Demonstration durch die Neustadt

Zwischen 17 und 18 Uhr zogen heute mehrere hundert Personen durch die Neustadt. Sie nahmen an einer Demonstration unter dem Motto „Alle zusammen gegen den Faschismus!“ teil.

Alle zusammen gegen den Faschismus.
Motto: Alle zusammen gegen den Faschismus.
Aufgerufen hatten unter anderem das Bündnis „Dresden Nazifrei“ und „Hope – fight racism“ auf. Ziel der Demonstration war die Pegida-Kundgebung am Neumarkt. Die Demo-Route führte vom Alaunplatz über die Görlitzer, Rothenburger, Bautzner und Albertstraße zur Carolabrücke.
Demonstration am Albertplatz
Demonstration am Albertplatz

37 Kommentare zu “Demonstration durch die Neustadt

  1. Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „ich bin der Faschismus“.

    Nein, er wird sagen: „guckt mal wie bunt und vielfältig ich beim Stören anderer Demos bin“

  2. @ Fidel, jaja Antifaschismus ist Faschismus, Liebe ist Hass, Sonne ist Regen, Wahrheit ist Lüge, weiß ist schwarz, 2+2=5…
    Wie verbohrt kann man sein?
    Was für eine Kälte

    Muß über die Leute gekommen sein!

    Wer schlägt da so auf sie ein,

    Daß sie jetzt so durch und durch erkaltet?

    So helft ihnen doch! Und tut es in Bälde!

    Sonst passiert euch etwas,

    was ihr nicht für möglich haltet! (Bertolt Brecht)

    Und nochmal
    Es kann in einem Aufruf gegen den Faschismus keine Aufrichtigkeit liegen, wenn die gesellschaftlichen Zustände, die ihn mit Naturnotwendigkeit erzeugen, in ihm nicht angetastet werden. Um in seinen Entscheidungskampf einzutreten, muß der Kapitalismus sich aller, auch der letzten Hemmungen entledigen und alle seine eigenen Begriffe, wie Freiheit, Gerechtigkeit, Persönlichkeit, selbst Konkurrenz, einen nach dem andern über Bord werfen. So tritt eine einstmals große und revolutionäre Ideologie in der niedrigsten Form gemeinen Schwindels, frechster Bestechlichkeit, brutalster Feigheit, eben in faschistischer Form, zu ihrem Endkampf an, und der Bürger verläßt den Kampfplatz nicht, bevor er seine allerdreckigste Erscheinung angenommen
    hat.

    (Bertolt Brecht)

  3. Wikipedia:
    „Faschismus war zunächst die Eigenbezeichnung einer politischen Bewegung, die unter Führung von Benito Mussolini in Italien von 1922 bis 1943/45 die beherrschende politische Macht war und ein diktatorisches Regierungssystem errichtete (siehe Italienischer Faschismus).

    Ab den 1920er Jahren wurde der Begriff für alle extrem nationalistischen, nach dem Führerprinzip organisierten antiliberalen und antimarxistischen Bewegungen, Ideologien oder Herrschaftssysteme verwendet, die seit dem Ersten Weltkrieg die parlamentarischen Demokratien abzulösen suchten. Die Verallgemeinerung des Faschismus-Begriffs von einer zeitlich und national begrenzten Eigenbezeichnung zur Gattungsbezeichnung einer bestimmten Herrschaftsart ist umstritten, besonders für den deutschen NS-Staat. “

    Wird zwar keiner aus dem bunten Haufen gelesen haben, trotzdem meine Frage: Pegida Ist Faschismus? An was wird das festgemacht?

  4. 12 Merkmale des Faschismus, die man auch bei AfD und Konsorten findet
    Nationalismus? Deutschland zuerst, gegen „Überfremdung“, Xenophobie… findest Du auf jeder Pegida-Veranstaltung
    Führerkult: N starker Mann statt Merkel wär schon schau, Höcke auf Pegida…
    antiliberal: also gegen Freiheitsrechte, gegen freie Presse, Asylrecht, selbstbestimmtes Leben auch von Minderheiten, für starken „Sicherheits-“ und Repressionsapparat…
    antimarxistisch: na aber sowas von…

    Noch Fragen?

  5. Auch interessant:

    „Generally, both Bolshevism and fascism hold ideological similarities: both advocate a revolutionary ideology, both believe in the necessity of a vanguard elite, both have disdain for bourgeois values and both had totalitarian ambitions.[70] In practice, fascism and Bolshevism have commonly emphasized revolutionary action, proletarian nation theories, one-party states and party-armies“ (Englische Wikipedia).

