrlich, Johannstadt ist schön, und vorallem, schön ruhig und unbehipstert.

  7. Ich denke das hier dringend gegen gesteuert werden muss!
    Als erste Maßnahme sollte die Polizeiwache an der Loge verbleiben und nicht auf die Stauffenberger ziehen. Weiter sollte dafür gesorgt werden das die Polizei auch personell aufgestockt wird.
    Das Problem mit der Neustadt ist, das sie von der Struktur her sehr anfällig ist für ein „Kippen“.
    Was heißt, das wenn die Kriminalität weiter steigt, demnächst auch keine Besucher mehr kommen und die Kneipen schließen müssten. Und wenns dann soweit kommen sollte, gibts hier auch nichts mehr zu verdienen und der Stadtteil kippt. Wie sowas aussieht kann man sich an vielen Beispielen in westlichen Großstädten anschauen an denen nicht rechtzeitig reagiert wurde und die heute nur nur noch als Ghettos zu bezeichnen sind.
    Aber ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, lasst uns gemeinsam schauen was wir Neustädter ausrichten können damit unser Stadtteil wohnenswert bleibt.

  8. @Michael: Ich weise daraufhin, dass Ironie in der Regel missverstanden wird.
    @Wurschdbrühe: Entschuldigung, ich hab es ergänzt, das Opfer ist in seiner eigenen Wohnung aufgewacht.
    @Vasilie: Andersrum wird ein Schuh draus: Die Neustadt ist nicht Dresden. Und Johannstadt kann schön sein wie es will, es ist nicht die Neustadt. Wenn Du nie Bewohner der Neustadt warst, wirst Du das vermutlich nicht verstehen.

  9. ich war bewohner der neustadt, und finde diese selbstbeweihraeucherung ganz grausam. dumm ist sie auch, denn wer in seinem eigenen mief nur watet, der merkt nicht, wenn es anfaengt zu stinken, scheinbar.
    es ist nicht mehr mitte der 90iger, sicher verstroemen oosteinde, barholda und mondfisch den charme eines alternativen lebens, aber was sich zwischen assieck und downtown abspielt ist jetzt neustaedter realitaet.
    lebenskultur wandert – und entwickelt sich. in der neustadt gentri- und prollifiziert es nur wunderbar (ist ja auch ne entwicklung).
    und in dieser „wir sind die neustadt“mentalitaet spiegelt sich eigentlich ganz gut der dresdner konservativismus wider.
    wir sind prenzlauer berg, fhain, neukoelln…lpz suedvorstadt, schleussig? nirgendswo so albern, wie hier.

    wer sich so selbstverliebt ueber andere stadtteile stellt, dem ist zu wuenschen, dass die ratten platz auf dem fass lassen, wenn das schiff untergeht.

  10. aber die Neustadt scheint trotzdem zu interessieren…

    „MEIN VIERTEL“Johannstadt bla bla bla, wird auch ganz schön übergestellt…

    Wer weiß was im Johannstadtgeflüster stehen würde…

    Außerdem ist die Neustadt ne Republik :-) und kein Stadtteil!

  11. @at: Mit wem hast Du denn geredet, dass Du zu der Einschätzung kommst?
    Uns alteingesessenen Neustädtern stinkt die Entwicklung „zwischen assieck und downtown“ genau so. Aber dieses „Neustädter sein“, ist eher ein im Verborgenen gelebtes Gefühl von Gemeinschaft. Dass was die Jugend hier jedes Wochenende und darüber hinaus lebt, hat damit ganz sicher nichts zu tun. Da geht es um (Sauf-)Tourismus und einen Lifestyle, den sie aus Berlin hat, aber hier so nie existiert und existiert hat.
    Es ist nun einmal das über Jahrzehnte gewachsene „Kneipen- und Szeneviertel“ und damit das attraktivste Viertel für Menschen, die Unterhaltung suchen. Was sollen die in Pieschen, Striesen oder Übigau, wo abends die Bürgersteige hochgeklappt werden? Wäre die Neustadt so extrem konservativ wie der Rest Dresdens, würde das hier ähnlich laufen. Dafür kann aber der Neustädter doch nichts!? Das sind Fehler bei der Planung der Infrastruktur. Bestes Beispiel ist die Königstraße, die eigentlich als Nobelmeile gedacht war, aber dafür gastronomisch und im Bezug auf ansässige Geschäfte, völlig falsch konzipiert wurde. In der Altstadt ist es das gleiche Spiel. Schon einmal nach acht in der „City“ gewesen? Da rollen die Grasballen über die Gehwege…
    Und deshalb kommen eben alle hier her. Es fehlen einfach die Alternativen.
    Das kann aber nur einer verstehen, der die alte Neustadt und die Entwicklung Dresdens seit der Wende genau kennt.

