Villandry geschlossen

Sieht aus wie frisch eingedeckt - hat aber zu: Villandry auf der Jordanstraße.

Sieht aus wie frisch eingedeckt – hat aber zu: Villandry auf der Jordanstraße.

Das Speiserestaurant „Villandry“ mit angeschlossenem Koch-Studio auf der Jordanstraße hat offenbar dauerhaft geschlossen. Das Telefon wurde schon abgemeldet. Das Buchungssystem zeigt an: „dauerhaft geschlossen“. Auf E-Mails reagieren die Betreiber Christian Stellmacher & Chris Schmieade auch nicht. Aus gut informierten Kreisen war zu hören, dass das Restaurant zum Verkauf steht.

Die Beiden hatten das Restaurant im Mai 2017 übernommen und das Konzept der Brüder Haufe fast unverändert übernommen. Seit Oktober leuchtet nur noch die Außenwerbung.

Das Restaurant in der Jordanstraße 8 hat schon eine ziemlich lange Geschichte. Bevor Anfang der 2000er die Brüder Haufe hier das „Villandry“ eröffneten, war hier ein Fisch-Restaurant beheimatet, das „Barracuda“. Legendär: das Glasrohr zwischen zwei Aquarien. Gelegentlich konnte man da Fische fliegen sehen.

Villandry auf der Jordanstraße

Villandry auf der Jordanstraße

Nachtrag

Gegen die Gesellschaft, die das Villandry betrieben hat, wurde am 1. Oktober ein Insolvenzverfahren eröffnet. Details hier.

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16 Kommentare für “Villandry geschlossen

  1. Alexander
    4. Dezember 2018 um 19:03

    nähere Infos bekommt man vielleicht bei issma.de -> oder gibt es in den drei Kantinen dann auch kein essen mehr ?

  2. 4. Dezember 2018 um 22:01

    Hab es mehrfach telefonisch und per Mail versucht.

  3. Jo
    4. Dezember 2018 um 22:30

    … Mist, und ich hab noch nen Gutschein für 2 Personen ;(

  4. Müschl
    5. Dezember 2018 um 00:31

    In den nächsten 5 – 10 Jahren werden noch viele folgen. Es ist (ohne Steuer zu hinterziehen) heutzutage nicht mehr möglich von einem Restaurant als Betreiber zu leben! Es wird dazu kommen, dass Vapiano und Co das Geschäft übernehmen. Von Fertigsaucen bis hin zu Tiefkühlschnitzel wird es im unteren und mittleren Preissegment nichts mehr anderes geben. Und selbst diese Variante wird wahrscheinlich früher oder später aussterben. Dafür gibt es dutzend Gründe, die ich hier nicht alle aufzählen möchte. Ich kann nur dazu sagen, supported eure Stadtteilkneipe (dazu zähle ich die Villandry noch nicht einmal) ums Eck solange ihr noch könnt.

  5. Muss früh raus
    5. Dezember 2018 um 08:18

    Auf der einen Seite über niedrige Einkommen und hohe Mieten jammern, auf der anderen Seite angemessene Preise für das Angebot des Gestronomem nicht zahlen wollen. Somit kann der Gastronom auch nicht die Miete und ordentliche Löhne zahlen. Am Ende betreiben die Steuerhinterzieher, die selbstausbeutende ausländischen Neubürger und die Fertiggerichtebruzzlerdie letzten Gastronomiebetriebe.

  6. 5. Dezember 2018 um 09:06

    Ganz ehrlich? Ich bin nicht überrascht. Die Neustadt ist, in dieser Branche, nunmal ein hart umkämpftes Gebiet. Da wechseln die Firmen ohnehin etwas häufiger als beim einzigen Landgasthof auf 50km Radius.

    Die Qualität im Villandry entsprach spätestens nach dem Betreiberwechsel einfach nicht den doch etwas höheren Preisen (verglichen mit der Nachbarschaft).

    So sehr ich vor Jahren noch vom Kochkurs begeistert war, so enttäuscht waren wir als wir letztes Jahr im Restaurant essen wollten.

    Nicht falsch verstehen – Ich habe kein Problem mit höheren Preisen. Aber dann muss die Leistung stimmen. Im Villandry fühlten wir uns weder willkommen, noch war das Essen herausragend. Das ist normalerweise nicht schlimm – für ein durchschnittliches Restaurant wäre das ok, aber wie gesagt das ist nicht der Anspruch an dem man sich mit diesen Preisen in der Lage messen lassen muss.

  7. sk
    5. Dezember 2018 um 09:53

    @Müschl
    Ist das nicht ein bisschen zu viel Schwarzmalerei? Man sieht doch an vielen Stadtteilkneipen wie es funktionieren kann. Gerne verweise ich da aufs Sankt Pauli Eck, wo ich der Meinung bin, dass es seit Jahren nur aufwärts geht.

