Ab Sonntag: S-Bahn hält im Hecht

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Haltepunkt "Bischofsplatz" eingeweiht

Haltepunkt „Bischofsplatz“ eingeweiht

Mit einem kleinen Auflauf an Politikern, Nahverkehrsverantwortlichen und Lokal- und Regionalpresse wurde heute der neue Haltepunkt Bischofsplatz vorgestellt. Ab Sonntag soll hier die S-Bahn der Linie 1 (Meißen-Schöna) im 30-Minuten-Takt halten.

Die Eröffnung der Bahnstation ist auch der Abschluss des Ausbaus der Strecke zwischen Meißen-Triebischtal und Dresden. Fern- und S-Bahn haben nun jeweils zwei eigene Gleise. „Mit der neuen Station Dresden Bischofsplatz und der Inbetriebnahme der S-Bahn-Gleise zwischen Dresden und Coswig schließt die Deutsche Bahn am Sonntag den Ausbau zwischen Pirna, Dresden und Meißen ab“, sagte Stephan Naue, Leiter des Marktgebiets Sachsen bei DB Regio Südost. Bis es am Sonntag soweit ist, müssen aber noch etliche Gleise gesperrt werden, Züge werden durch Busse ersetzt oder umgeleitet. Das ist nötig, weil die Software für die elektronischen Stellwerke aufgespielt werden muss.

Künftig gehen S-Bahn und Fernbahn getrennte Wege.

Künftig gehen S-Bahn und Fernbahn getrennte Wege.

Die Eröffnung ließ sich auch der ÖPNV-Fan und Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert nicht entgehen. „Mit dem neuen S-Bahnhof sind Hechtviertel und Äußere Neustadt direkt an das S-Bahn-Netz angebunden“, sagte er in kurzen Rede und ergänzte: „So kommen Pendler und Gäste aus der Region schnell zum Arbeiten oder Feiern in das Viertel, die Neustädter ohne weite Wege in die Sächsische Schweiz oder nach Meißen.“

Der neue Haltepunkt ist mit einem Aufzug ausgestattet. Die derzeit noch grauen Wände sollen in einer Graffiti-Aktion am Osterwochenende gestaltet werden. Sensationell ist der Ausblick vom Bahnsteig in die Hechtstraße hinein. Für alle Nachbarn und zukünftigen Fahrgäste findet am 9. April am Bischofsplatz, voraussichtlich auf dem Dach der Terrasse, ein Bürgerfest anlässlich der Eröffnung statt.

Über den Sinn dieses Haltepunktes in ziemlicher Nähe zum Bahnhof Neustadt lässt sich trefflich streiten. Stephan Naue erläuterte, dass die Bahn den Einzugsbereich eines Haltepunkts vorher genau analysiert. Im Umkreis gibt es eine sehr hohe Einwohnerdichte. Bis zum Bahnhof Neustadt beträgt die Entfernung ca. einen Kilometer, bis zum Haltepunkt Pieschen knapp zwei Kilometer. Außerdem ergeben sich durch die Kreuzung mit der „13“ neue Wegebziehungen, kurz: „Der Haltepunkt lohnt sich.“ Gerechnet wird hier mittelfristig mit rund 2.900 Fahrgästen, zumindest an Werktagen.

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34 Kommentare für “Ab Sonntag: S-Bahn hält im Hecht

  1. 18. März 2016 um 13:52

    Für die Einwohner des Hechtviertels zumindest ist das bestimmt angenehm
    Negativpunkte sollten sich ja eh in Grenzen halten, mir fallen gerade mal Kosten für den Ausbau (tragen halt nicht diejenigen die es am lautesten kritisieren) und 1min längere Fahrzeit für diejenigen die nur daran vorbei wollen ein.

    • studi
      18. März 2016 um 14:39

      Nachteilig könnte sein, dass dann in Zukunft mehr Sauf- und Feiervolk das Hecht für sich entdeckt.

