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Neue Toiletten für Dresden: Start an der Hauptstraße

Mit der Eröffnung einer neuen öffentlichen Toilettenanlage an der Hauptstraße hat die Stadt Dresden am Montag den ersten Schritt bei der Umsetzung ihres Toilettenkonzeptes gemacht. Die Anlage an der Ecke zur Ritterstraße ist die erste von insgesamt 13 Standorten, die in den kommenden Jahren neu gebaut oder ersetzt werden sollen.

Beschlossen wurde das Konzept bereits im Januar 2024, die Grundlage dafür stammt aus einem Antrag von 2022. Dass zwischen politischem Beschluss und Inbetriebnahme mehr als zwei Jahre liegen, wird vor Ort selbstkritisch eingeordnet. Die Errichtung gehe zu langsam, heißt es. Gleichzeitig wird betont, dass Planung, Abstimmung und Bau deutlich komplexer seien, als es auf den ersten Blick wirke.

Katrin Tauber, Leiterin des Amtes für Hochbau und Immobilienverwaltung, Stadtrat Mario Schmidt, Axel Walther, Geschäftsführer der KID, und Baubürgermeister Stephan Kühn bei der Eröffnung der neuen Toilettenanlage an der Hauptstraße – Foto: Jonasz Schulze
Katrin Tauber, Leiterin des Amtes für Hochbau und Immobilienverwaltung, Stadtrat Mario Schmidt (CDU), Axel Walther, Geschäftsführer der KID, und Baubürgermeister Stephan Kühn bei der Eröffnung der neuen Toilettenanlage an der Hauptstraße – Foto: Jonasz Schulze

Kostenlos und barrierefrei als neuer Standard

Die neuen Anlagen sind täglich von 8 Uhr bis 21 Uhr geöffnet, barrierefrei zugänglich und kostenfrei nutzbar. „Barrierefrei und kostenfrei“ sei der zentrale Anspruch gewesen, so Baubürgermeister Stephan Kühn. Gerade die frühere Bezahltechnik habe immer wieder für Ausfälle gesorgt. Öffentliche Toiletten verstehe die Stadt deshalb als grundlegende Infrastruktur, die „einfach funktionieren muss“.

Die Toiletten werden von der Firma Hering als vorgefertigte Module produziert und per Schwerlasttransport an ihren Standort gebracht. Entsprechend hoch ist der bauliche Aufwand vor Ort. Allein die Anlage an der Hauptstraße kostet rund 100.000 Euro, hinzu kommen etwa 50.000 Euro für Tiefbau, Planung und Medienanschlüsse. Insgesamt stehen für das Toilettenkonzept rund zwei Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung. Bau und Betrieb übernimmt die städtische Tochtergesellschaft KID. Hintergrund ist das sogenannte Kopplungsverbot, das eine Verknüpfung von Werberechten und öffentlicher Infrastruktur ausschließt.

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Ausgeführt sind die Anlagen als robuste Edelstahlkonstruktionen mit ausreichend Platz für Rollstuhlnutzer, Wickeltisch und einer Nutzungsdauer von etwa 15 Minuten. Auch beim Thema Vandalismus hat die Stadt nachgerüstet. Die Oberflächen sind mit einem speziellen Graffitischutz versehen, sodass sich Schmierereien vergleichsweise einfach entfernen lassen. Gereinigt wird zweimal täglich, perspektivisch sind je nach Standort auch gestalterische Lösungen denkbar, etwa in Kooperation mit dem Künstlerbund Dresden, der seinen Sitz direkt gegenüber der Anlage an der Hauptstraße hat. Aktuell bleiben die Anlagen jedoch bewusst zurückhaltend und funktional gestaltet.

Erste Anlage des neuen Toilettenkonzeptes in Betrieb – Foto: Jonasz Schulze
Erste Anlage des neuen Toilettenkonzeptes in Betrieb – Foto: Jonasz Schulze

13 Standorte sind geplant – sechs neu, sieben ersetzt

Insgesamt sind sechs neue Standorte geplant, darunter der Wasaplatz, der Ullersdorfer Platz, die Ammonstraße sowie der Amalie-Dietrich-Platz, außerdem der Toeplerpark und die Lennéstraße. An sieben weiteren Orten werden bestehende Anlagen ersetzt, etwa an der Prager Straße, am Albertplatz, am Pirnaischen Platz, am Trachenberger Platz, an der Wallstraße und an der Sachsenallee. Letztere soll bereits im Mai in Betrieb gehen, zwei weitere sind noch für dieses Jahr vorgesehen. Der Rest folgt ab 2027.

Mit dem neuen Konzept wächst das Angebot allerdings nicht automatisch. „Die neuen, die wir machen, sind hauptsächlich eine Ersetzung des bisherigen und eigentlich ist es eine faktische Reduzierung“, sagte Stadtrat Mario Schmidt. Gleichzeitig betonte er, dass das Konzept nur ein erster Schritt sein könne: „Am Ende können wir nie bei 13 Toiletten stehen bleiben.“ Perspektivisch müsse das Angebot weiter ausgebaut werden.

Die Stadt verweist in diesem Zusammenhang auch auf ergänzende Angebote. Neben Toiletten in öffentlichen Gebäuden, etwa in Bibliotheken oder Stadtteilbüros, gibt es in der Neustadt weiterhin das Konzept der Netten Toilette, bei dem Gastronomiebetriebe ihre Sanitäranlagen kostenfrei zur Verfügung stellen und dafür eine Entschädigung von der Stadt erhalten. Dennoch bleibt der Bedarf hoch, insbesondere in stark frequentierten Bereichen.

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Baubürgermeister Stephan Kühn testet die neue Toilettenanlage an der Hauptstraße – Foto: Jonasz Schulze
Baubürgermeister Stephan Kühn testet die neue Toilettenanlage an der Hauptstraße – Foto: Jonasz Schulze

Umsetzung bleibt die größte Herausforderung

Die eigentliche Herausforderung liegt in der Umsetzung. Neben den Kosten sind es vor allem technische Fragen, die Projekte verzögern. Geeignete Standorte müssen an bestehende Leitungen angeschlossen werden, Untergründe müssen Schwerlasttransporte aushalten.

Gerade an komplexen Orten wie der Prager Straße gestaltet sich das schwierig. Dort ist eine sogenannte „Toilette für alle“ geplant, die auch für Menschen mit schweren Behinderungen nutzbar sein soll. Die Anlage soll unter anderem mit Hebesystem und Liege ausgestattet werden. Die Umsetzung gilt jedoch als besonders aufwendig, unter anderem wegen der darunterliegenden Tiefgaragen und der notwendigen statischen Anforderungen.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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