    Allerdings erkenne ich die genannten Merkmale eher weniger bei Pegida als bei deren Opponenten.

  6. Die Begriffe Faschismus, Nazi, Rechts, Populismus, Rassisten usw. werden in der letzten Zeit auch von den Linken pauschal und inflationär gebraucht. Und plötzlich werden auch sie teilweise in die Kategorie Linksfaschisten eingeordnet.
    Aber da 2+2=4 und nicht 5 sind, ist hiermit der Beweis angetreten, dass die selbsternannten Antifaschisten die seit Stalin der roten Fahne (Idee) folgen die Guten sind. Na klar, da die AfD eine Alternative ist, der Zitronenfalter Zitronen faltet sind die Anifaschisten … um mal o.g. Argumentationskette zu folgen.
    Wer sich ein Bild über das wahre Gesicht der Linken machen möchte, schaut bitte mal im Netz unter Indymedia nach.

  7. Na, Franzl, Wiki ist ja erstmal eine gute Anlaufstelle für Informationen, aber gerade bei Themen zur Geschichte muss man schon weiterlesen.
    Nach dem „Röhm-Putsch“ war es im nationalsozialistischen Deutschland aber endgültig vorbei mit sozialistisch-proletarischen Theorien und Ambitionen…

  8. Wer sich außerhalb wikipedias maximal oberflächlichen Informationen über Sinn und Unsinn des Bolschewismus informieren will, muß schon etwas tiefer graben und wird bspw hier fündig

  9. SHARP, ich wüsste nicht, inwieweit das meinem Kommentar widerspricht. Der ideologische Überbau des Totalitarismus ist zweitrangig. Ob National- oder Internationalsozialismus – beides kann mir gestohlen bleiben.

  10. Franzl – hast Du das von dir eingefügte Zitat gelesen und verstanden? Oder kann Dir verstehendes Lesen auch gestohlen bleiben?
    Was nicht ins eigene Weltbild passt, wird halt passend gemacht… Diese Denkweise gleicht doch wieder wunderbar den totalitaristischen Systemen welcher Spielart auch immer.

  11. Warum muss man, um einen Extremismus zu bekämpfen gleich den anderen Extremismus unterstützen opder gut finden
    ?
    Ja, ich mag PEGIDA auch nicht und die Thesen sind mir ein Graus. Aber nur weil ich gegen „Rechts“ bin muss ich doch nicht gleich mit Linksextremen demonstrieren gehen, oder?

    Ich habe die Demo gestern gesehen, und das erste was mir aufgefallen ist waren die Antifa-Flaggen in verschiedenen Formen. Damit hat sich diese „Demo“ für mich erledigt, sorry!

  12. Zum Teil bissle verschwurbelt aber in der Sache richtig fix dieses als Replik auf Nicki:
    Ziel der Bekämpfung (des Nazi bzw Faschismusbegriffs) ist es nun, Anhänger der Neonazi-Partei “AfD” nicht als die Nazis erscheinen zu lassen, die sie sind. Dazu wurde der Kampfbegriff der “Nazikeule” erfunden. Es wurde die politische Lüge der angeblichen “inflationären Verwendung” erfunden, wenn man Neonazis als solche bezeichnet (und ein paar weitere Massnahmen). Kurz: es wurde alles dafür getan, den Tabubegriff loszuwerden.

    Umgekehrt wurde der Begriff des Faschisten … umgedeutet. Es galt, organisierten Antifaschismus als Faschismus darzustellen. Gewalttätige Spinner gibt es in jeder Ideologie, so auch im Antifaschismus. Also nutzt man das, und lenkt ständig den Blick auf genau diese Spinner. Dann vergleicht man ihre Gewalt mit der von Faschisten, und zieht verkürzend und absichtlich den Trugschluss, sie seien etwa auch Faschisten. So hat man den Begriff des Faschisten verdreht – und kann nun zum zweiten Teil der Propaganda übergehen, nämlich der Behauptung, der gerade eben erfundene “Linksfaschismus” sei etwa schlimmer.

    Um das zu verstärken, greifen die Propagandisten zu einem weiteren Kniff. Sie nutzen die alte Lüge der Nationalsozialisten, sie seien etwa sozial und stellten etwa eine Sektion des Sozialismus dar. Es ist kennzeichnend für den Faschismus, dass er die Massen immer damit belügt, er kümmere sich etwa besonders um die Soziale Frage. Auch die Nationalsozialisten haben diese Lüge aktiv gelebt, um die Macht in allen Teilen der Gesellschaft zu erobern.

