OB-Wahl: Wahlbezirke ausgezählt – Stange vorn

OB-Kandidaten
OB-Kandidaten – Fotos: dehli-news.de und E. Schneider
Heute fand in Dresden die Wahl zum neuen Oberbürgermeister statt. Das erste Ergebnis stand schon kurz vor 18 Uhr fest. Die Wahlbeteiligung war deutlich höher, als bei der Wahl vor sieben Jahren. Sie lag um 17.30 Uhr schon bei 51,4 Prozent, 2008 lag die gesamte Beteiligung am ersten Wahlgang bei 42,2 Prozent.

Die Wahlbezirke sind ausgezählt. Eva-Maria Stange hat den ersten Wahlgang gewonnen und führt vor Dirk Hilbert, deutlich dahinter landet Markus Ulbig. Wie der MDR berichtet, wird der CDU-Kandidat Ulbig im zweiten Wahlgang nicht antreten. Am Montag will die CDU entscheiden, ob nun Dirk Hilbert unterstützt werden soll. Mopo24 berichtet, dass Ulbig Innenminister bleiben wird.

Auf Rang 4 findet sich Tatjana Festerling mit 9,6 Prozent im einstelligen Bereich, Stefan Vogel von der AfD erreicht 4,8 Prozent und Lara Liqueur 2,5 Prozent.

Die Wahl in Dresden hat auch bundesweit Aufmerksamkeit erreicht. Der Twitter-Hash-Tag #obwdd steht derzeit in den Twitter-Trends.

Das vorläufige Ergebnis der OB-Wahl.
Das vorläufige Ergebnis der OB-Wahl.


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Tranquillo

Spannende Ergebnisse aus den Wahllokalen in der Neustadt: Während Eva-Maria Stange in den meisten Neustädter Wahlbezirken um die 70 Prozent rangiert, kann Lara Liqueur im Unteren-Hecht-West mit 9,1 Prozent das zweitbeste Ergebnis einfahren.

57 Kommentare zu “OB-Wahl: Wahlbezirke ausgezählt – Stange vorn

  1. ..bei dem ergebniss bleibt nur zu hoffen, dass die drei rechts von rrr zurückziehen und hilbert das fiasko verhindert…

  2. Hilbert schafft das schon!!!! sonst geht es bald mit Kutsche und Rad zur Arbeit!! Und wer arbeitslos und Sozialhilfeempfänger ist, bekommt endlich alles für umsonst:-)

  3. Über 30.000 Dresdener wählen fremdenfeindliche Kandidaten! Erschreckend. Aber andersrum: 85 % haben anders gevotet.
    Ich hofe doch stark, daß der ehemalige Risikomanager von Cargolifter (genannt Chaos-Lifter) Hilbert nicht auch noch Dresden in den Ruin treibt.

  4. Dass diese finstere Aushilfs-Le Pen für kongnitiv Minderbegabte fast zehn Prozent abholt, finde ich gelinde gesagt etwas entsetzlich. DAS ist das eigentliche Fiasko…

  5. Als Außenstehender Kurzzeit-Dresdner(2011 bis 2012) frage ich mal, wen jetzt die alternative DRESDEN FÜR ALLE-Gruppe denn nun als OB wollte? Aus den Kommentaren zu diesem Artikel werde ich nicht schlau. Die Frau Dr. Stange ist doch sicher nicht RECHTS, oder ???

  6. @antonstädter: ich hab sie nach fast 30 Jahren Grünen-Stammwählerschaft auch gewählt. Irgendwann fängt man/frau halt doch an zu denken und lässt sich nicht mehr von grünroter Gutmenschen-PC einlullen! BRAVO! Tolles Ergebnis, Frau F. !

  7. @Franzi Wie sehr du zu „denken“ angefangen hast sieht man schon allein daran, dass Du den üblichen inhaltsbefreiten Pegidioten-Duktus eins zu eins übernimmst und noch nicht einmal in der Lage bist, eine selbstständige Begründung für Deine Wahlentscheidung vorzubringen. Glückwunsch zu soviel politischer Weitsichtigkeit und intellektueller Tiefe!

  8. @Franzi: Dann scheint das Denken aber nicht viel genützt zu haben, wenn man dann Frau F. wählt…

  9. na aber bitte Tatjana Festerling geht gar nicht … das ist völlig überzogener Rechtscheiß, was das mit dem … Liqueur soll bleibt mir ebenfalls verborgen … ma guggen.

  10. Den Wasserstandsmeldungen aus den einzelnen Wahlbezirken nach, kam Frau Festerling in der Neustadt auf ca 2%.

    Gefühlt sind allerdings 20% bis 40% der Kommentare im Neustadt-Geflüster PEGIDA-freundlich, wenn es um Politik geht.

    Woraus ergibt sich diese Diskrepanz? Wird das Neustadt-Geflüster etwa von auswärtig wohnenden KommentatorInnen geflutet? Verstecken sich die beiden Neustädter PEGIDA-WählerInnen hinter 100 unterschiedlichen I.P.’s? …

  11. P.S. Ich interpretiere das Ergebnis auch als Denkanstoß für Prof. Dr. Vorländer, der ja Anfang des Jahres noch meinte, „Der „typische“ PEGIDA-Demonstrant entstammt der Mittelschicht, ist gut ausgebildet, berufstätig, verfügt über ein für sächsische Verhältnisse leicht überdurchschnittliches Nettoeinkommen.“ Die höchsten Zustimmungswerte für Frau Festerling stammen, so mich meine Augen nicht täuschen, aus Prohlis und Gorbitz – Ortsteilen mit überdurchschnittlich schlecht gebildeten und wenig verdienenden Bewohnern.

