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Apparatschik am 20. September bei Kultur am Pavillon

Von leeren Straßen und einem vollen Strand

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Es ist Freitag und Abend – Beste Party-Zeit, auf ins Getümmel. Rein in die Menschenmassen, die sich durch die Neustadt wälzen und gierig nach freien Plätzen in den Biergärten Ausschau halten.

Doch was ist das – statt fehlender Sitzgelegenheiten, fehlen die Menschen. Die Görlitzer Straße gähnt unverschämt leer und lustlos. Nur vorm Spätshop sitzen Zwei mit Hunden und Dosenbier. Selbst vorm Blumenau auf der Louisenstraße, hier ist es sonst immer voll, sind noch Plätze frei. Ganz am Ende der Straße verschwinden gerade noch zwei Passanten um die Ecke. Es scheint als hätte ein riesengroßer Saugrüssel die ganzen Menschen aus der Neustadt gesaugt. So leer war es hier schon lange nicht mehr.

Ist es schon da, das Sommerloch? Wohl kaum, die große Ferien- und Urlaubszeit hat doch noch gar nicht begonnen. Wo also sind sie hin? Noch vor zwei Wochen, zur BRN, waren sie alle hier und verdrückten Unmengen von Bier und Bratwürsten.

Plötzlich tütelt mein Telefon. Das muss mir jetzt gar nicht peinlich sein. Es ist sowieso niemand da ist, der das Geräusch hören könnte. „Ja!“ – „Wo?“ – „Ach, an der Elbe.“ – „Grillen.“ Alles klar, da muss ich hin, hier in den schmalen Gassen passiert heute doch nichts mehr.

Das Grillen am Elbestrand ist inzwischen ungeheuer beliebt. Wenn man vom Sachsenplatz kommend, Richtung Neustadt den Fluss überquert, kann man die rot-gelben Punkte, Lagerfeuer, kaum noch zählen. Die Grill- und Feuer-Freunde verteilen sich am gesamten Elbufer bis hinauf nach Pillnitz. Eines der beliebtesten Plätzchen ist direkt an der Mündung der Prießnitz in einem kleinen Wäldchen unterhalb des Krankenhauses. Gegenüber leuchtet der Fährgarten und wenn der Wind günstig steht, kann man die Musik mithören. Dank Handy-Kommunikation finde ich unter den drei Lagerfeuern das Richtige und kann dort entspannt von meinen Erlebnissen ohne Menschen in der Neustadt berichten.

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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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