Ganz viel essen im MFS

MFS-Inhaber Abderrahmane Agrad
MFS-Inhaber Abderrahmane Agrad
Na, ob die Namenswahl so clever war? MFS steht für Mega-Food-Stations. „Ich weiß, das ist auch die Abkürzung für das Ministerium für Sicherheit“, lacht Abdallah. Er ist Koch in dem neuen Imbiss auf der Alaunstraße, kürzlich hatte hier Younes Bahram über Behörden-Ärger um seine Lüftung die Lust am Orient-Imbiss-Geschäft verloren. Den treffe ich gerade auch vor Ort und auch der neue Inhaber Abderrahmane Agrad ist da. Er erzählt mir sein Konzept und warum er als Marokkaner lieber amerikanische Küche anbietet.

Seit vergangenem Sonnabend hat der Imbiss auf der Alaunstraße nun einen neuen Namen und ein neues Konzept. Es gibt Burger, Steaks und Salat – „Wie in einem american diner“, erläutert Abderrahmane. Der 30-Jährige ist der Liebe wegen nach Dresden gekommen, hatte in seiner Heimat eher mit Marketing zu tun und will nun mit dem Imbiss-Konzept eine Kette aufbauen. Der nächste Laden in Meißen ist schon in Planung. Das Fleisch bezieht er von Younes Bahram, dem Inhaber des benachbarten Orient-Basars, der wiederum von Metzgern aus Sachsen.

Frische ist ihm wichtig, deswegen gibt es auch keine Tiefkühlpattys, wie in anderen Burger-Läden, sondern die Bouletten werden frisch zubereitet. Dementsprechend sind auch die Preise etwas höher. Die Burger starten bei 5,90 Euro. Das Angebot reicht von Rind über Hühnchen bis Garnelen. Spontan lasse ich mich zu einem Salat überreden, mit Cola dazu und Hähnchenbruststreifen bin ich einen glatten Zehner los. Dafür knackt der Salat ordentlich zwischen den Zähnen und Abderrahmane unterhält mich gut. Bei der Inneneinrichtung hat er nun die orientalischen Elemente wieder entfernt. Die Eröffnung sei schon ganz gut angelaufen, es ist aber noch viel zu tun, die Leuchtreklame stimmt noch nicht und auch die Kücheneinrichtung ist noch nicht ganz fertig. Aber nun ist erstmal offen und der Laden wird täglich optmiert.


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Nachtrag: Inzwischen gibt es in dem Lädchen rosa Pizza.

13 Kommentare zu “Ganz viel essen im MFS

  1. @ Anton, du schwächelst mit der Restauranttestung oder bist du ramadan-mäßig auf Diät?

    Grüßle auch an ….

    Alraune

  2. Schön, dass endlich jemand frisches Fleisch zum Burgerbraten verwendet. Diese Tiefkühlpatties (yup, „patty“! „Tiefkühlpaddies“ wären gefrorene Iren; sorry fürs Klugscheißen) sind einfach muffig und eklig. Ich hab noch nie verstanden, wie man das an sich schöne Vorhaben, Burger zu verkaufen, so pervers verzocken kann. Oh Mann, ich muss sofort aufhören zu schreiben, sonst raste ich aus!!!

  3. Was für Ärger mit der Lüftung gab es denn? Wir haben hier in der Nachbarschaft auch Probleme mit einer stinkenden und lauten Lüftung.

  4. @Lolek: Soweit ich es verstanden habe, war die Anlage vom Amt abgenommen, aber ein Bewohner des Hauses hatte Beschwerde eingelegt, daraufhin hat das Amt festgestellt, dass die Anlage doch nicht rechtens sei und sie musste überholt werden. So hat es mir zumindest Herr Bahran erklärt.

  5. @BugCheech, die meisten Burgerbuden gehen sicherlich hochmotiviert an die Sache ran und versuchen die Frischproduktion. Aber wie es in der Gastonomie eben so ist, heute viele Gäste, morgen wenige, stehst du vor der Frage, was machst du mit dem guten Hack, wenn weniger Gäste als erwartet. Deshalb bleibt es meist bei den guten Absichten und am Ende doch beim Griff in die Tiefkühltruhe.
    Hoffen wir für unser aller Gaumen das Beste.

  6. @Backgammon: Kann Deinen Einwand schon nachvollziehen. Allerdings spricht auch nichts dagegen, die selbstgebatikten Bratlinge einzufrieren. Zur Formung gibts sogar spezielle Küchengeräte, die einen auch nicht arm machen dürften. Ich find halt, dass diese TK-Dinger einfach nur stinken. Jedenfalls riechen sie nicht, wie Rindfleisch (oder irgend ein anderes Fleisch) riechen sollte, sondern eher wie Abfall. Man kann natürlich auch in Abfall machen, das sollte dann aber nichts mit Gastronomie zu tun haben. Nix für ungut :)

  7. Soweit ich weiß entsprach die Anlage nicht den aktuell geltenden Normen. Brandschutz und „Küchenabluft“-Normen wurden nicht eingehalten.
    Der eine Bewohner des Hauses Beschwerde sich weil es in seiner Wohnung zu starker Rauchentwicklung und Grillgestank kam.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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