  12. Aus Perspektive der Linksbunten haben ca. 60% der Dresdner heute mehr oder weniger faschistische Kandidaten gewählt! Ich würde aber sagen, das wird genügen um am 5. Juli die Genossin Stange zu verhindern! Statt weitere Kräfte gegen Rechts (60%!)zu bündeln und die Stadt zu spalten, kann endlich zur kommunalen Sachpolitik zurückgekehrt werden. Und ich hoffe, Frau Kipping und der Hofreiter Toni werden ihre Hoffnungen aufgeben und nicht gemeinsam in der Kiste landen (Siggi Pop brauch dann auch nicht die Kerze halten!) allet jut !

  13. Auch ich habe nach langem Überlegen Festerling gewählt. Ich habe Hochschulabschluss, einen guten Beruf als Programmiererin und zahle Steuern. Nach meinen Beobachtungen ist das bei den Demonstrationen noch nicht einmal eine Ausnahme.

    Viele werden wahrscheinlich fragen, warum. Lässt sich auch durchaus erklären: RRG betreibt schon seit Jahren auf allen Politikebenen eine Ausgrenzungspolitik gegen Andersdenkende. Kritische Fragen zu dem sehr wichtigen Asylthema werden von einem linken Pöbel niedergebrüllt. Und es hat einen faden Beigeschmack, dass alle Jugendorganisationen der linken Parteien irgendwie mit der Antifa im Bunde hängen, die das Treiben sogar fördert.

    Dagegen gibt es eine Gruppe, die friedlich und ohne gewalttätige Auseinandersetzungen Montag für Montag demonstriert.

    Ich stehe auf der Seite der Schwachen, und ich habe kein Verständnis für die Arroganz von RRG-Politikern, wie respektlos die mit den eigenen Mitbürgern umgehen.

    Ich habe jahrelang Grün gewählt, und PEGIDA zuerst auch abgelehnt, aber nachdem ich mich aufgrund des Umgangs mit der Gruppe näher mit der Art des Miteinanders in Dresden befasst habe, kann ich nur sagen: Eine Opposition gegen das Mobbing durch RRG ist mehr als berechtigt.

  14. Was mir mittlerweile wirklich bei den Kommentaren zu dem Wahlergebnissen aufstößt ist, das es in Dresden anscheinend nur eine legitime Wahl sein kann wenn ein Konservativer gewinnt, das man in Dresden als Wähler links von der CDU nicht mehr zum Bürgerlager gehört und das man wenn man nicht Konservativ wählt, den Kommunismus wählt. Es lebe der Dresdner Kleingeist.

  15. Na immerhin zählen die wirklichen Wahlergebnisse. In der Neustadt an die 70% für Stange. Daß Internet-Foren gerne mißbraucht werden, um eine andere Wirklichkeit zu suggerieren, ist eine leider häufig anzutreffende Unart. Aber was soll man machen? Anton kann ja schließlich nicht nachprüfen, wo die Kommentatoren herkommen.
    Wenn sich links-liberale Menschen nicht äußern wollen, kann man sie ja auch nicht dazu zwingen.

  16. @JM: Ha ! andersrum wird ein Schuh draus!
    man wird in dieser Stadt und besonders in unserem geliebten Stadtteil als Faschist, Rassist und Fremdenfeind beschimpft, wenn man nicht die Genossin Stange wählt (unabhängig davon, dass AfD und PEGIDA auch ausscheiden).

  17. ich glaube nicht, dass jemand der Frau F. wählt, auch nur ein wenig nachgedacht hat…wer Personen mit so einer Einstellung ankreuzt, die menschenverachtende Stammtischparolen klopft und nicht mal ihren Wohnsitz in Dresden hat, dem ist nicht mehr zu helfen…geht nur weiter Montags marschieren, und nicht vergessen: Hacken ordentlich zusammenschlagen und zackig grüssen…die Polizei habt Ihr ja auf Eurer Seite und längerfristig hilft es ja auch, sich auf den 13.februar vorzubereiten…verschleiern, polemisieren und verdrehen…Ihr seid nicht das Volk, sondern das was am Ende des Verdauungskanales rauskommt…

  18. Ist schon interessant, dass hier so „viele“ Leute für Pegida in den Kommentaren sind. Wäre ja nicht das erste mal, dass hier eine IP-Adresse unter vielen Namen auftritt.

    @TomDD: Oberbürgermeisterwahlen sind nicht Kommunalwahlen.

    Ob es nun Stange oder Hilbert wird, ändern wird sich eh nix.

  19. @Annalena: ich finde es echt gut, was du geschrieben hast. diese RRG Freizeitpolitiker sind eigentlich gegen alles, was nicht von ihnen kommt. In deren Augen oder Vorstellungen, muss man Arbeitslos,Harz4 oder Asylant sein. Sie sind sogar gegen Leute, die Steuern zahlen und arbeiten gehen, weil es noch zu wenig ist. Zum Beispiel muss das neue Sozialticket muss doch irgendwie bezahlt werden. Es sind ja bald 50%, was die Stadt bezahlt. Ich finde, das so viel aus dem Gleichgewicht geraten ist, das man dieser Gruppierung einfach das Handwerk entziehen muss. Auf dem Lutherplatz haben sie in Ihrer Zentrale bis in die Morgenstunden gefeiert. Das geht ja, müssen ja nicht arbeiten. Sie machen da z.B. auch Sitzblockadenseminare. Ist das noch normal? und das schlimme ist, das es hunderttausende gibt, die diese Gruppierung wählen.