  12. ich liebe unseren stadtteil einfach so wie er ist.
    ok, manchmal assi, laut und voller kotze..aber was solls.
    aber ich mag die freiheit und die vielfältigkeit und offenheit der neustadt, und die findet sich leider nicht in jedem stadtteil.
    was aber garnicht geht ist gewalt!
    ich möchte nachts vielleicht besoffen aber sicher unterwegs sein wollen und mir keine sorgen darüber machen müssen ob mir jemand was böses möchte. denke hier sollte genau hingeschaut werden was das für leute sind und wie es dazu kam. der kommentar mit der defekten staßenbeleuchtung bringt es auf den punkt..und das geht weiter mit müll der rumliegt, aber auch nur weil keine abfalleimer da sein..usw usw.
    meist sind es eben „kleine“ gründe die dafür sorgen das probleme entstehen, wie zb eine kaputte straßenlaterne.
    noch fühle ich mich aber sicher und bin oft nachts in der neustadt unterwegs..

  13. können „DIE“ ni einfach wieder so Kirmeszelte am Stadtrand aufbauen, wo sich dann die Diskoprollos vollaufen lassen können?

  14. „Zwei Männer sprachen sie an und luden sie zu einer Party ein.“
    Gab es diese Vorgehensweise nicht erst im August? Wurden da nicht auch 2 Jugendliche „abgezogen“, weil sie mit Leuten die sie im A-Park kennengelernt hatten, zu einer angeblichen Party wollten? Nachahmer? Das kann nämlich auch dabei herauskommen, wenn jeder Mist in den Polizeimeldungen landet. Es kommt nicht häufiger vor, es wird nur viel mehr und detailreicher darüber berichtet.

  15. Bei sz-online wird vermeldet die Polizei hat eine Verdächtige festgenommen. Ein Kumpel der an dem Abend dabei war hat sie wohl in einer anderen Bar wiedererkannt. Mit K.O. Tropfen im Gepäck.

  16. @Vasilie: Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Wie sicher der ein oder andere weiß, wohne ich ja auch schon seit ner Weile nicht mehr hier (kann man hier nachlesen).

    Aber ich schätze mich glücklich, fast jeden Tag in der Neustadt sein zu dürfen. Ich liebe das Viertel mit allen Ecken und Kanten, trotz der Proll-Touristen und den nachfolgenden Dieben, trotz aller Gentrifizierungsprobleme.

    Die Neustadt ballt für mich auf kleinsten Raum Qualitäten, die sich in anderen Städten auf verschiedene Stadtteile ausbreiten.

    Bei aller Liebe versuche ich mir auch einen kritischen Blick zu bewahren. Aber wenn jemand daher kommt und von Johannstadt redet …

  17. Ich kann das Geschehene in keinster Weise gutheißen, aber nur weil sich mal ein paar Ereignisse häufen bzw. öffentlich wird, was sowieso ständig passiert, muss man doch keine hysterischen Anfälle kriegen. Und nur mal so zur „früher war alles besser-Debatte“- in den Neunzigern wurden in Dresden Menschen von Faschos totgetreten, da kann man doch auf ein paar pissige Wertsachen scheissen. Und abgezogen wurde schon immer, oder wo zur Hölle wart ihr die letzten Jahre? Dresden hat über 500 000 Einwohner, das ist nicht Bummiland hier.Wollt ihr alle Kackprollos in Lager stecken oder was? Am besten nach 18.00 Uhr die Brücken sperren? Und warum haltet ihr euch für was besseres, weil ihr euch die Miete im hippen Viertel leisten könnt? Wer von euch wohnt denn wirklich seit Anfang der 90er oder eher da? Peace

  18. Was ist eigentlich aus dem massiven Zwischenfall vor drei oder vier Wochen vorm Zille geworden? Diebe mit abgebrochenen Bierflaschen gegen Türsteher und so. Davon hat man seltsamerweise nirgendwo gelesen.

  19. schon mal jemand von euch den polizeiticker von z.b. leipzig oder sonst einer größeren stadt verfolgt?

    ich möchte hier keine straftat kleinreden ABER diese „meine kleine heile welt“ einstellung der(sogar jungen) leute hier im schönen touristen-dresden ist erschreckend naiv.

    DANN ZIEHT DOCH NACH BAYERN ODER AUF’S DORF!

  20. Um welchen Club auf der Louisenstrasse handelt es sich denn? Sicher der Kiezklub – würde mich bei dem Publikum da nicht wundern!