    Die moderne Neonazi-Propaganda wiederholt nun gezielt diese Lüge, indem sie vorgibt, sie zu glauben, und bringt somit in der Diskussion den “Linksfaschisten” in Beziehung mit den Nationalsozialisten, beispielsweise mit der SA.

    Man kann sagen, diese Propaganda-Lügen funktionieren. In Teilen der Gesellschaft ist es gelungen, sie glaubwürdig zu vertreten. Die Leute fallen reihenweise darauf herein. Dass hier gleichzeitig eine der Lügen der Nationalsozialisten wieder Anhänger findet, ist den Neonazis der sogenannten “AfD” sicher ganz recht – ein erwünschter Nebeneffekt.

    Schliesslich ist es bei dieser Neonazi-Partei ja auch so, dass sie von Eliten gegründet wurde, die in Wirklichkeit ausschliesslich Kapitalinteressen vertreten (wie alle Faschisten, ein weiteres gemeinsames Merkmal), und ihr “Volk” nur verladen und an der Nase herumführen. Da haben sie natürlich nichts dagegen, wenn die alten Lügen mehr geglaubt werden. Es macht auch ihre Verführungsarbeit leichter.

    Quelle

  13. SHARP: Selber, selber, lachen alle Kälber. Wahnsinn, was bei Linken für eine Projektion herrscht.

    @Seldon: Wahnsinnig objektive Quelle.

  14. @Marcus L: Wenn Dir die Antifa zu linksextremisitisch ist und die Pegida stört, wird wohl bloß ein Weg übrig bleiben, stell selbst ne Demo auf die Beine. CDU und FDP haben es ja vor zwei Wochen vorgemacht. (siehe hier)

  15. Hallo Marcus L,
    wenn Du gegen Faschisten demonstrieren willst störst Du Dich an teilnehmenden Antifaschisten? Was ist das für ne Logik? Ja, das Feuer im Haus ist schon doof, aber muß man das mit dem Wasser denn gleich übertreiben?
    Wenn „bürgerliche“ Teilnehmer nicht so auffallen, liegt das entweder daran, dass sie nicht so schöne Fahnen haben oder nicht dabei sind. Beides könntest Du ändern!

  16. Hallo Franzl,
    wer was über Frösche erfahren will, sollte nicht die Störche fragen oder so ähnlich ;-)

  17. Hallo Seldon,

    war es nicht eher, wer den Sumpf trockenlegen will, sollte nicht die Frösche fragen?

    Mit kameradschaftlichen proletarisch-internationalistischen Grüßen

  18. Eine tolle Demo: schreien, trommeln und Stinkefinger zeigen. Hut ab vor so viel Einfallsreichtum. PEGIDA hat den Demonstranten dann einfach den Allwertesten gezeigt, in dem die Bühne um 180 Grad gedreht wurde.

  19. Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus. (Ignazio Silone)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ignazio_Silone

    Passend dazu:

    „Dann sagt sie: „Und auch wenn wir das ein Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen.“ Ihre Worte rufen Gelächter und Beifall hervor, es entsteht eine kurze Unruhe samt murmeln. Die Dame bleibt hart: „Naja, ist so!“

    „Der Parteichef der Linken, Bernd Riexinger, antwortet direkt auf die Frau und sagt: „Ich wollt noch sagen, wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“ Auch dafür erntet er Beifall und Lacher aus dem Publikum.“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article206296277/Konferenz-in-Kassel-Erschiessungen-von-Reichen-Skandal-auf-Linken-Konferenz.html

  20. Hallo Che, und was sagt uns das jetzt, dass es bei der Linken in Versammlungen verwirrte Leute gibt, dass Ignazio Silone den Stalinismus live erlebt hat und daher über eine komplett andere Zeit urteilt.

    Oder willst Du vielleicht unterstellen, dass die Antifaschisten, die gestern gegen Pegida demonstrierten, allesamt die eigentlichen Faschisten sind?

    Nee, machste natürlich nicht. Ist ja nur die übliche Trollstrategie der Rechten, immer schön indirekt, noch bisschen Ironie und fertig ist der Brei. Nur keine klaren Ansagen, über die man diskutieren könnte. Sieht man auch bei Franz Lang.

  21. Die „Antifa“ ist wie eine Krankheit. Will man sie loswerden muss man die Ursache beseitigen und nicht nur die Symptome bekämpfen. Ohne Faschismus kein Antifaschismus.