  20. @JM: Angst ist schon immer ein guter Wahlkampfhelfer. Das gilt für Pegida und die ständig geschürte Angst vor der Rückkehr der DDR bei Wahl eines SPD-Kandidaten(und schon Adenauer hat mit der Angst vor den Kommunisten Wahlen gewonnen). Leipzig, München, Köln, Hamburg zeigen ja, dass es mit Rot nur abwärts geht. Und Stuttgart, Tübingen und Freiburg mit seinen linksradikalen Bürgermeistern von den Grünen…Zustände wie in der DDR!
    Die CDU hingegen: rettet uns vor dem absoluten Stillstand durch eine Tempo 20-Zone in der Neustadt. Das Durchqueren der Neustadt würde dadurch theoretisch bis zu 1 Minute länger dauern! Wer wird da noch einen Cent in der Neustadt investieren wollen…

  21. @JM: Welche Kommentare? Je nachdem, was man liest, kann man auch zum umgekehrten Schluss kommen. Es ist aber schon so, dass immer nur die eigene Meinung zählt und alles andere wird zerredet, rundergemacht, als unglaubwürdig tituliert usw.usf. Das ist einfach schlimm. Da braucht man nur mal die Kommentare als Reaktion auf die Pegida-Wähler zu lesen. Egal, was die schreiben – sie sind unten durch. Entweder sie haben keine Ahnung, keine Meinung (plappern nur alles nach) oder sind unglaubwürdig – wunderbares diffamieren. Ist das Demokratie? Ist das Fairness? Oder ist das Toleranz? Meinungsfreiheit?

    Ich habe nicht Frau Festerling gewählt. Dafür war sie thematisch viel zu dünn aufgestellt. Es gibt noch mehr Themen als nur Asylpolitik. Käme es nur auf dieses Thema an, dann wäre mein Kreuz höchstwahrscheinlich bei ihr gelandet. Allerdings finde ich sie auch nicht gerade als eine Person, die Dresden gut representieren würde. Und verbal ist sie auch nicht auf meiner Wellenlänge bzw. finde ich, hat sie oft keinen guten Umgangston. Aber in großen Teilen kann ich Annalena schon zustimmen. Insoweit war die Wahl relativ schwierig. Letztendlich habe ich mich für jemand entschieden, der sich in dem Amt des OB quasi schon bewährt hat. Es ist denke ich gut, wenn es zu einem RRG-Stadtrat noch einen Gegenpol gibt – in der Hoffnung, dass man aber nicht gegeneinander sondern miteinander für Dresden arbeitet.

  22. Abgesehen von den von Frau Festerling vertretenen Ansichten frage ich mich, ob sich ihre Wählerinnen auch mal die Frage nach der Kompetenz ihrer Kandidatin gestellt haben. Das Amt der Oberbürgermeisterin verlangt etwas mehr als die sofortige Einführung einer ausreichenden Versorgung unseres Nachwuchses mit Schweinefleisch aus guter deutscher Massentierhaltung durch Schul- und Kitaspeisung.
    Ein wenig Weitsicht und realistisches Denkvermögen sollte da doch schon vorhanden sein.
    Und das sind nur zwei grundsätzliche Voraussetzungen, es gehört noch einiges mehr dazu…

  23. @abrazzo:
    Ja, in der Radeberger Vorstadt. In meinem Umfeld denken noch sehr viele, dass die Parteien von RRG der Stadt etwas Gutes tun. In Hinblick auf einzelne kleinere Projekte (Radwege) mag das ja sogar stimmen. Aber im Großen ist es gerade die Mentalität, die der Stadt einen Bärendienst erweist. Anstatt Dresden zu einem Musterbeispiel der Integration verschiedener Ansichten und Lebensweisen zu machen, spaltet RRG die Menschen in „Gute“ und „Schlechte“.

    Insgesamt machen große Teile der Neustadt noch immer den Eindruck, als lebten sie in einer Blase, die die Welt außerhalb ihres Horizonts gar nicht kennenlernen wollen. Man muss nicht jede andere Meinung gut finden… aber man muss sie auch nicht unbedingt vor-verurteilen, ohne zugehört zu haben. Leider erlebe ich diese Einstellungen bei einigen der Leute aus dem Stadtteil, mit denen ich spreche.

  24. @Torsten: nee, nicht ganz. In allen Briesnitzer Wahlbezirken holte Festerling zwischen 16 und 21% – das ist jetzt nicht unbedingt der Stadtteil, in dem man den Bewohnern ein Bildungsdefizit unterstellen würde…

  25. @Annalena: Ich kann mich mit jemandem nicht mehr weiter unterhalten, der Ausländer blöd findet und gleichzeitig zugibt gar keinen persönlich zu kennen! Da lebe ich gerne in meiner Neustädter Blase, wo ich zum Glück überwiegend aufgeschlossene Menschen und viele aus anderen Ländern treffe!

  26. Gestern war ein guter Tag, weil RRG-Stange verhindert. Eine Person, die mit Linksextremen zusammenarbeiten möchte, hat sich als OB in einer Demokratie disqualifiziert. Auch hat eine Überzeugungstäterin aus DDR-Zeit als OB nichts verloren. Dazu ist sie charismatisch wie ein Sack Ziegelsteine. Ich frage mich, wie so eine Person Dresden auf nationaler und internationaler Ebene repräsentieren können sollte.