  21. @Wütend: Wer ist denn „ihr“, der sich angeblich für „was besseres“ hält? Und nicht überall in der Neustadt sind die Mieten unbezahlbar. Pieschen und der Hecht ziehen übrigens fleißig mit, was die Steigerungen angeht. Wem natürlich eine Gammelbude mit Schimmel im Bad, Außenklo und Ofen reicht, dem sind die Mieten für eine Wohnung, die dem Komfort von heute entspricht, natürlich unverständlich.

    p.s.: Seit 1980 wohne ich hier.

  22. auch in der Johannstadt gibt es bereits einen ,,hippen“ Bereich- wo gutsituierte Leute richtig gut wohnen—- dass ist vorallem im Bereich Blumenstraße/Altbau-historischen Bauten Bereich. Bis zum Johannstädter Biergarten an der Fähre ist es nicht weit. Diese Ecke ist nicht so schlecht.
    Was anderes ist bzw. anders ist der Bereich im Neubau/DDR-Bautenspektrum…

  23. @Anton

    Es war aber so, daß ein größeres Aufgebot der Polizei die Herrschaften einkassiert hat, somit war es ja „offiziell“ bekannt, deswegen wundere ich mich ja.

  24. @anni
    Keine Sorge, die DDR-Plattenbauten werden ja gerade plattgemacht und dort werden auch ganz sicher keine neuen Sozialwohnungen gebaut.
    Auf der anderen Seite erzählt man dann aber, es würden Hunderte Studentenbuden in Dresden fehlen, doch eine Sanierung der Plattenbauten sich nicht lohnen.
    Ich finde das grotesk, denn die „Buden“ welche man gerade abreißt wurden erst 1974 gebaut.

  25. @Anton

    Es war an einem Wochenende, vor drei oder vier Wochen würde ich schätzen, genau weiß ich es nicht mehr. Ich habe es auch selbst nicht mitbekommen, mir ist es aber unabhängig von einem Barkeeper und einem Türsteher so berichtet worden, als ich nach der Aktion dort ankam.

  26. In anbetracht des Tourismus, egal an welchem Wochentag, ist die Neustadt sicherlich kein gefährliches Pflaster, gerade auch in Hinblick auf den konsumierten Alkohol der Besucher. Die etwas abgelegeneren Gassen sind natürlich für Überfälle einzelner Personen auf dem Weg nachhause ein gefundenes Fressen.

  27. boah leute jetzt kommt mal alle runter. das was dort passiert ist, ist ganz normal für jede gesellschaft. es kann eben mal nicht nur werkstätige, studenten, azubis, professoren, omas und nette opas geben. scheiße wo lebt ihr denn. das was im polizeiticker steht oder von der polizei veröffentlicht wird sind nur fälle, die wie oben schon erwähnt bekannt sind.
    was in dresden unter der hand alles passiert, ich glaube davon wollen viele garnichts wissen, die sich hier so künstlich aufregen. die stadt wird nicht umsonst die schneestadt genannt und was in diesem milieu passiert, das will die polizei garnicht wirklich interessieren.
    der pathos neustadt ist immernoch ein guter running gag. und alle opfer die dran glauben viel spaß noch. aber wer pubertierende hipsterkiddies im a park beim verkiffen ihres taschengelds zusehen will, bitte. zudem zieht die neustadt immer mehr prolls an, und damit meine ich die grenzwertigen 90er nike airmax sidecut und adidas jacke tragenden spasten die auch in der nacht die sonnenbrille aufbehalten ohne druff zu sein.. dann diese verkackten longboarder überall die ihren melodramatischen freiheitsdrang nach ihrer pubertät mit ganz vielen tattoos, axelshirts und ,eben, ihren longboards den weiblichkeiten verständlich machen müssen(und außerdem auch meist aussehen wie verkackte hipster). verpisst euch ihr verkackten opfer wenn ihr auf vier rollen stehen wollt kauft euchn deck wie alle anderen, fliegt aus maul wie alle anderen! seid ihr männer oder schwule schwuchteln auf longboards?
    bot:
    die neustadt ist ein schönes und auch alternatives viertel im vergleich zum rest dresdens. auch spätabends ist noch was los, die kneipen und bars der neustadt machen sie zu dem was sie ist und der dreck und die kotze? bitte wir kennen doch alle die neustadt. haha

  28. @ atzlav… uuuuuiii, hier passiert was unter der Hand und nur Du weißt darüber bescheid, interessant, klär uns bitte auf

  29. ich wohne schon 52 Jahre in der Neustadt aber so etwas gab es in den Massen nie.Die Hundehaufen und die Kotz ist wirklich schlimmer geworden Die leren zerkloppten Flaschen auf den Gehwegen sind auch schrecklich

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.