Alaunplatz – wie weiter

Gestern Abend wurden die Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Umgestaltung des Alaunplatzes in der Martin-Luther-Gemeinde vorgestellt. Ein kleines Grüppchen von etwa 30 Interessierten verlor sich in dem großen Saal. Die Veranstalter vom Amt für Stadtgrün, von der Anova Marktforschung und den Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten (UKL) ließen sich nicht schrecken und stellten die Ergebnisse vor.

Die alte Kita wird noch in diesem Jahr abgerissen. Die Fläche soll neu gestaltet werden.
Die alte Kita wird noch in diesem Jahr abgerissen. Die Fläche soll neu gestaltet werden. Anklicken zum Vergrößern.

1352 Personen wurden befragt, davon 400 direkt auf dem Alaunplatz, andere per E-Mail, per Fragebogen im Ortsamt oder mittels online-Umfrage auf dresden.de. Wichtigstes Ergebnis: Mehr als zwei Drittel der Befragten sind mit der derzeitigen Gestaltung des Platzes zufrieden oder sehr zufrieden. Wobei sich ein kleiner Wermutstropfen in diese Glückseeligkeit mischt, denn umso älter die Befragte, um so unzufriedener wurden sie. Aber selbst in der Altersgruppe ab 56 Jahren ist noch jeder zweite mit dem Platz zufrieden.

Alles soll so bleiben, wie es ist

Falk Böse (Anova), der die Befragung im Auftrag der Stadt durchgeführt hat, spricht von einer repräsentativen Umfrage. Neben der allgemeinen Zufriedenheit wurden die Wünsche und Probleme abgefragt. Gewünscht wird vor allem, dass der Platz in seiner Art so bleibt, wie er ist: Wiese und Bäume. Auch die Durchmischung der Möglichkeiten auf dem Platz soll so bleiben, das wünschen sich zumindest die meisten Befragten, nur jeder Zehnte wünscht sich eine Trennung, z.B. durch einen Sportplatz. Ein großes Problem scheint der Müll zu sein, fast die Hälfte aller Befragten gaben das als wichtiges Thema an, ebenso viele wünschten sich mehr Mülleimer. Auch der Wunsch nach einer Toilette und mehr Bänken wurden genannt.

Anzeige

Alternatives Akustikkollektiv am 10. Dezember

Anzeige

Dresdner Spirituosen Manufaktur

Anzeige

Tranquillo bunt und fair

Anzeige

Neustadt-Geflüster-Newsletter

Anzeige

Yogawaves

Die neue Kita soll im Oktober eröffnet werden. Dem Alaunplatz fehlen derzeit Ruheflächen.
Die neue Kita soll im Oktober eröffnet werden. Dem Alaunplatz fehlen derzeit Ruheflächen. Anklicken zum Vergrößern.
Aufbauend auf diesen Ergebnissen stellte Landschaftsarchitekt Guido Pohndorf (UKL) einen ersten Überblick zur Umgestaltung vor. Dabei zog er einen interessanten Vergleich. Der Alaunplatz sei wie eine Zirkusmanege, in der Mitte wird gespielt und rundherum gruppieren sich in den Ruhezonen die Zuschauer, die das bunte Treiben betrachten. In diesem Charakter müsse auch die Ost-Erweiterung auf dem Gelände der alten Kita einbezogen werden, außerdem müsse an dieser Ecke ein weiterer Eingang zum Platz entstehen.

Detlef Thiel vom Amt für Stadtgrün teilte mit, dass die Ämter nun mit den Ergebnissen in die Planung gehen würden und dass es Ende Oktober eine weitere Infoveranstaltung geben würde.

Bürger: Mehr Bänke, weniger rasende Radfahrer

Von den anwesenden Bürgern kamen ein paar Beschwerden, dass sie nicht befragt worden seien und die Hinweise, dass gerade für die Älteren mehr Bänke und weniger rasende Radfahrer schön wären. Ein Herr setzte sich lautstark und vehement für die Nutzung der Sanitär-Anlagen der alten Kita ein, ein anderer wünschte sich eine Entwässerungsstrategie der Neubaugebiete oberhalb der Tannenstraße. Die Amtsvertreter wollen diese Gedanken mit einarbeiten.

Statements aus den Umfragen. Anklicken zum Vergrößern.
Statements aus den Umfragen. Anklicken zum Vergrößern.