    Zum Glück haben das zwei Drittel der Wähler gestern ebenso gesehen. Dass die Neustadt die ihr eigene Naivität und Weltblindheit behalten hat, ist auch keine Überraschung.

  27. @Annalena: Du sprichst mir aus der Seele! Es tut gut zu wissen, dass noch andere meine Meinung vertreten und eben nicht in der besagten Blase leben. Danke!

  28. @Louise:
    „Ich kann mich mit jemandem nicht mehr weiter unterhalten, der… “

    Weißt du, Louise. Ich hab in meinem Beruf allerhand schräge Leute kennengelernt. Schräge Ansichten, schräges Verhalten. Ich habe mich aber nie hingestellt und gesagt „nein, mit dem rede ich nicht mehr“. Weltoffenheit beginnt damit, dass du anderen zuhörst und versuchst, zu verstehen, warum sie so denken. Weltoffenheit bedeutet aber nicht, jemandem die Tür vor der Nase zuzuwerfen, ihn vorzuverurteilen und die Ohren zuzuhalten.

    Glaub mir: Ich wäre in meinem Beruf heute nicht dort, wo ich heute bin, wenn ich die Sache mit der Akzeptanz anderer Menschen nicht ernstgenommen hätte. Auch wenn es manchmal schwer fällt: Durch Zuhören, Akzeptieren und durch sachliche Diskussionen kommt man im Leben viel weiter, als wenn du andere Menschen in Schubladen einordnest, ohne sie zu kennen.

  29. Ein gutes Beispiel für Annalenas Kommentar bietet unser Lichdi heute im Tagesspiegel.

    Ich will den „ortsfremden Hetzer“ Lichdi eigentlich nicht noch bewerben, aber daß so einer angesichts eines solchen Kommentars von zivilisatorischen Grundstandards spricht, ist schon dreist:

    Dass Dresden nicht zufällig Schwerpunkt der selbsternannten Verteidiger des „Abendlands“, sondern tatsächlich Heimstatt eines stabilen rassistischen und homophoben Milieus ist, beweist der hohe Stimmenanteil der Pegida-Kandidatin Tatjana Festerling von 9,6 Prozent. Jetzt ist es amtlich: In der stolzen und selbstverliebten „Kulturstadt“ Dresden wählen 21.306 Menschen eine ortsfremde Hetzerin, die ihre politischen Mitbewerber öffentlich als „Alkoholiker, grüne Männlein, Kommunisten und Kinderficker“ diffamiert. Diesem Milieu sind weitere 10.000 Stimmen zuzurechnen, die der AfD-Kandidat erreichte. Leider ist der Kampf um die Einhaltung der notwendigen zivilisatorischen Grundstandards der Gesellschaft in Dresden am Sonntag keinen Schritt voran gekommen.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/gastkommentar-zur-oberbuergermeister-wahl-dresden-ist-heimstatt-eines-rassistischen-milieus/11885472.html

    Von linker Seite scheint mittlerweile alles erlaubt. Das sollte sich mal ein irgendwie gearteter Rechter in so einem Blatt erlauben, bspw. die grüne Hauptstadt Freiburg i.Br. als Heimstatt von Kinderfickern und Kommunisten zu verunglimpfen. Da wäre was los…

  30. Anton du tust mir dieser Tage angesichts der hier durchmarschierenden Trollhorden echt Leid.

  31. Vielleicht haben ja auch die 10-20 PGDA Wähler der Neustadt ein hohes Sendebewusstsein bzw. Kommunikationsbedürfnis, weshalb sie so prägnant in letzter Zeit auftreten.

    Mit Blick auf das Wahlergebnis, dass das nationalkonservative/rechtspopulistische Lager aus AfD+Finsterling nur einen kleinen Teil der Dresdner Bevölkerung ausmacht – nicht vernachlässigbar, aber auch nicht repräsentativ. Auch ist das Klientel der Bewegung auf soziale Brennpunkte sowie Bezirke mit Flüchtlingsheimen begrenzt. Ich denke, dass gerade die Flüchtlingsdebatte der Antrieb von PGDA ist und die Demonstrienrenden gemerkt haben, dass der Drogendealer oder gar Finsterling nicht zu konstruktiven Lösungen im Stande ist.

    Von Stange oder Hilbert würde ich mir Engagement für eine solidarische (Stadt-)Gemeinschaft wünschen, da diese mMn. die Grundlage für die Gleichwertigkeit aller bildet und damit Rassismus, Gentrifizierung u.ä. den Wind aus den Segeln nimmt. Letztlich wäre es wünschenswert, wenn wir persönlich wie auch unsere Stadtverwaltung davon abkommen, Menschen nach Nützlichkeit/Wert zu beurteilen, sondern diese als wichtigen Teil eines Ganzen betrachten und den Bedarfen entsprechend fördern. Somit können wir hoffentlich das Leid von Asylsuchenden mindern, aber auch einigen verirrten Pegidioten den Weg in eine moralische Welt ebnen.

    Liebe Grüße,
    ein linker Träumer aus einer Neustädter Yuppie-Bude :-)

  32. Tatsächlich sind die Wahlergebnisse für Pegida auch da am höchsten, wo die meisten Flüchtlinge und „Flüchtlinge“ untergebracht sind. Ist sogar der Sächsischen Zeitung aufgefallen.