    Ich glaube auch nicht, dass es nur an den Steuern oder am Mindestlohn liegt, sondern eher an den Gastronomen selber. Wenn das Konzept nicht mehr aufgeht gibt es nur zwei Möglichkeiten, aufhören oder etwas ändern. Abgesehen davon, der Standort des Villandry ist wohl nicht gerade der günstigste gewesen.

  8. Andreas
    6. Dezember 2018 um 00:57

    „ausländische Neubürger“ – so etwas nennt man mit Recht „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Einige der hier lebenden Gastronomen mit ausländischen Wurzeln sind übrigens schon länger Bürger der Bundesrepublik Deutschland als manche Menschen mit einer solch diskriminierenden Sprachwahl.

  9. 6. Dezember 2018 um 07:57

    Nachtrag

    Gegen die Gesellschaft, die das Villandry betrieben hat, wurde am 1. Oktober ein Insolvenzverfahren eröffnet. Details hier.

  10. Unfassbar
    6. Dezember 2018 um 10:14

    Wieder was gelernt!!
    „Neuankömmlinge“ ist erlaubt „ausländische Neubürger“ ist böse.

    Jeden Tag was Neues lernen hält die Birne fit!

  11. Pitti
    6. Dezember 2018 um 17:41

    @ Unfassbar

    Birne fit ist ja nicht schlecht, aber nicht genug. Es kommt, so habe ich versucht Dir zu erklären, auf den Kontext an. Wenn Du gern hetzen möchtest, kannst Du alle Varianten verwenden, allerdings wirkt das dann nur bei Leuten, die gern Hetze hören möchten. Alle anderen werden es so lesen, wie es gemeint ist, siehe Andreas‘ Kommentar.
    Möchtest Du jemanden argumentativ überzeugen, empfehle ich korrekte Begriffe. Das ist dann von allein PC und Du musst Dich nicht vor irgendwelchen Polizeien fürchten.
    Unser heutiges Beispiel „ausländische Neubürger“ kannst Du zum Argumentieren kaum verwenden. Es handelt sich bestennfalls um ein Oxymoron, also ein rhetorisches Gestaltungsmittel. In der Realität gibt es nämlich entweder Ausländer oder Bürger, insofern kann der „ausländische Neubürger“ weder böse noch gut sein.

  12. Unfassbar
    6. Dezember 2018 um 22:05

    Ach Pitti.
    Gut, bin ich eben ein Hetzer in deinen Augen. (Kann trotzdem recht gut und lange schlafen)
    Ich sah nur beim „muss früh Aufstehen“ Kommentar kein Problem. Andreas erklärte uns dann, dass es nicht PC ist. Für diesen Hinweis war ich einfach nur Dankbar. Also Pitti immer locker bleiben.

    „Alle anderen werden es so lesen, wie es gemeint ist, siehe Andreas‘ Kommentar“
    Tscha, das ist deine Meinung, nicht immer gleich auf alle anderen schließen. Hier darf immer noch jeder lesen und denken wie er gern möchte.

    PS.
    Man kann auch einfach nur Bürger einer Stadt sein(muss kein Staat sein), somit also auch ausländische Neubürger. Ich hoffe du hast heute auch was gelernt. Bleibt die Birne fit!

    Schlaf schön!

  13. Franzl Lang
    6. Dezember 2018 um 22:51

    Alle Nazi außer Mutti.

  14. Nikkibude
    7. Dezember 2018 um 08:29

    @Andreas
    Zitat „ausländische Neubürger“ – so etwas nennt man mit Recht „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“.

    Wer ist „man“ und mit welchem „Recht“ ?

    Kann es sein, dass sie Ihre persönlichen Ansichten gern als allgemeingültig darstellen ?

  15. Unfassbar
    7. Dezember 2018 um 12:28

    So nachdem ich ausgeschlafen habe fragte ich mal Google.
    Laut Kommunalrecht unterscheidet man in Bürger und Einwohner. Somit hat Pitti Recht. Ich hatte „Bürger“ mal anders gelernt, historisch als Einwohner einer Burg.

    1) Einwohner der Gemeinde ist, wer in der Gemeinde seinen ständigen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.

    (2) Bürger der Gemeinde ist, wer zu den Gemeindewahlen wahlberechtigt ist.

    Also wäre „ausländische Einwohner“ der korrekte Begriff.

    Wieder was gelernt!

  16. Pitti
    8. Dezember 2018 um 03:22

    @ Unfassbar

    Jetzt stimmts – alles PC & FDGO. Aber als Hetzer sehe ich Dich nicht. Nur ein wenig ambivalent manchmal ;)

    Schönes WE!

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