  22. Ich versuchs nochmal mit ner Buchempfehlung: Zur Abgrenzung von Faschismus nicht nur von historischem Interesse – die vergriffene Originalfassung von Wilhelm Reichs »Massenpsychologie des Faschismus« ist neu aufgelegt worden!
    Der gegenwärtige politische Rechtsruck hat Reichs Klassiker neue Brisanz verliehen. Mittels seiner Thesen ließe sich zu den Wahlerfolgen rechter Parteien wie folgt argumentieren: Die emanzipatorische Linke glaubt an das Gute, Soziale im Menschen. Sie propagiert daher Solidarität, Fairness usw., letztlich Freiheit und Gleichheit. Aber sie ignoriert, dass die allermeisten von uns durch in der Kindheit beginnende, unterdrückende, entfremdende, autoritäre Sozialisation psychisch deformiert wurden und werden. Das macht tendenziell unsozial, unfair, unsolidarisch, destruktiv. Es erzeugt Angst vor Freiheit und vor Konfrontation mit bestehender Macht, sorgt dafür, dass statt dessen nach Sündenböcken für das unbefriedigende Dasein gesucht wird, die attackiert werden können, ohne sich selbst zu gefährden. 1933 waren es Juden und Kommunisten, heute sind es insbesondere Flüchtlinge. Die Langzeituntersuchungen der Leipziger »Mitte«-Studien zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen ergaben in den Jahren 2016 bzw. 2018: 80 Prozent der Deutschen haben mindestens einzelne fremdenfeindliche Einstellungen. Autoritäre Aggression, das Nach-unten-treten-Wollen der autoritär strukturierten Charaktere kennzeichnet knapp 70 Prozent der deutschen Bevölkerung.

    Genau dort setzt die Rechte – unbewusst – an. Das heißt: Während die Linke sich an einen idealen Menschen wendet, den es in der Realität kaum gibt, holt die Rechte die Massen in ihren autoritär-destruktiven Charakterstrukturen ab – und gewinnt. Reich schrieb: »Nur dann, wenn die Struktur einer Führerpersönlichkeit mit massenindividuellen Strukturen breiter Kreise zusammenklingt, kann ein ›Führer‹ Geschichte machen.«
    was verstand Reich 1933 überhaupt unter »Faschismus«? Reich sah den Faschismus als eine bis weit ins Proletariat hineinwirkende »Mittelstandsbewegung«. Objektiv nutze diese Bewegung jedoch den reaktionärsten Kreisen der Großbourgeoisie, werde nicht zuletzt von deren Angst vor einer sozialistischen Revolution angetrieben. Zugleich sei Faschismus der zugespitzte Ausdruck massenhafter autoritärer Charakterstrukturen, die Führung und weite Teile der Geführten verbinde.

    Mittels der Rassenideologie, der »theoretische(n) Achse des deutschen Faschismus«, werde nicht nur versucht, »imperialistischen Tendenzen einen biologischen Mantel umzuhängen«. Der Judenhass helfe zugleich dem einzelnen Nationalsozialisten, seine psychosexuellen Blockaden zu ignorieren: Habe die christliche Religion seit Jahrhunderten das Sexuelle »als eine internationale Eigenschaft des Menschentums, von dem nur das Jenseits erlösen könne«, angefeindet, so verlege nun der »nationalistische Faschismus das Sexualsinnliche in die ›fremde Rasse‹«. Der Nationalsozialist bekämpfe also im Feindbild des Juden auch seine eigene verleugnete Sexualität.
    Quelle

  23. Hallo Che, und dann stellen wir uns mal vor, wie die Antwort auf die Frage: „Sollte man Flüchtlinge an der Grenze ggf. auch absaufen lassen?“ auf ner Pegida-Veranstaltung beantwortet würde und wie die Frage: „Sollte man alle Reichen erschießen?“ auf der Gegendemo…

  24. Ja, entschuldige bitte, Tim, dass wir nicht so „klare Ansagen“ machen wie die Dame bei der Konferenz.

  25. Jedem von den Kommentatoren ein Totschlaginstrument in die Hand gedrückt und sie würden untereinander (wohl auch darüber hinaus) eine Lynch-/Mordparty veranstalten, sich hinterher verschämt wegdrehen und keiner ist‘s gewesen.
    Erinnert an die Zustände, die normale Menschen NIE MEHR haben möchten.
    Widerlich!

  26. Witzig wie viele Trolle hier nichts besseres zu tun haben, als sich darüber zu zerfleischen wer hier der bessere “nicht Antifa“ und/oder “nicht Nazi“ ist.