    Es ist natürlich schön in einer Blase mit Studenten aus aller Welt zu leben, deren Eltern in der Regel auch zurselben Einkommensgruppe gehören, während der geflüchtete Unterschichtenpöbel zum heimischen Unterschichtenpöbel gesteckt wird. Schöne neue Blasenwelt.

  33. @Annalena: ‚Neustädter Blase‘ triffts sehr gut, danke für die Wortfindung. Als einer, der innerhalb dieser Blase lebt, aber regelmäßig auch heraus kommt, kann ich dem Bild nur zustimmen. Wenn man Dresden schon als Tal der Ahnungslosen diffamieren will, dann wäre die Neustadt noch ein speziell tiefes Tal in diesem Tal.
    Viele schwimmen hier im eigenen Saft, sind selbstgefällig und selbstgerecht, blicken nicht über den Horizont, aber belehren dann andere. Sei’s drum, das Naive hat ja auch was Kuschliges.

  34. A propos Blase: Wenn man die Dresdner Blase verlässt und weiter als Freital fährt, wird man feststellen, welchen Imageschaden Pegida für die Stadt angerichtet hat. Das Wahlergebnis hat das nun nicht unbedingt verbessert.

    Interessant auch die geradezu panikartigen Vorbehalte gegen eine SPD-Bewerberin. Fast alle Großstädte werden von der SPD regiert, geschadet hat es ihnen nicht. Zugleich haben hier in Dresden und insgesamt in Sachsen fast durchgehend CDU und auch die FDP Verantwortung getragen. Man meckert über die schlimmen Zustände. Macht dafür aber die verantwortlich, die bisher kaum Verantwortung getragen haben.

  35. Hallo Lenbach, ich versteh‘ den Artikel so, dass Festerling von „Kommunisten und KInderfickern“ gesprochen hat, was es mir durchaus als gerechtfertigt erscheinen läßt, sie als „Hetzerin“ zu bezeichnen. Ortsfremd ist ja nun de facto auch!
    Interessant auch, dass sich hier Leute, deren Horizont am Rand ihres gut gefüllten Essgeschirrs zu enden scheint, über die Weltläufigkeit der Neustadt Sorgen machen.
    Die Neustadt ist so naiv und blasiert, dass sie mehr Flüchtlinge aufnehmen möchte und Hilfe organisiert, während andere ihre unbegründeten Ängste und Vorbehalte kultivieren: http://www.neustadt-ticker.de/34964/aktuell/nachrichten/ortsbeirat-mehr-fluechtlinge-in-die-neustadt
    http://www.menschen-in-dresden.de/2014/welcome-neustadt-wie-wird-hilfe-fuer-fluechtlinge-und-asylbewerber-organisiert/

    Und nein, Annalena: Offenheit und Toleranz enden auch bei mir bei Sätzen wie: „Ich bin ja nicht ausländerfeindlich, aber….“
    Bei aller Freude an Diskussion und differenzierten Sichtweisen, wo siehst Du hier denn sinnvollen Spielraum für Meinungsaustausch?

  36. „Zugleich haben hier in Dresden und insgesamt in Sachsen fast durchgehend CDU und auch die FDP Verantwortung getragen“

    CDU durchgehend ist korrekt aber FDP durchgehend? Da müsste man dann noch eher die SPD nennen da sie an zwei statt einer Landesregierung beteiligt war/ist. Im Stadtrat war sie bis auf die Ausnahme des vorhergehenden Stadrats auch immer deutlich stärker.

  37. Zschertnitzer: Keine Sorge, ich bin ein sog. Arbeiterkind und kann durchaus die Sorgen und Ängste nachvollziehen.

    Was zeichnet eigentlich die „Neustädter Blase“ aus? Ich für meinen Teil würde auch Toleranz und Solidarität dazu zählen. Das zeigt sich ja schon daran, dass eben Yuppies und Punks in nächster Nähe wohnen und sich Abends am Spätshop auf ein Bierchen treffen. Diese Art von Zusammenleben sollten wir fordern, statt die Segregation nach Einkommen voranzutreiben.

    Auch mit einer SPD und SED Vergangenheit erachte ich Stange in diesen Belangen als deutlich kompetenter. Hilbert mit seinen neoliberalen Ideologien verfolgt ja eher einen diametralen Ansatz – wie sich bspw. in dem Interview mit der Förderung von Wohneigentum statt soz. Wohnungsbau zeigte. Er hat in der Vergangenheit schön demonstriert, dass dieser neoliberale Gedanke in Dresden auf sozialer (PGDA, 13.2., …) wie auch auf wirtschaftlicher Ebene (Stagnation des BIP seit 2004 – er ist seit 2008 dabei) nicht funktioniert.

  38. @ Seldom – „Ich bin nicht ausländerfeindlich, aber…“ – liest man irgendwie aller ideologisch heimgesuchten Nasen lang. Ich würds so formulieren: Ich bin nicht ausländerfeindlich, wenn…“ Was natürlich beinhaltet, das man unter Umständen ausländerfeindlich sein kann aber eben auch nicht. Allen Ausländern gegenüber oder nur bestimmten Gruppen. Da ist sinnvoller Spielraum für Diskussion über die Umstände gegeben und nicht die Tatsache an sich und es obliegt dann Dir diese Umstände zu widerlegen bzw. als nichtig herauszustellen bzw. Dich überzeugen zu lassen.
    Man muss nur wollen und nicht gleich durch absolute
    Formulierungen die Diskussion von vornherein (gewollt
    und ideologisch notiviert) abwürgen. Genau das spaltet nämlich diese Stadt.