  2. fk
    18. März 2016 um 13:59

    bedauerlicherweise gewohnte billigbauweise à la DB. kein einziger fahrradbügel, kein einziger nachgepflanzter baum (die eschenstraße war vor baubeginn schön grün) und mitten im eingang hechtstraße steht ein stromkasten im weg. naja…

    • Klemens Schneider
      18. März 2016 um 15:26

      Als billig würde ich das nicht bezeichnen. Im Vergleich zu anderen dt. Städten ist der Neubaustandard der Dresdner S-Bahn Stationen eher hoch. Bspw. hätte man viel Geld sparen können, wenn sie das Dach weggelassen und durch überdachte Unterstände ersetzt hätte.

      Für die Sanierung des Bischofsplatzes inkl. Fahrradbügel ist die Stadt verantwortlich. Da gibt es viel Entwicklungspotential, angesichts der Haushaltssituation der Stadt wird das aber noch ein paar Jahre dauern.

      Der Verlust der Bäume an der Eschenstr. ist natürlich zu bedauern. Wir als Grüne werden uns aber dafür einsetzen, dass bei der Neugestaltung des östlichen Bischofsplatzes schatten spendende Bäume gepflanzt werden.

  3. Musiker
    18. März 2016 um 14:31

    Endlich ist das Hechtviertel auch an den ÖPNV angeschlossen, was in diesem Viertel dann zwangsläufig auch zum Aufschwung des Einzelhandels führen dürfte, da nun mit mehr Besuchern gerechnet werden darf. Darüber hinaus wird endlich auch der Bahnhof-Neustadt entlastet, welcher in naher Zukunft sicher wieder einer umfangreichen Sanierung unterzogen werden muss. Es gibt also immer etwas zu tun. Sehr beruhigend.

    • Lhotse
      18. März 2016 um 16:03

      Ganz Gewiss . . . ;-D

  4. goldi
    18. März 2016 um 14:33

    was mir noch keiner erklären konnte: die hechtstrasse bleibt faktisch unten für kfz zu?

    • E-Haller
      18. März 2016 um 15:32

      Mein letzter Stand ist, dass die vorherige Einbahnstraßenregelung wiederkommt…aber ist schon ein wenig her.

    • E-Haller
      20. März 2016 um 20:56

      Hab nochmal geschaut – ist „wie früher“: mit dem Kfz in die Hechtstraße geht. Raus darf aber nur, wer Fahrrad fährt…

    • goldi
      21. März 2016 um 10:19

      danke

  5. bob
    18. März 2016 um 14:38

    Hält der RE nach Görlitz denn auch dort?

    • 18. März 2016 um 15:03

      Nein, ist ein reiner S-Bahn-Haltepunkt. Der RE fährt ja dann auf den westlichen Gleisen.

    • fk
      18. März 2016 um 15:13

      ist auch ne komplett andere strecke (nach klotzsche).

    • 18. März 2016 um 15:15

      @fk: korrekt. Hatte ich jetzt gar nicht berücksichtigt. Aber dafür kann man den RE nach Görlitz vom neuen S-Bahn-Haltepunkt gut beim Vorbeizischen beobachten. ;-)

    • Klemens Schneider
      18. März 2016 um 15:31

      Zur Info: An der Strecke nach Görlitz ist ein neuer S-Bahn Haltepunkt auf der Brücke über der Staufenbergallee geplant. Der wird aber erst nach 2020 kommen. Dort werden aber nur die S2 und vermutlich die Regionalbahnen halten, für den RE lohnt sich das nicht.

    • Thomas
      22. März 2016 um 11:53

      Du kannst aber mit der S-Bahn zum Neustädter Bahnhof fahren und dort umsteigen ;-)

  6. CaLi
    18. März 2016 um 14:48

    „Gerechnet wird hier mittelfristig mit rund 2.900 Fahrgästen“..in welcher Relation? Monat? Jahr?

    • 18. März 2016 um 15:00

      Täglich … zumindest an Werktagen. Sorry. Bau ich gleich noch ein.

  7. CaLi
    18. März 2016 um 15:02

    Danke für deine schnelle Antwort! :)

  8. nepumuk
    18. März 2016 um 16:16

    Vor allem braucht es nun weniger Parkplätze für Pendler und Gäste in den Stadtvierteln. Beim Umbau des Bischofsplatzes könnte z.B. die Conradstraße am Platzbereich leichter eingezogen und der Platzfläche zugeschlagen werden.