Anzeige

Neustadt-Geflüster-Newsletter

Anzeige

Kieferorthopädie

Anzeige

Fit together mit Claudia Seidel

Anzeige

Alternatives Akustikkollektiv am 10. Dezember

Anzeige

Yogawaves

Anzeige

Speiseplanapp

Ergebnisse der Befragung:

12 Kommentare zu “Alaunplatz – wie weiter

  1. Das Müllproblem ist manchmal echt übel! Werde nie verstehen warum die Leute ihren Müll net mitnehmen können….
    Hier und da noch nen Baum (große, ältere – keine „Jungbäume“) mehr gepflanzt und ansonsten alles so lassen…..

  2. Was ich einigermaßen befremdlich finde, das ist die Selbstverständlichkeit, mit der von allen Seiten von einer „Osterweiterung des Alaunplatzes“ durch das Gelände der ehemaligen Kita geredet wird. Auch die SZ schrieb neulich im Lokalen, der Platz würde nun 6000 m² an Fläche hinzugewinnen.
    Das klingt ganz so, als wäre zuvor niemals ein erhebliches Stück vom Platz weggenommen worden, um die beiden Kita-Neubauten zu errichten.
    Von „Erweiterung“ kann meines Erachtens nach überhaupt keine Rede sein – im Gegenteil.

    Außerdem vermisse ich die Diskussion um eine Angliederung des Russensportplatzes, wenn man schon mal über die Gestaltung des Alaunplatzes redet.

    Und dann: „Ein kleines Grüppchen von etwa 30 Interessierten verlor sich in dem großen Saal.“

    Welch ein Armutszeugnis. Was ist bloß aus der Neustadt geworden? Ich hätte so gerne teilgenommen, war aber durch Dienst und Geburtstag der Schwester verhindert.

  3. …man hätte die Veranstaltung vielleicht mit dem Titel

    „Stadt stellt Pläne für Parkhaus auf dem Alaunplatz vor.“

    bewerben sollen und – schwupdiwup – hätte man sich vor „Interessenten“ nicht retten können…:-P

  4. @ Jane: Doch man kann von einer Erweiterung sprechen, da die neue Kita nur ca. 4000 m² braucht und die alte ca. 10.000 m² belegt hat. Der Russensportplatz wurde zumindest vom Landschaftsarchitekten mit aufgegriffen. Aber das Thema schlummert ganz allgemein so vor sich hin.

  5. Die meisten „Interessenten“ wären aber auch nur gekommen, um sich anzuschauen, wo der Nachbar künftig sein Auto zu parken hat, damit man seine Karre endlich wieder vor das eigene Haus stellen kann… ;)

  6. ja mit dir wären wir eine mehr gewesen, aber es kam auch klar zur sprache das die beteilgung an der umfrage und die art der umfangreichen antworten auf die offenen fragen mehr als nur die erwartungen übertroffen haben.
    ABER am 27.10. ist die nächste veranstaltung wo dann er entwurf vorgestellt und disskutiert wird.
    aber ja, die angliederung des westteils sollte wirklich mit intensität vorangetrieben werden, das kann ich nur unterstützen.

  7. Echt jetzt? Kann man eigentlich kaum glauben, denn immerhin stehen ja auch wieder zwei Gebäude da. Allerdings konnte man das ehemalige Firmengelände natürlich nicht für Freizeitaktivitäten nutzen…
    Trotzdem: Schöner war das alte Teilstück allemal mit seinem dichten, alten Baumbestand. Davon gibts auf dem anderen Teilstück weit weniger.

  8. Also ich wünsch mir weniger Hundescheiße, bzw. Hundebesitzer die die Scheiße ihrer Hunde wegmachen und nicht den Kindern zum hineintreten und den Sonnenanbetern als Kopfkissen hinterlassen…

  9. Die Ergebnisse sind sehr gut ausgewertet, besonders die Folien 12 und 21 finde ich interessant. Dabei frage ich mich immer wieder, wie die allgemeine Nutzung wäre, wenn die Parkanlage „altersgerechter“ wäre.

    Mir persönlich gefällt die Mischung sehr gut, ich würde keine Teilung in einzelne Flächen vornehmen.

  10. Stimmt, Folie 21 empfand ich als eine sehr gute Zusammenfassung, nur eins frage ich mich dabei, was genau ist der Unterschied zwischen „chillen“ und ausruhen?

    @ Mary: Dann kann ich wohl davon ausgehen, dass Du unter 56 bist. ;-)

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.