  39. Annalena:“Durch Zuhören, Akzeptieren und durch sachliche Diskussionen kommt man im Leben viel weiter, als wenn du andere Menschen in Schubladen einordnest, ohne sie zu kennen.“
    Sag ich doch!

  40. @ fronk: solange es menschen wie dich gibt, die das problem nicht im menschenverachtenden ist-zustand und bei den hassenden kartoffelmärschen (nebst der damit einhergehenden atmosphäre) sehen, sondern bei denen die das nicht hinnehmen wollen, heißt die devise in diesem drecksnest: spalten statt versöhnen!

  41. @Annalena
    Tja, dieser ganze Mist läuft nur, weil man es hier geschafft hat, den Leuten glaubhaft einzureden, dass ihre Stimme ein wirkliches Gewicht hätte, so auch in strukturellen Grundfragen; eine Zweiklassengesellschaft könnte drohen, obwohl sie nie weg war (weil du vom Umgang mit Mitbürgern gesprochen hast); dass Politiker, oder auch Vorstände und Konzernmanager, die auf ihrem Weg zu den Schalthebeln der Macht schon `ne Menge „Leichen“ im Keller haben dürften, sicherlich eine Menge andere Leute ausgebootet haben (also der Großteil des aktuellen Führungspersonals), und so sie „oben“ angekommen sind, dann plötzlich doch anfangen, das Allgemeinwohl des „kleinen Mannes“ im Blick zu haben. Ich nenne diese Sichtweise, die eines naiven devoten Lemmings.

    Diese „Lemminge“ sind es dann eben sicherlich auch, die trotz allem was hier in den letzten Jahren so abging, einen Mann von der FDP, eine Art von Mini-Niebel, zum OB von Dresden wählen.

    „Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.“ John Maynard Keynes
    All die Flüchtlingsströme, zum Beispiel, haben auch deutsche Konzerne mitzuverantworten, was auch der teilweisen unterwürfigen Politik gegenüber den Amis geschuldet ist, dem Gemeinmachen mit deren Geopolitik und hat deshalb auch mit der Macht von multinational aufgestellten Konzernen zu tun.
    Das zu ignorieren, führt zu Flüchtlingsströmen, dafür verantwortlich ist aber nicht der abfällig „Wirtschaftsflüchtling“ genannte Mensch, sondern es sind die Auswirkungen der aktuellen Wirtschafts- und Agrarpolitik, die Dir nebenbei gesagt, zwar noch ermöglicht, täglich zwischen 10 verschiedenen Waschmitteln und 20 verschiedenen Schokoladentafeln wählen so wie Klamotten für 3 Euro kaufen zu können, die aber eben auch Nebenwirkungen hat, welche uns vermehrt zu schaffen machen werden, so auch dir. (Die Produktpalette ist nur angerissen und Rohstoffgewinnung dabei noch unbeachtet.) Dir vielleicht „etwas“ mehr zu schaffen, als mir, denn ich bin nicht fremdenfeindlich oder rassistisch, und Fettnäpfchen würde ich für mich sicher auch nicht ausschließen, doch würde ich mich nicht auch noch darin suhlen. Vielleicht solltest du dir einmal damit beginnen:
    „Der Rassist in uns“
    https://www.youtube.com/watch?v=9XOATKo5lVk

    Um zu zeigen, wo die Ursachen und Probleme liegen, eben auch die, die für die Flüchtlingsströme mit ursächlich sind, einige wenige Doku-Tipps:
    „3.Welt – Afrika im Ausverkauf“
    https://youtu.be/ff8vWF2UPso
    „Afrika(Kindersoldaten, Krieg, Auswirkung der Globalisierung)“
    https://www.youtube.com/watch?v=7bwDc30b-k4&list=PLE150EEC0250B7FC7
    „Chinas Griff nach Afrikas Ressourcen“
    https://youtu.be/JTt0Ha2uPfA
    „Glyphosat – Heimtückisches Gift“
    https://www.youtube.com/watch?v=O4O1Z3CKnqw
    „Die Wundermaislüge – Die EU, die Genlobby & die Ausbreitung Genmais resistenter Schädlinge“
    https://youtu.be/fXCQvA1VksY
    „Surplus oder Konsumterror“
    https://www.youtube.com/watch?v=XxAn1Yh0s-s

    So wie du, kann man doch eigentlich nur reden, wenn man sich selbst und sein Leben völlig losgelöst von Rest der Welt begreift, was natürlich, je lösgelöster man ist, mit einem harten Aufschlagen enden wird. Leute, die erkannt haben, dass es die Struckturen sind, die dafür verantwortlich sind was du hier „beklagst“ und beginnen gegen die Ursachen Front zu machen, werden dann von Menschen mit Flachem Weltbild in ihrem Unverstand als „Öko- und Linksfaschisten“ diffamiert.