    • E-Haller
      18. März 2016 um 16:30

      Tja, leider ist es um den Bischofsplatz aus städtischer Richtung verdammt still geworden…

      Sehr schlecht. Der Umstieg zwischen Bahn und S-Bahn ist nicht barrierefrei, die Radfahrer sind gekniffen und was die verkehrliche Organisation da im Kreuzungsbereich angeht: grausam.

  9. Franzl Lang
    18. März 2016 um 23:27

    Steht da ernsthaft: in zehn Minuten in die Innenstadt?! Mit der 7 dauert es fünfzehn.

  10. Insider
    19. März 2016 um 00:45

    Den neuen Bahnhof empfinde ich einfach nur sehr, sehr gut.
    Hierbei denke ich vor allem an all die Älteren und Gehbehinderten
    Menschen. Den zwar relativ kurzen Weg zum Neustädter Bahnhof
    zu meinstern fällt diesen Leuten einfach nicht leicht. Auch wenn im
    Hecht überwiegend junge Leute wohnen…., auch an die etwas
    Betagteren Leute wie beispielsweise mein Weib sollte gedacht
    werden. Endlich ist er fertig und nun kümmert man sich hoffentlich
    um Bepfanzung etc. Und: Die Tram aller Linien wird garantiert
    entlastet. (13, 7, 8)

  11. enna
    19. März 2016 um 08:26

    Schade,und auch ein gutes Stück ärgerlich,ist,dass den direkten Anwohnern ein Schall-bzw Sichtschutz zugesagt wurde von Bahn Seite…..nun ja,der ist ganz offensichtlich nicht da…da bleiben dann die Anwohner auf den Kosten für die Erhaltung ihrer Privatsphäre sitzen…

  12. Anwohner
    19. März 2016 um 11:50

    Streetview macht es möglich. So sah die Ecke vor dem Bau aus. Das wirklich garnichts von dem Grün übrig geblieben ist , oder ersetzt wurde, lässt mir als Anwohner das Herz bluten!! :-(
    http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/hechtstrzihv9pyq5g.jpg

    • Thomas
      22. März 2016 um 11:55

      Aber mal ehrlich, schön ist anders.

  13. Markus
    19. März 2016 um 14:47

    Eine Grafittiaktion? Damit aber auch alles schön gleich aussieht…

    • Marv
      19. März 2016 um 21:47

      Weil ein Graffiti gleich dem anderen ist? So wie graue Häuserwände sich gleichen? Achso…

  14. Dort
    19. März 2016 um 22:53

    Ein Traum dass in der Hauptstadt an alle gedacht wird. Ich komm nun vom Dorf da nicht mehr ohne Bus hin. Eine Minute vom Neustädter Bahnhof einen Neuen zu bauen. Millionen Kosten.

  15. karl
    21. März 2016 um 10:20

    Ist noch jemand das Geländer an der Station aufgefallen?

    Da ist ein normales Geländer montiert und direkt dran noch ein etwas höheres Holzgeländer. Scheint als hätte sich die Bahn auch vermessen. Albertbrückengeländer 2.0. Ist übrigens kein Witz:
    http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Naechster-Gelaender-Irrsinn-in-Dresden

    • 21. März 2016 um 10:24

      @Karl: Bitte nicht auf geklaute Bilder verlinken. Ich habe den Link mal auf die Original-Quelle verändert.

  16. Thosch
    21. März 2016 um 16:57

    „Kopfschüttel“, „AndieBirneklatsche“, „Mundoffenstehenlasse“
    Ich glaubs einfach nicht.
    Warum kennt ein Architekt nicht die Mindesthöhe für ein Geländer?
    Wie kann so etwas enorm Dämliches so oft überhaupt passieren.
    Nicht zu fassen, soviel Dummheit.

  17. karl
    22. März 2016 um 07:48

    @Anton:

    Und wie soll man vorher wissen ob das Bild geklaut ist, wenn man’s auch nur als Link bekommen hat?

    • 22. März 2016 um 08:22

      @Karl: andersrum wird’s richtig. Nur posten, wenn du die Quelle kennst.

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