Am Freitag soll das Zille, das seit rund einem Jahr als Zilles Anker firmierte, neu eröffnen. Neuer Name: wasted. Zu Deutsch ungefähr so viel wie verschwendet, vergeblich oder – und dieser Begriff scheint hier naheliegender – betrunken.

Hinter dem Projekt stecken drei junge Männer, alle schon mit Gastro-Erfahrung: Christian Hürthgen, Chef in der Pinta um die Ecke, sowie Eric Jungnickel und Marcel Voss vom Monitos. Alle drei haben eine enge Beziehung zum Zille, kennen die Bar als Gast oder Mitarbeiter. Thoralf Kendler hatte sie vor 17 Jahren mit ganz anderen Plänen eröffnet.
Treibender Kopf ist Marcel Voss. „Die Betreiberinnen von Zilles Anker hatten mich angesprochen“, sagt er. Von der Idee, die Kneipe zu übernehmen, bis zur Umsetzung hat es nun keinen Monat gedauert. Neben dem neuen Namen hat die Crew auch ein bisschen umgebaut. „Aber viel Bekanntes bleibt“, versichert Voss. So soll die Schnapsbar im Hinterraum erhalten bleiben, auch den legendären Kultdrink Bubikopp mit Rhabarber, Vanille und Wodka wollen sie weiter anbieten. Rausgeflogen ist der Tresen im Zwischenraum, dort kann man jetzt sitzen, während hinten nach wie vor Platz für Tanzvergnügen ist.

Eine Entscheidung der Vorbesitzerinnen machen die neuen Betreiber rückgängig. Ab Freitag darf im Zille, Entschuldigung, im wasted wieder geraucht werden. „Das kam offenbar bei der Stammkundschaft nicht so gut an“, sagt Voss, der selbst mit dem Monitos aber eine gut funktionierende Nichtraucherkneipe betreibt.
Die Betreiber wollen sich nicht nur auf die gute Lage verlassen, sondern auch kleine Partyreihen anbieten. „Auf jeden Fall wird es das legendäre Kneipenquiz von und mit Michael Schiek weitergeben, immer am ersten Montag im Monat.“ Auch der „Tanzpalast“ wird weiterhin stattfinden. „Wir verstehen uns als Musikkneipe mit Tanzmöglichkeit“, sagt Voss. „Das reicht von der Latino-Party bis zu Metal und Hardcore, auch Hip-Hop ist nicht ausgeschlossen“, betont der Kneipenchef.
Das „wasted“ soll ein Treff für Stammgäste und Neustadt-Besucher*innen werden. Auch jüngere Gäste wollen die Betreiber ansprechen und planen „Studi-Partys“. „Am Freitag und Sonnabend werden wir auch mit Türstehern arbeiten müssen“, sagt Hürthgen. Dabei setze man aber nicht auf eine Security-Firma, sondern auf Bekannte. „Wir wollen, dass sich die Leute hier wohlfühlen“, fasst Hürthgen zusammen.
Eröffnung „wasted“
- Freitag, 2. Oktober, ab 20 Uhr
- Görlitzer Straße 5, 01099 Dresden
- Infos auf Instagram
- Öffnungszeiten: täglich ab 19 Uhr
Cantona
Heimlich, still und leise hat Voss auch „Franks Bar“ neues Leben eingehaucht. In der Alaunstraße 80 residiert mit dem Cantona jetzt eine Fußballkulturbar.






