    Nur zur Erinnerung, als die „Barbaren/Wilde“ feststellten, das Lehmhütten großer Mist sind, wenn man römische Zivilisation vorgelebt bekommt; während sie verächtlich „Wilde“ und „Barbaren“ genannt wurden, die zwar für Rom sterben durften und dennoch nur unterdrückt bzw. ausgebeutet wurden; wollten sie auch so leben wollten, zum Dank für ihren Kriegsdienst ein Teil des Imperiums werden und als freie Bürger ein Stückchen Land bekommen, auf dem sie leben konnten.
    Tja, das Ende vom Lied war, die überhebliche Arroganz, die Selbstgerechtigkeit der „Römer“ hatte zur Folge, dass ein gewisser „Alarich“ vor die Tore der „Ewigen Stadt“ zog und diese belagern und plündern ließ. Hätte es schon damals andere Wege gegeben? Sicher! ;)

    https://lh3.googleusercontent.com/-h9oUnBu3g7g/UxNQ0U_VHKI/AAAAAAAAAQ4/abT3bcXDy6s/w140-h112-p/vlcsnap-2011-10-31-19h53m14s21.png

    Nur deshalb geht es dir hier noch gut, weil andere dafür ausgebeutet werden und sich dann von dir auch noch beschimpfen lassen müssen. ERBÄRMLICH, und WIDERLICHES VERHALTEN!
    Doch eines steht für mich auch fest, eine Möglichkeit zur grundlegenden strukturellen Veränderung, wie sie mir vorschwebt, wird kommen, wird wohl schon in wenigen Jahren wieder eine technologische Entwicklung bewirken, eine, welche die Entwicklung der Dampfmaschine im Potenzial gleicht oder gar übertrifft.
    Auch die Breitenwirkung auf die Gesellschaft wird vergleichbar sein, weil, so wie damals während der Industrialisierung und mit der Weiterentwicklung der Dampfmaschine einhergehender Wandel, auch aktuell wieder eine echte Gefahr für die Erwerbsarbeitsplätze von Millionen von Menschen darstellt, und zwar weltweit. Da aber Lohn- bzw. Erwerbsarbeit überwiegend die Einzige der verschieden möglichen Einkommensarten der allermeisten Leute bildet, wird in der Folge ein sozialer Abstieg des Einzelnen viel viel wahrscheinlicher werden und deshalb die Gesellschaft zu einer Systemänderung gezwungen sein. So, oder so ähnlich:
    „Schlesischer Weberaufstand 1844 – Maschinensturm“: http://de.wikipedia.org/wiki/Weberaufstand

    Dieser Zwang wird spätestens dann zum Tragen kommen, wenn auch der sogenannte gehobene Mittelstandsbürger, und heute noch der angebliche „Gutverdiener“, plötzlich seine Klassenzugehörigkeit erkennt, weil es ihn nähmlich diesmal selbst betreffen wird, auch sie es seien werden, deren Arbeitsplätze demnächst einfach unnötig sind und sie als „Arbeitskraft“ diesmal eben auch ersatzlos unnötig bleiben werden.

    „Wie 3D Druck unsere Welt verändert“
    https://youtu.be/oxssz8W4YeY

    Und deshalb macht mir auch all das ganze Gefasel neunmalkluger fremdenfeindlicher Kreaturen kaum Sorgen. Die Mechanismen dieses Systems selbst werden es sein, welche diese Situation, diesen sozialen Wandel beinahe zwangsläufig herbeiführen wird, oder, andere Möglichkeit, die Menschheit dezimiert sich plötzlich massiv selbst bzw. wird durch eine globale Katastrophe geschrumpft. Dann wäre es allerdings bloß eine Frage der Zeit und der aktuelle Mist, der nächste Kreis, würde wohl von vorn beginnen.

    „Der Sozialismus ging unter, weil er keiner war. Der Kapitalismus wird untergehen, weil er einer ist.“

    Der Mensch muss gelegentlich zu nachhaltigen Erkenntnissen gezwungen werden/sein, so auch zu der einsicht, dass der Kapitalismus all die Probleme auf dieser Welt erst schafft oder massiv potenziert, will er nicht aussterben.
    Doch dieser Zwang wäre durch eine Verkleinerung der Population kaum gegeben. Nein, wollen wir nicht aussterben und uns deshalb irgendwann als Menschheit ins All hinein ausbreiten; nur um sicher zu sein, nicht blöderweise doch noch als Art und mitsamt dieser Erde ausgelöscht zu werden; dann bleibt nur der Zwang zur Vernunft.
    Im Moment dreht sich der Mensch seit ca. 3000 Jahren im Kreis, doch sein technischer Sachverstand wird einen Weg finden oder unseren Weg beenden.

    (DieGefahr besteht natürlich auch, aber nur, wenn Sir Peter Ustinov recht behält:„Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: ‚Das ist technisch unmöglich!’“)

    Und wer da behauptet das System wäre alternativlos, der muss im Kopf schon völlig gleichgeschaltet sein, um nicht von Gehirnwäsche reden zu müssen oder ihm einfach nur Feigheit zu unterstellen.

    „Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“ Marie von Ebner-Eschenbach

    Und wer jetzt trotzdem versucht, all diese alternativen Vorstellungen von Wirtschafts- und damit Gesellschaftsordnungen, all die verschiedenen Ideen als Utopien bzw. weltfremde Fantastereien zu negieren, handelt leider nur folgerichtig, denn, wer keinen Mut zum Träumen hat, hat natürlich auch keine Kraft zum Kämpfen. Irgendwann wird man auch denen beibringen, das die Erde rund ist, die DDR und die Mauer weg sind, wir schon deshalb alle, als die sogenannten „kleinen Leute“, in demselben Boot sitzen, weil hier nämlich niemand mehr wirklich fliehen kann. Bisher interessiert es nur leider einfach zu wenige Bürger, wer hier nur zum Rudern auf dieser Welt ist und wer dagegen bestimmt, wohin gesteuert wird. Aussagen, so wie die in deinen Kommentaren, sind dafür noch exemplarisch.

