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Fit together mit Claudia Seidel

Pimp my Parkautomat

parkautomat
Leon Schmidt (17) gestaltet einen Parkautomaten auf der Louisenstraße in seiner Lieblingsfarbe „blau“.
Es wird noch bunter in der Neustadt. Heute sollen auch noch die letzten Parkautomaten im Zentrum der Äußeren Neustadt (Neustadt-Geflüster vom 10. August) einen neuen Look erhalten. Insgesamt können dann über zwanzig der farbenfrohen Tickethäuschen auf der Görlitzer-, der Alaun- und Louisenstraße bewundert werden. Initiiert hat die Graffiti-Aktion das Straßen- und Tiefbauamt Dresden. Im Rahmen eines früheren Projekts ließ das Amt bereits 150 Verteilerkästen durch Urban Art-Künstler gestalten.

Im gleichen Atemzug wurde die Idee geboren, sich auch vom tristen Grau der Parkautomaten zu verabschieden, erklärt Christian Weiße. Seit 2004 ist Christian im Graffiti-Projekt des SPIKEDresden als Leiter tätig. Der gelernte Offsetdrucker organisiert u. a. die wöchentlichen Tage der URBAN CORNER und unterstützt die Jugendlichen in ihrer Entwurfsgestaltung bis hin zur Umsetzung der Entwürfe mit der Dose. Über die Anfrage der Stadt freute sich der Verein natürlich sehr. Ganz im Sinne von „Pimp my Parkautomat“ lassen nun schon seit Ende Juli die jungen Urban Art-Künstler von Spike Dresden ihrer Kreativität freien Lauf. Gestern begleitete der 17-Jährige Leon Schmidt den Projektleiter Christian zu einem Ausflug in die Neustadt. Bevor mit Acryl-Lack gearbeitet werden kann, müssen die Flächen gereinigt und vorbehandelt werden. Zu den verwendeten Farben zählt auch eine hochpigmentierte Permanenttinte mit besonders hoher Deckkraft, in Fachkreisen auch „Hard to Buff“ – „schwer zu entfernen“ – genannt. Häufig komme diese Tinte, aufgrund ihrer Eigenschaften, in der illegalen Graffiti-Szene zum Einsatz, so Betreuer Christian. Bei Spike Dresden hingegen möchte man mit legaler Kunst ein Zeichen gegen Vandalismus setzen.

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Eine Ergänzung

  1. Könnte man nicht auch die Politessen…ääh…Mitarbeiter der „Polizeibehörde“ bunt anmalen. Dann würde man die schneller erkennen…

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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