    Wo ist das Problem Stellung zu beziehen?
    Worin besteht das Problem auch den Stinkefinger auf Demos zu zeigen? Während auf den friedlichen Pegida Demonstrationen “nur“ Journalisten angeriffen werden und zu Rassismus aufgerufen wird….

    Naja ich bin ja kein Nazi, aber
    LoL

    Auf das ihr diesen Kommentar auch höchst wissenschaftlich nieder machen könnt, statt mal in der Welt was zu tun und rauszugehen.

    Antifa bleibt Handarbeit und wir sehen uns auf der Straße ;)

  27. @Franzl Lang: Wenn du die Ansage der Dame, ich hoffe, du hast den gesamten Mitschnitt ihrer Rede und nicht nur den Ausschnitt gesehen, als klar empfindest, beweist das nur, dass Ironie offenbar eine Interpretationsfrage ist.

  28. Ach und nochwas zu dem angeblichen Silone Zitat:

    Wenn der Faschismus wiederkommt…

    Kaum ein Satz wird von RechtsextremistInnen in der Konfrontation mit AntifaschistInnen häufiger zitiert als der Ignazio Silone zugeschriebene Satz.

    Der Satz findet sich in Nazi-Foren wie etwa thiazi oder der rechtsextremistischen „Weltnetzenzyklopädie“ Metapedia“ wie auch in Reden und Presseaussendungen von FPÖ-PolitikerInnen (z.B. Kickl und Gudenus) wieder und wird völlig unhinterfragt als Angriff gegen jene genutzt, die sich als AntifaschistInnen bezeichnen.

    Mit dem Zitat von Silone, einem antifaschistischen Widerstandskämpfer mit bewegtem Leben im Spannungsfeld, aber auch in der Schnittmenge von Kommunismus und Christentum, machen sich RechtsextremistInnen selbst keine Freude: Das Zitat ist nicht belegbar (es wurde Silone zehn Jahre nach seinem Tod lediglich zugeschrieben) und kontextlos.

  29. Tim, ich zitiere mal leicht geändert:

    „Ist ja nur die übliche Trollstrategie der Linken, immer schön indirekt, noch bisschen Ironie und fertig ist der Brei.“

    Merkst du was?

  30. @Franz: Du musst schon selbst entscheiden, ob Du die Rede der Dame nun als ironisch empfindest oder nicht.
    Ist sie ironisch – prallt Deine Kritik mit den „klare Ansagen“ ab.
    Ist sie es nicht – ist Dein letzter Kommentar eine Unterstellung.

    Aber diese gedankliche Zwiesppältigkeit fällt Dir wahrscheinlich gar nicht auf.

  31. Die Neustädter haben es schon schwer.
    Auf der einen Seite gegen die bösen Rassisten und Pegida-Faschisten auf der anderen Elbseite kämpfen und gleichzeitig selbst als Rassisten gegen die bösen Zugezogenen und Gentrifizierung erzeugenden Westdeutschen und Besserverdienenden kämpfen.
    Da hat man schon den ganzen Tag zu tun.

  32. Hallo Frühaufsteher,
    Kritiker von Gentrifizierung problematisieren soziale Verhältnisse, Rassisten die Herkunft von Menschen (und leiten daraus pauschale Urteile ab).
    Der Unterschied ist klar?

  33. Kommentation in lokalem Blog

    Verteilt über die letzten Tage kommentierten 12 teilweise angetrunkene und vor allem männliche, teils als Frauen verkleidete, Senioren den Beitrag „Demonstration durch die Neustadt“ des Neustadt-Reporters Anton Launer.

    Da es die meisten der Senioren nicht mehr schaffen, an lokalen Ereignissen teilzunehmen oder selbst Veranstaltungen oder Demonstrationen zu organisieren, schließen sie sich oft an die Berichterstattung über lokale Ereignisse an, um vom Küchenstuhl aus die OrganisatorInnen lokaler Ereignisse zu beschimpfen.
    Es kam zu kleineren Rangeleien unter Alpha-Männchen. Insgesamt mussten jedoch keine Hausverbote ausgesprochen werden.

  34. Tim, ich weise dich auf deine eigene Doppelmoral hin. Da offensichtlich Subtilität nicht online funktioniert, hier nochmal mit dem Zaunpfahl:wenn du in einem Kommentar die Ironie deines Teams verteidigst und die Ironie des Gegners verteufelt, wirkt das irgendwie inkonsequent. Jetzt verstanden?

    Jetzt ist mir vor lauter Ärger das Gebiss herausgefallen.

  35. Hallo Lang + Franzl: An welcher Stelle hab ich behauptet, dass die Frau in der Versammlung in mein Team gehört?

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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