    Doch das hier, wird sich ändern:
    https://lh3.googleusercontent.com/-XKXzF_alX_M/UxNTdl5D04I/AAAAAAAAAYg/iMYCmi6rNGI/w140-h105-p/vlcsnap-2014-01-10-17h01m54s113.png
    Sicher nicht bis nächste Woche, aber wer weiß. ;D

    Einstein sagte einmal, „wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es keine Hoffnung für sie“, und Adorno behauptete „es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“

    Ich denke, beide lagen mit ihren Aussagen richtig.

    Refugees Welcome – Kein Mensch ist illegal!

    Venceremos!

  42. @HinzundKunz:
    Wenn du so davon überzeugt bist, dann nimm welche in deiner Wohnung auf, lass sie in deinem Bad duschen und von deinem Tellerchen essen. Aber übertrage bzw. verlage dieses Verhalten nicht auf andere. Ich habe an all den Dingen kein Interesse und will vor allem meine Ruhe. Ich möchte in Ruhe leben und dazu gehört, dass die Menschen im Umfeld Werte haben und nicht stehlen, vergewaltigen, die Hände aufhalten und und und. Akzeptiere, dass es diese Meinungen zu genüge gibt und wenn du anders denkst richte von mir aus gern dein Leben danach aus, aber verlange es nicht von anderen und bepöbel sie, wenn es nicht nach dir geht. Das können die Linken ja nur zu gut.

  43. Hallo Maria,
    „mei Ruh‘ will I hom!“

    Ist Ruhe die erste Bürgerpflicht,
    die von Empörern ist es nicht.
    Gewalt gegen Gewalt, Kraft gegen Kraft:
    das ist die alte Wissenschaft.
    Weißt du, Deutscher, wie die neue heißt?
    Gegen Gewalt den Geist!
    Nur der Geist kann die Streitaxt begraben!

    Aber freilich: man muß einen haben.
    http://gedichte.xbib.de/Tucholsky_gedicht_Berliner+K%E4mpfe.htm

    Auch passend: Der Revoluzzer oder: schlafen ohne Wandeln
    http://blogyourown.wordpress.com/2008/06/20/erich-muhsam-der-revoluzzer-oder-schlafen-ohne-wandeln/

    Schlaf gut!

    Was das andere angeht:
    „nimm welche in deiner Wohnung auf, lass sie in deinem Bad duschen und von deinem Tellerchen essen“
    Niemand verlangt das! Es geht darum, in einem der reichsten Länder der Welt Flüchttlinge aufzunehmen! In einem Land, das jährlich 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel wegwirft, Energie verschwendet, mit immer größeren Autos durch die Gegend gast, für billige Shrimps KInder in Malaysia ausbeutet, für seinen Fleischkonsum Regenwald abholzt usw usf!
    Ein Land, in dem das reichste Tausendstel rund 15 Prozent des Gesamtvermögens besitzt, das reichste Prozent ein Drittel. Das sind 3Billionen Euro.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/statistik-ueber-vermoegen-sehr-viel-reicher-als-gedacht-1.2345008
    Ein Land, in dem Laut Deutschem Institut für Altersvorsorge im laufenden Jahrzehnt voraussichtlich 2,6 Billionen Euro hinterlassen werden– mehr als ein Viertel des gesamten privaten Vermögens.
    Davon ein Prozent abgeschöpft, also 26 Mrd, bedeutet 26 Mio mal 1000,- Euro, über zwanzig Jahre lang 1000,- Euro/Monat für eine Million Menschen…

  44. @Maria
    Soso, das interessiert die Maria also nicht und sie will nur ihre Ruhe.
    Tja, aufwachen Kleines, du lebst nicht auf einer Insel, aber auf einer „Kugel“ und dort wohl, also hier, in einer Blase. Ob es dir passt7gefällt oder nicht, Dinge verändern sich und es gibt kein Recht sich herauszuhalten, nicht, wenn man nicht will, was du nicht willst, ganz einfach.

    Du willst dich heraushalten, gut, dann sei aber bitte konsequent und verschone uns auch mit diesem wirren Gerede, diesem, also deinem Desinteresse geschuldeten, flachen Weltbild und all deinen daraus resultierenden skurrilen Ansichten/Annahmen/Anschuldigungen!

    Entscheide dich, heraushalten und hoffen das die „heile Blase“ weiter hält, oder ein Problembewusstsein erarbeiten, persönliche Ursachenforschung betreiben und den Leuten, welche dafür verantwortlich sind, auf die Pelle rücken! Beides zusammen funktioniert nicht. Wer etwas will, Forderungen aufstellt und zivilisatorische Ansprüche formuliert, muss auch das Andere mögen, nämlich sich kümmern, seinen Hintern hochbekommen und interessieren.
    Es ist beinahe ein Naturgesetz, denn kaum etwas ist sicherer als das, nämlich, nichts bleibt so, wie man es gewohnt ist, wenn man sich einfach heraushält. (Deshalb bin ich auch für eine Wahlpflicht, und würde Nichtwähler natürlich auch mit Ordnungsgeldern belangen.)

    Man könnte es auch mit Brecht sagen:
    „Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.“

    Denk darüber nach! ;D

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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